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Überflüssig: Medizinstudierende lehnen Medizinertest (TMS) ab
Medizinstudierende des Hartmannbundes tagten in Hamburg
Pressemitteilung des Hartmannbunds
Klare Position: Nach der Überzeugung der Medizinstudierenden im Hartmannbund ist der „Test für Medizinische Studiengänge" (TMS) überflüssig und sollte abgeschafft werden. „Wissenschaftliche Analysen und persönliche Erfahrungen haben gezeigt, dass die Ergebnisse des TMS mit dem Numerus Clausus übereinstimmen", sagte Constantin Janzen, Vorsitzender des Ausschusses Medizinstudierende im Hartmannbund, der mehr als 13.000 Studierende aus dem Verband vertritt.
„Der TMS ähnelt vielmehr einem IQ-Test und führt uns in der aktuellen Debatte um die Zulassungskriterien für das Medizinstudium nicht weiter. Wir brauchen angesichts des bundesweiten Ärztemangels vielmehr zielgruppenspezifische Auswahlkriterien, um interessierte junge Menschen für den kurativen Arztberuf zu finden", so Janzen weiter.
Der Ausschuss Medizinstudierende im Hartmannbund hat in seiner Arbeitsgruppe „Auswahlgespräche, NC & Co.", die im Rahmen der Ausschuss-Sitzung am 25. und 26. September in Hamburg tagte, vorgeschlagen, den NC als objektivsten Auswahlparameter zu belassen und jeder Uni Auswahlgespräche ans Herz zu legen. „Auswahlgespräche sollten flächendeckend in allen medizinischen Fakultäten eingeführt werden, da sie den persönlichen Kompetenzen der künftigen Ärzte deutlich gerechter werden", so Janzen. Wichtig sei den Medizinstudierenden im Hartmannbund aber auch, dass nicht nur Uni-Angehörige, sondern auch nicht-universitär tätige Ärzte – etwa aus den Ärztekammern – an den Auswahlgesprächen beteiligt würden.
Die anwesenden Universitätsvertreter des Hartmannbundes aus dem gesamten Bundesgebietes hielten darüber hinaus an ihren Forderungen fest, keine sogenannte Landarztquote einzuführen. So sollten die angehenden Mediziner nicht bereits vor dem Studium in ihrer persönlichen Freiheit beschnitten werden, sondern vielmehr nach dem Studium auf akzeptable Arbeitsbedingungen stoßen. Durchaus mit Aussicht auf Erfolg sei hier aber noch viel Arbeit zu leisten.
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