|
|
|
Miniumfrage 1/09: Gold, Geld, gute Tat?
Was glänzt am hellsten?
Unser Artikel „Wer hat die besten Karten?“ zeigt, in welchen Fachbereichen und Ländern ein Arzt am ehesten so viel Geld verdient, dass er sich mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann als wohlhabend bezeichnen kann. Doch welche Rolle spielt für Sie der „pekuniäre Aspekt“ überhaupt?
Haben Sie sich auch deswegen für das Fach Medizin entschieden, weil Sie in Zukunft als Chefarzt oder niedergelassener Orthopäde oder Radiologe ein gutbetuchtes Leben führen möchten? Oder steht für Sie absolut in Vordergrund, dass Sie dieses Fach lieben, das Studium spannend finden und später mit ihrer Profession Menschen helfen möchten?

Geld oder Patient: Was ist wichtiger? Oder ist Beides gleich wichtig? Bild: ccvision/Thieme Compliance
Die Frage unserer aktuellen Umfrage lautete:
| Gehört der gute Verdienst zu Ihren primären Gründen, aus denen Sie Medizin studieren? |
Das Ergebnis der Umfrage:
Von 308 Teilnehmern sagten 57 ja, der gute Verdienst gehöre zu ihren primären Gründen, aus denen sie Medizin studieren. 237 Teilnehmer betonten, das Geld spiele bei der Berufswahl nicht die primäre Rolle. 14 Teilnehmer enthielten sich der Stimme.

Einige Teilnehmer verknüpften ihre Meinung mit einem Kommentar, von denen Sie hier eine Auswahl sehen:
Ja, der gute Verdienst gehört zu meinen primären Gründen, aus denen ich Medizin studieren:
| | • | In einem Beruf, für den man eine überproportional lange Studiendauer mit überproportional hohem Belastungsniveau auf sich nehmen musste, um später einmal in eine unterproportional niedrige Lohnstufe eingeteilt zu werden, ist schlechtweg sozial-ökonomisch ungerecht. Zudem ist die Arbeitsbelastung eines Arztes eine der höchsten überhaupt, und durchaus mit denen eines Top-Managers zu vergleichen (...). Das deutsche Gesundheitssystem darf sich nicht wundern, dass so viele Ärzte ins Ausland strömen, wenn die harten Arbeitsbedingungen und -belastungen nicht mit einem angemessenen Lohn (wenigstens halbwegs) ausgeglichen werden. |
| | • | Das ist nicht der wichtigste Grund, aber steht auf jedem Fall vorne auf der Liste. |
| | • | Ich möchte das so ausdrücken: Ich möchte gerne Menschen aus Situationen heraushelfen, aus denen sie nicht mehr allein herausfinden, und dass man mit dieser Arbeit, die richtig Freude macht, gutes Geld verdienen kann, ist ein sehr attraktiver Zusatzaspekt. |
| | • | Ich helfe gerne anderen Menschen und es ist eine große Motivation, das Studium überhaupt zu absolvieren. Aber ich muss ja auch davon leben. Und für die Verantwortung, die ich trage, will ich auch entlohnt werden! |
| | • | Hab's Examen geschafft und verdien 'nen Scheiß! |
Nein, der gute Verdienst gehört nicht zu meinen primären Gründen, aus denen ich Medizin studieren:
| | • | Ich studiere sicherlich nicht Medizin, um ein bestimmtes Gehalt am Ende des Monats auf meinem Konto zu begrüßen. Ich wünsche mir jedoch ein den zeitlichen Aufwand und die Verantwortung, die unser Beruf mit sich bringt, rechtfertigenden Lohn. |
| | • | Verdienst? Ist doch absolut lächerlich was man später als Arzt bekommt... Warum sollte man so was wegen Geld studieren... dann sollte man eher Jura oder BWL studieren und ins Investment-Banking gehen. Dort kann man sogar das Geld von anderen verzocken ohne selbst belangt zu werden. |
| | • | Ich denke nicht, dass der Verdienst zu den primären Gründen zählen sollte, warum man dieses Fach studiert. Viel mehr sollte einen doch der naturwissenschaftliche, aber auch soziale Anreiz begeistern können. |
| | • | Medizin ist eine Berufung. Ich hätte auch Medizin studiert, wenn ich soviel verdienen würde wie 'ne Kloputzfrau. |
