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Artikel vom 01. 04. 2008

Bundesärztekammerpräsident fordert Reform des Medizinstudiums

Unterversorgung von Patienten befürchtet

Redaktion Via medici online (MH)

Im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung fordert Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, dass das Medizinstudium reformiert werden müsse. Auch müsse bei der Auswahl der Studenten berücksichtigt werden, ob der Bewerber der Krankenversorgung treu bleiben möchte.

"Der Denkprozess, der im Medizinstudium gefordert wird, hat (...) damit zu tun, Rätsel zu lösen. Das Medizinstudium muss daher grundlegend reformiert werden." Mit dieser Aussage stellt Hoppe nicht nur das Prüfungssystem im Medizinstudium in Frage, das noch immer überwiegend durch schriftliche Prüfungen bestimmt wird. Darüber hinaus fragt sich Hoppe fraglich, "ob die Auswahl der Studierenden nach dem Abiturnotendurchschnitt noch richtig ist". Diejenigen Studenten, die ihre Zukunft in der Krankenversorgung sehen, müssten bevorzugt werden.

Hoppe begründet seine Forderung mit der Tatsache, dass derzeit etwa ein Viertel der Absolventen eines Medizinstudiums dem klassischen Arztberuf verloren gehen. Viele Mediziner wandern zum Beispiel zu Krankenkassen, Medizinischem Dienst oder Pharmaindustrie ab und fehlen dann in der Patientenversorgung. Hoppe befürchtet eine massive Unterversorgung der Patienten "wenn das so weitergeht".

   Externer Link zum vollständigen Interview

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