2. CNE LeadershipTage ein Erfolg
September 2011

Die 2. CNE LeadershipTage endeten am vergangenen Freitag mit begeistertem Applaus. Vierzig Pflegemanager aus ganz Deutschland trafen sich für zwei Tage in Fulda, um nach dem Motto „Den Vorsprung in der Pflege sichern“ zu diskutieren und sich fortzubilden. Referenten waren unter anderem Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates und der renommierte Pflegerechtler Prof. Robert Roßbruch.
Von Simone Schwarz
26.09.2011
Am 22. und 23. September 2011 trafen sich 40 Führungskräfte aus der Pflege, um an den 2. CNE LeadershipTagen teilzunehmen. Neben fachlich fundierten Vorträgen nutzten die Pflegemanager die Zeit für einen regen Austausch und Diskussionen. Eines der zentralen Themen in den Gesprächen und Vorträgen war die Frage: Bin ich ein attraktiver Arbeitgeber? Denn nur so wird es zukünftig gelingen, Mitarbeiter zu rekrutieren, zu binden und auch Kunden zu werben. Carmen Happe, Programmleiterin bei CNE, die die 2-tägige Veranstaltung moderierte, sagte: „Die Pflege ist sehr engagiert und stößt immer wieder neue und innovative Projekte an – leider spricht sie zu wenig darüber. Das Motto sollte heißen: Tue Gutes und rede darüber.“
Das propagiert
e Jahr der Pflege: Für den DPR ein schlechter Witz
Andreas Westerfellhaus eröffnete die 2. CNE LeadershipTage mit einem Machtwort. „2011 sollte das Jahr der Pflege werden, versprach uns der damalige BMG Rösler im Dezember 2010. Und was ist daraus geworden?“, fragte der Präsident der Deutschen Pflegerates in seiner Ansprache an die Pflegemanager im Saal. „Vielleicht haben Sie etwas gehört, ich nicht.“ Die Pflegedialoge in diesem Jahr hätten auf jeden Fall keine neuen Erkenntnisse gebracht. Das anstehende Pflegereformgesetz sei nach neuestem Stand vertagt worden. Grund: Der neue BMG Daniel Bahr brauche mehr Zeit. „Ich fühle mich langsam auf den Arm genommen“, so Westerfellhaus, „die Probleme sind seit Jahren bekannt und nichts passiert“. Dem Fachkräftemangel müsse schnell entgegengewirkt werden. Derzeit suchte jede Klinik nach einer individuellen Lösung: Manche setzten vermehrt Arzthelferinnen ein, Altenpflegekräfte arbeiteten auf Intensivstationen und Rettungshelfer würden für die Krankenpflege qualifiziert. Das müsse ein Ende haben. „Ich sehe nur eine Lösung“, propagiert Westerfellhaus, „um handlungsfähig zu bleiben; brauchen wir eine Selbstverwaltung, eine Pflegekammer, damit wir unsere Belange im Schulterschluss selbst klären können.“ Er hofft, dass Rheinland-Pfalz oder Bayern es bald vormachen.
Pflegerecht: Immer mit Gefahren verbunden
Ein weiteres Highlight der CNE LeadershipTage war der Vortrag von Robert Roßbruch, einem der bekanntesten deutschen Pflegerechtler zum Thema „Zwischen Dienstanweisung und Überlastungsanzeige“. „Das Wort Überlastungsanzeige ist allerdings nicht mehr zeitgemäß“, stellte Roßbruch gleich zu Beginn fest, „Der Begriff Gefährdungsanzeige trifft den Kern der Botschaft eher“. Das von allen Pflegedienstleitungen gefürchtete Formular sieht er eher positiv. „Die Gefährdungsanzeige ist ein Instrument, um eine Gefährdung zu signalisieren, kein Teufelswerkzeug“, so der Jurist. Jede PDL solle von ihren Mitarbeitern fordern, Gefahren rechtzeitig anzuzeigen. Diese Formulare sollten allerdings nicht im Schreibtisch verschwinden, sondern auf schnellstem Weg nebst einer persönlichen Stellungsnahme auf dem Schreibtisch der Geschäftsführung landen. Solchen Anzeigen könnten dann auch bei Personalbedarfsplanungen weiterhelfen.
Der lange Weg zum „Attraktiven Arbeitgeber“
Auf der Agenda stand außerdem das Thema Lebensphasengerechtes Arbeiten – Pflegen bis 67 Jahre. Das Projekt des Klinikum Karlsruhe wurde durch Sandra Lehnert präsentiert. Professor Anja Lüthy referierte darüber, wie Krankenhäuser zu attraktiven Arbeitgebern werden und was wir von anderen Branchen lernen können – kaum ein Auge blieb hier vor Lachen trocken. Der Vortrag von Markus Bossong und Andreas Heck des Ortenau Klinikum beschäftigte sich mit der EFQM Zertifizierung im Pflege- und Funktionsdienst.
Bei Ulrike Ambrosy mussten die Teilnehmer am zweiten Tag der LeadershipTage aktiv werden: Neben einem Impulsvortrag diskutierten sie in Kleingruppen über das Veränderungsmanagement – am Beispiel ausgesuchter Märchen, wie die Bremer Stadtmusikanten. Ideen, wie man als Führungskraft Löcher in der Personaldecke stopft und Engpässe meistert, gab es von Wolfgang Burkert, Stabsstelle Personalcontrolling der Oberschwabenklinik. Ein gemeinsames Abendessen von Pflegemanagern und dem CNE-Team rundete die Veranstaltung ab und ließ Raum für Diskussionen und persönliche Gespräche.
