Zu diesem Heft

Liebe Leserinnen und Leser,
ein neuer Kurs . . .
. . . wurde in der Patientenbehandlung eingeschlagen, als man mit der synthetischen Herstellung von Arzneistoffen begann. Die biochemischen Wirkprinzipien vieler Arzneistoffe, wie Acetylsalicylsäure, waren jedoch noch unklar. Damals dienten die alltäglich am Patientenbett gewonnenen Erfahrungen als Grundbausteine für die Gewinnung von Arzneistoffen im Labor.
Heutzutage ermöglicht das Wissen um die pathophysiologischen Mechanismen und die beteiligten Zellbausteine vielfach eine gerichtete Arzneistoffentwicklung: In Laborversuchen werden krankheitsbedingte Veränderungen analysiert und beteiligte Zellmoleküle, sogenannte Targets, definiert. Passgenau kann dann gegen das Target z. B. ein Hemmstoff entwickelt, getestet und hoffentlich erfolgreich therapeutisch eingesetzt werden. Dank dieses Prinzips der Arzneimittelherstellung – vom Labor ans Patientenbett – konnte beispielsweise beim multiplen Myelom ein eindrücklicher Rückgang der ossären Komplikationen und Destruktionen erreicht werden, wie die Autoren der Übersichtsarbeit ab S. 1057 in diesem Heft schildern.
Auf diesem Kurs sind sicherlich noch vielerlei Wege zu erkunden. Gerne begleitet Sie die DMW dabei!
Ihre
Anna Mus
Buchempfehlung
Gefäßmedizin in Klinik und Praxis
Leitlinienorientierte Angiologie, Gefäßchirurgie und interventionelle Radiologie
Muskelverletzungen im Sport
Die erste umfangreiche Monografie über Muskelverletzungen in der internationalen Literatur

