| Endoskopie heute 2002 Thema: Abstracts XXXII. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Endoskopie und bildgebende Verfahren vom 14. 16. März 2002 in München | [zurück] | |
Vogt C, Cohnen M, Beck A, Aurich V, Mödder U, Häussinger D
Kontaktperson:
Dr. med. Vogt, Christoph
Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie (Düsseldorf)
Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf
Zielsetzung: Wertigkeit der virtuellen CT-Kolographie in Niedrig-Dosis-Technik als Screening Untersuchung in der Diagnostik von polypoiden Läsionen des Dickdarms im Vergleich zur Videokoloskopie.
Methodik: An einem Somatom Plus 4 Volume Zoom Mehrzeilen-Spiral-Computertomographen (MSCT, Siemens, Erlangen) wurden 25 Patienten sequentiell untersucht. Nach Anlage eines hypotonen Pneumokolon wurde das gesamte Abdomen mit 2,5 mm Schichtdicke in einer Atemanhaltephase des Patienten gescannt. Die Dosis wurde im Vergleich zu einem Standard-Abdomen-CT auf ein fünftel reduziert (max 40 mAs). Die Auswertung der virtuellen Kolographie erfolgte durch zwei geblindete Untersucher (Radiologe/Gastroenterologe) ohne Kenntnis des reellen endoskopischen Befundes und wurde mit den Ergebnissen der konventionellen hochauflösenden Videokoloskopie verglichen.
Ergebnisse: Von 8 Dickdarmtumoren wurden alle richtig erkannt. Bei einem Patienten konnte erst anhand der Darmwandinfiltrationstiefe definitiv ein maligner Tumor diagnostiziert werden, der in der korrespondierenden Videokoloskopie makroskopisch nicht eindeutig für maligne gehalten wurde. Histologisch entsprach der Polyp dann einem Karzinom (pT1, N0, M0). Von 48 Polypen wurden 45 richtig erkannt, wobei alle Polypen, die größer als 10 mm waren, in der CT-Kolographie erkannt wurden, 2 Polypen mit einer Größe unter 5 mm und 1 Polyp von 8 mm wurden nicht von der CT-Kolographie detektiert. Eine Angiodyplasie im Colon ascendens konnte mit der CT-Kolographie nicht als Blutungsquelle identifiziert werden. In 10 Fällen wurden pathologische Befunde mittels CT-Kolographie entdeckt (Wandverdickungen, Lymphknotenvergrößerungen oder Divertikel) die koloskopisch nicht darstellbar sind. Diskussion: Die virtuelle CT-Kolographie mit der hochauflösenden Mehrzeilen-Spiral-Computertomographie in Niedrig-Dosis-Technik ist ein vielversprechendes Screening-Verfahren zur Detektion von Polypen und Tumoren.
| © Georg Thieme
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