| | • | (...) Es wird aber glaube ich längst Zeit, dass die breite Bevölkerung über den tatsächlichen Verdienst in Relation zu Stundenzahl/Verantwortung informiert wird. Hier herrscht möglicherweise noch das Klischee der Goldenen 70er/80er (Schwarzwaldklinik und co.) vor - mit sonnengebräunten, fast nur golfend zu sehenden "Ärzten". |
| | • | Bei mir ist es weniger das Helfer-Syndrom oder das Geld, auch nicht das Sozialprestige, sondern einfach das Interesse und die Neugier an und auf die Krankheitsbilder. Mir ist wichtiger, dass mir mein zukünftiger Job Spaß macht, als dass ich fett Kohle kriege. |
| | • | (...) Gut verdienen? Na ich weiß nicht, zumindest nicht in Deutschland. Außerdem denke ich, dass Medizin ein Stück weit eine Berufung ist. Entweder es ist wirklich das, was man machen will, oder man hat kaum eine Chance die Schikanen im Studium zu überstehen. Wenn man es nicht wirklich will, ist man meist spätestens zu Physikum draußen. |
| | • | Sicherlich ist ein (späterer) guter Verdienst ein netter Nebeneffekt. Aber aus diesem Grund heraus Medizin zu studieren würde mir nie genug Motivation geben, mich auf so ein Studium einzulassen. |
| | • | Es sind die recht sicheren Aussichten auf einen festen Job - unabhängig von der Bezahlung, die mich Medizin studieren ließen. |
| | • | Der gute Verdienst ist heutzutage für den Arztberuf nicht garantiert. Sicher gibt es reiche Ärzte, aber auch nicht wenige Ärzte, die unterm Strich kaum mehr Geld als ihre angestellte Schwester übrig haben. |
| | • | Eigentlich bin ich durch die politische Situation und die Verdienstaussichten, Budgetbeschränkung und Fallpauschalen der Krankenkassen eher in Sorge um meine finanzielle Zukunft. Wenn ich nicht so wahnsinnig von der Medizin begeistert wäre, würde ich aus finanzieller Sicht eher ein anderes Studienfach vorziehen. |
| | • | Die Zeiten sind vorbei, in denen man als Arzt mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr viel Geld verdient. Von daher kann der pekuniäre Aspekt bei der Studienwahl nicht ausschlaggebend sein. Selbst wenn man nicht unbedingt "reich" wird, muss man aber konstatieren, dass schon ein Assistenzarzt mit seinem Gehalt im oberen Bereich der Einkommensskala der Mittelschicht liegt. Dies ist sicherlich auch ein Privileg, aber das größte und entscheidende Privlieg meiner Ansicht nach ist die Möglichkeit, dieses Studium und diesen Beruf überhaupt ausüben zu dürfen. Das Wissen eines Arztes ist enorm, das berufliche Feld spektrumreich. Ich glaube, das zählt mehr als der Verdienst. |
| | • | mit 100% Überzeugung studiere ich Medizin, weil mich der Mensch interessiert und weil ich gerne Menschen helfe. Klar sollte die Bezahlung so sein, dass man gut davon leben kann - aber dies ist ja in der BRD auch so - deswegen bin ich vollkommen zufrieden! |
"Weiß nicht - ich bin unentschieden"
| | • | Es gibt sicherlich etliche Berufe in denen ich mit weniger Verantwortung, Aufwand und einer kürzeren Studienzeit zu deutlich mehr Geld käme. Ich studiere Medizin wegen der Menschen, weil es mir wichtig ist helfen zu können. Natürlich möchte trotzdem genug Geld verdienen um meiner Familie und mir ein angenehmes Leben ohne finanzielle Engpässe ermöglichen zu können. |
Ergebnis der Miniumfragen 2008
| |
| Neues bei Via medici |
Umfrage
Bafög, Eltern, Kfw: Wie finanzieren Sie Ihr Studium?
mehr >>
Via medici
Leserumfrage: Ihre Meinung ist uns wichtig! Machen Sie mit und gewinnen Sie.
mehr >>
Umfrage
Kennen Sie die Deutsche Medizinische Wochenschrift (DMW)?
mehr >>
PJ
Reif für's PJ - wenn der Brief vom LPA kommt.
mehr >>
|
|
|