Topthema AINS 5/12: Nervenschäden bei Regionalanästhesie

Die Regionalanästhesie gehört unbestritten zu den analgetisch effektivsten Verfahren bei großen thorakalen und abdominalen Eingriffen. Demgegenüber steht jedoch auch das Risiko schwerwiegender neurologischer Komplikationen. Diese sind zwar selten, für den betroffenen Patienten dafür umso gravierender. Die genaue Inzidenz ist aufgrund der ungenügenden Datenlage unklar. Jennifer Münch und Thomas Volk versuchen im ersten Topthemabeitrag trotzdem eine Einschätzung anhand von Analysen abgeschlossener Gutachterverfahren (Closed Claims) sowie von Fallserien. Anschließend geht Thorsten Steinfeldt auf die Pathophysiologie und die Ursachen von Nervenschäden nach peripheren Blockaden ein. Dabei stehen u. a. das Kanülentrauma und die Toxizität von Lokalanästhetika im Vordergrund. Mit neurologischen Komplikationen durch die Epiduralanalgesie beschäftigen sich Pöpping und Kollegen im dritten Beitrag. Sie zeigen Möglichkeiten der frühzeitigen Detektion auf und erläutern das diagnostische und therapeutische Vorgehen im Falle einer Komplikation. Zum Abschluss widmen sich Frietsch und Kollegen der Frage: Was tun, wenn Katheterfragmente bei der Regionalanästhesie im neuraxialen Raum verbleiben? Ab Seite 318

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