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Gegenwartskünstler interpretieren Mensch und Medizin:

Ausstellung NETTER ARTCOLLECTION auf Tournee durch deutschsprachige Kulturmetropolen

Stuttgart, Juni 2001 - Köln und Dresden heißen die nächsten Stationen der Ausstellung NETTER ARTCOLLECTION. Jeweils mehrere Wochen können dann die Arbeiten von insgesamt 10 Gegenwartskünstlern zum Themenkomplex Mensch und Medizin, Leben und Tod in Galerien dieser Städte besichtigt werden. Zu sehen sind Werke von Rosemarie Trockel, Lawrence Weiner oder beispielsweise Peter Halley.

Für die NETTER ARTCOLLECTION haben sich diese Künstler auf Initiative des Stuttgarter Medizinverlages Thieme mit dem Werk des amerikanischen Medizinillustrators Frank H. Netter ausein-andergesetzt. Grundlage der NETTER ARTCOLLECTION bilden die "Farbatlanten der Medizin"(Georg Thieme Verlag, Stuttgart), die durch die Illustrationen des amerikanischen Grafikers Frank H. Netters weltberühmt geworden sind. Die insgesamt neun Bände der Atlantenreihe beschäftigen sich beispielsweise mit dem Herz-Kreislaufsystem, dem Bewegungsapparat oder den Geschlechtsorganen.

Die Aufgabe der 10 Künstler war es, die Einbände Netters "Farbatlanten der Medizin" neu zu gestalten. Jeder der Künstler hat sich mit dem Thema eines Netter-Bandes in acht Arbeiten auseinandergesetzt. Entstanden sind so über 80 Werke, von denen ein Querschnitt auf der Ausstellungstournee zu sehen sein wird.

Mit der Ausstellung NETTER ARTCOLLECTION thematisiert der Fachverlag Thieme das Spannungsfeld zwischen Kunst und Naturwissenschaft, das sich in den letzten Jahren vermehrt zum Gegenstand kultureller Auseinandersetzungen entwickelt hat. Galt die Kunst lange als "Fragenstellende" und die Naturwissenschaft als "Antwortgebende", sind die Rollen bei der NETTER ARTCOLLECTION vertauscht: Hier forderte erstmals ein naturwissenschaftlicher Fachverlag die Kunst auf, Antworten zu medizinisch-naturwissenschaftliche Fragestellungen zu geben.

Die Galerien, in denen die Ausstellung zu sehen sein wird, sind täglich von 11.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Die drei Tage stehen ganz im Zeichen der Kunst in der Heilkunst: Zum Auftakt starten die Ausstellungen mit einer Vernissage, eine Veranstaltung, die Wein- und Kunstgenuss verbindet, folgt am zweiten Tag der Ausstellungen und am dritten lädt der Verlag zu einem Kunstfrühstück mit Führung ein. Ein Gesamtportfolio aller Arbeiten ist bis zum Frühsommer 2001 im Stuttgarter Thieme Verlagshaus zu sehen.

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