Von Simone Schwarz
26.09.2011
Am 22. und 23. September 2011 trafen sich 40 Führungskräfte aus der Pflege, um an den 2. CNE LeadershipTagen teilzunehmen. Neben fachlich fundierten Vorträgen nutzten die Pflegemanager die Zeit für einen regen Austausch und Diskussionen. Eines der zentralen Themen in den Gesprächen und Vorträgen war die Frage: Bin ich ein attraktiver Arbeitgeber? Denn nur so wird es zukünftig gelingen, Mitarbeiter zu rekrutieren, zu binden und auch Kunden zu werben. Carmen Happe, Programmleiterin bei CNE, die die 2-tägige Veranstaltung moderierte, sagte: „Die Pflege ist sehr engagiert und stößt immer wieder neue und innovative Projekte an – leider spricht sie zu wenig darüber. Das Motto sollte heißen: Tue Gutes und rede darüber.“
Das propagiert
e Jahr der Pflege: Für den DPR ein schlechter Witz Andreas Westerfellhaus eröffnete die 2. CNE LeadershipTage mit einem Machtwort. „2011 sollte das Jahr der Pflege werden, versprach uns der damalige BMG Rösler im Dezember 2010. Und was ist daraus geworden?“, fragte der Präsident der Deutschen Pflegerates in seiner Ansprache an die Pflegemanager im Saal. „Vielleicht haben Sie etwas gehört, ich nicht.“ Die Pflegedialoge in diesem Jahr hätten auf jeden Fall keine neuen Erkenntnisse gebracht. Das anstehende Pflegereformgesetz sei nach neuestem Stand vertagt worden. Grund: Der neue BMG Daniel Bahr brauche mehr Zeit. „Ich fühle mich langsam auf den Arm genommen“, so Westerfellhaus, „die Probleme sind seit Jahren bekannt und nichts passiert“. Dem Fachkräftemangel müsse schnell entgegengewirkt werden. Derzeit suchte jede Klinik nach einer individuellen Lösung: Manche setzten vermehrt Arzthelferinnen ein, Altenpflegekräfte arbeiteten auf Intensivstationen und Rettungshelfer würden für die Krankenpflege qualifiziert. Das müsse ein Ende haben. „Ich sehe nur eine Lösung“, propagiert Westerfellhaus, „um handlungsfähig zu bleiben; brauchen wir eine Selbstverwaltung, eine Pflegekammer, damit wir unsere Belange im Schulterschluss selbst klären können.“ Er hofft, dass Rheinland-Pfalz oder Bayern es bald vormachen.
Pflegerecht: Immer mit Gefahren verbunden

Ein weiteres Highlight der CNE LeadershipTage war der Vortrag von Robert Roßbruch, einem der bekanntesten deutschen Pflegerechtler zum Thema „Zwischen Dienstanweisung und Überlastungsanzeige“. „Das Wort Überlastungsanzeige ist allerdings nicht mehr zeitgemäß“, stellte Roßbruch gleich zu Beginn fest, „Der Begriff Gefährdungsanzeige trifft den Kern der Botschaft eher“. Das von allen Pflegedienstleitungen gefürchtete Formular sieht er eher positiv. „Die Gefährdungsanzeige ist ein Instrument, um eine Gefährdung zu signalisieren, kein Teufelswerkzeug“, so der Jurist. Jede PDL solle von ihren Mitarbeitern fordern, Gefahren rechtzeitig anzuzeigen. Diese Formulare sollten allerdings nicht im Schreibtisch verschwinden, sondern auf schnellstem Weg nebst einer persönlichen Stellungsnahme auf dem Schreibtisch der Geschäftsführung landen. Solchen Anzeigen könnten dann auch bei Personalbedarfsplanungen weiterhelfen.
Der lange Weg zum „Attraktiven Arbeitgeber“
Auf der Agenda stand außerdem das Thema Lebensphasengerechtes Arbeiten – Pflegen bis 67 Jahre. Das Projekt des Klinikum Karlsruhe wurde durch Sandra Lehnert präsentiert. Professor Anja Lüthy referierte darüber, wie Krankenhäuser zu attraktiven Arbeitgebern werden und was wir von anderen Branchen lernen können – kaum ein Auge blieb hier vor Lachen trocken. Der Vortrag von Markus Bossong und Andreas Heck des Ortenau Klinikum beschäftigte sich mit der EFQM Zertifizierung im Pflege- und Funktionsdienst.
Bei Ulrike Ambrosy mussten die Teilnehmer am zweiten Tag der LeadershipTage aktiv werden: Neben einem Impulsvortrag diskutierten sie in Kleingruppen über das Veränderungsmanagement – am Beispiel ausgesuchter Märchen, wie die Bremer Stadtmusikanten. Ideen, wie man als Führungskraft Löcher in der Personaldecke stopft und Engpässe meistert, gab es von Wolfgang Burkert, Stabsstelle Personalcontrolling der Oberschwabenklinik. Ein gemeinsames Abendessen von Pflegemanagern und dem CNE-Team rundete die Veranstaltung ab und ließ Raum für Diskussionen und persönliche Gespräche.

