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Topthema AINS 2/10: Postoperatives Defizit und kognitives Delir
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| Das postoperative Delir ist die häufigste psychiatrische Erkrankung in Aufwachraum und auf Intensivstation. Meistens wird ein Delir jedoch nicht erkannt – was gravierende Konsequenzen haben kann. Denn wer während einer Behandlung im Krankenhaus an einem Delir erkrankt, hat ein 3-fach erhöhtes Risiko, in den folgenden 6 Monaten zu versterben. Voraussetzung für eine frühzeitige Therapie ist die Detektion des Delirs. Alawi Lütz et al. geben daher im ersten Topthema-Beitrag einen Überblick über wichtige Messinstrumente. Im folgenden Artikel gehen Anja Heymann und Claudia Spies auf Prävention und Therapie des Delirs ein. Ihr Beitrag macht klar, wie wichtig Prävention und nichtmedikamentöse Therapie sind – zumal es bislang nur wenige Studien zur medikamentösen Therapie bei Intensivpatienten gibt. Ulf Günther und Christian Putensen beschreiben im dritten Beitrag, wie ein Delirmonitoring in der Praxis aussehen kann. Dabei gehen die Autoren auch auf Widerstände ein: Nicht selten stößt die Einführung von Delir-Tests auf Intensivstationen wegen des zusätzlichen Aufwands zunächst auf Vorbehalte. Seite 104 | |
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