Europa (2/10) Europas Kurs war klar nach Westen ausgerichtet. Der Stier, an dessen Hörnern sich die unschuldig entführte Europa festhielt, schwamm geradewegs nach Kreta. Dort verwandelt sich der Stier zum göttlichen Zeus. Die phönizische Königstochter Europa (Wortbedeutung: die „Weit-sichtige”) gebiert ihm drei Söhne, bis Zeus sie wieder verlässt. Auf Geheiß der Liebesgöttin Aphrodite wird der Erdteil, an dessen erster Insel der Stier an Land gegangen war, Europa genannt: „Tröste dich, Europa! Zeus ist es, der dich geraubt hat; du bist die irdische Gattin des unbesiegten Gottes; unsterblich wird dein Name werden, denn der fremde Weltteil, der dich aufgenommen hat, heißt hinfort Europa!” [1]. Die göttliche Affäre endet mit einem „happy end”: Mehr zu diesem Editorial...