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Schweizer und Deutsche
Kulturelle Unterschiede trotz gleicher Sprache
Redaktion Via medici online
"Geh doch heim ins Reich" titelt Spiegel online einen aktuellen Artikel über Deutsche in der Schweiz. Tatsächlich gibt es zwischen beiden Völkern wohl mehr kulturelle Unterschiede, als die meisten ahnen, wenn sie sich erwartungsfroh ins kleine Nachbarland aufmachen, um dort zu arbeiten.
Deutsche nicht willkommen?
Deutsche seien in der Schweiz viel weniger willkommen als sie selbst ahnen würden, schreibt Anna Imfeld von der Associated Press (AP). So können es durchaus passieren, dass deutsche Studenten nicht in Clubs eingelassen würden mit dem Hinweis, sie seien Deutsche. Auch der Spruch "Geh doch heim ins Reich!" sei tatsächlich gefallen - auf dem Sportplatz einer Schweizer Universität.
Andere Länder, andere Sitten
Die Deutschen würden in der Schweiz häufig als unhöflich und rüpelhaft angesehen - kein Wunder angesichts der unterschiedlichen alltäglichen Umgangsformen. So wird in der Schweiz zum Beispiel viel häufiger gegrüßt, nicht nur wenn sich zwei Ärzte auf dem Krankenhausflur begegnen, sondern auch an der Theke der Wurstverkäuferin, am Kiosk, beim Spaziergang und zuweilen sogar im Bus. Lautes Sprechen empfänden die Schweizer als unhöflich, ebenso die als eher persönlich gesehene Abschiedsfloskel "Tschüss", schreibt Jens Wiese in seinem Blog. Er arbeitet seit 6 Jahren als IT-Spezialist in der Schweiz. Bei den meisten Deutschen herrsche die große Ahnungslosigkeit, zitiert Spiegel online den Blogger. Sie hätten eine völlig falsche Vorstellung von dem Land und fänden die Sprechweise der Schweizer amüsant. Entsprechend würden die Deutschen häufig als arrogant angesehen.
Deutsche Medizinstudenten machen überwiegend gute Erfahrungen
Die Berichte deutscher Medizinstudenten, die im Nachbarland einen Teil ihres Praktischen Jahres absolviert haben, sind überwiegend voll des Lobes über die nette und gute Betreuung in den Kliniken. Die Deutschen schätzen die flachen Hierarchien und den kollegialen Umgang der Ärzte untereinander und mit dem Pflegepersonal. Womöglich machen sich die kulturellen Unterschiede erst dann richtig bemerkbar, wenn der Wohnort dauerhaft gewechselt wird und der Zugezogene versucht, Anschluss zu finden.
Dass es auch den Schweizer Ärzten zuweilen an Höflichkeit mangelt, haben mache Medizinstudenten auch schon erleben müssen. Um von Vorurteilen und Ressentiments mancher Schweizer gegenüber den deutschen Einwanderern nicht kalt erwischt zu werden, macht es Sinn, sich vorher etwas näher mit Land und Leuten zu befassen - unter Anderem mit der regelmäßigen Lektüre des Schweizblogs von Jens Wiese und den zahlreichen erhellenden und amüsanten Kommentaren der Leser dazu!
http://www.blogwiese.ch/
Weitere Linktipps
Geht doch heim ins Reich - Artikel bei Spiegel online
Blog von Jens Wiese
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