Medizinstudium
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Februar 2010
Schon lange steht das „Paukstudium Medizin“ in der Kritik. Muss das Medizinstudium also grundsätzlich umgebaut werden? Beim Symposium "Medizinstudium 2.0", das am 27. April 2010 stattfinden wird, diskutieren Vertreter aus Politik, Verbänden, Lehre und Forschung, sowie Studenten und Medien-Experten, welche Reformen und Innovationen das Medizinstudium in Deutschland zukunftsfähig machen können.
Dezember 2009
Das erste Dezember-Wochenende nutzten mehr als 400 Medizinstudenten aus ganz Deutschland, um nach Jena zu kommen. Auf Einladung der Fachschaft Medizin diskutierten sie auf dem Bundeskongress der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) über das Thema "Patienten in der Glaubenskrise - Vom Vertrauensverlust in die Mediziner".
November 2009
Im Vorfeld der Kundgebung der Mainzer Medizinstudenten am morgigen Donnerstag forderten die Hartmannbund-Vertreterinnen der Johannes-Gutenberg-Universität gemeinsam mit den Medizinstudenten des 10. Semesters die Rücknahme der Einschränkungen zu PJ-Leistungen.
Oktober 2009
Menschen sterben lassen zu können und sie dabei medizinisch zu begleiten, fällt vielen Ärzten schwer. Auch weil sie in ihrem Medizinstudium darüber nichts gelernt haben. Das soll sich nach einem neuen Gesetzentwurf des Bundestages ändern. Ab 2014 ist für die 2. Ärztliche Prüfung ein Leistungsnachweis erforderlich.
[bvmd] Bologna in der Medizin? Kaum vorstellbar ... auch für Medizinstudierende. Viele sind skeptisch, viele unsicher. Zu Recht!
September 2009
„Wir müssen den Weg in den Arztberuf wieder frei machen. Die Rahmenbedingungen für den Arztberuf müssen endlich so gestaltet werden, dass die angehenden Ärzte in der Betreuung und Behandlung von Patienten wieder ihrer Berufung finden. Es geht um die Motivation einer ganzen Generation nachwachsender Ärztinnen und Ärzte. Eine Gesellschaft des langen Lebens braucht Ärzte in Klinik und Praxis und nicht in anderen Berufsfeldern, sonst bricht die Versorgung ein“, mahnte Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer,.
August 2009
„Junge Ärztinnen und Ärzte sind durchaus motiviert, kurativ tätig zu werden. Als Gegenleistung für ihr hohes Engagement erwarten sie attraktive Arbeitsplätze. Darauf müssen sich die Krankenhäuser und die Gesellschaft als Ganzes einstellen, wenn sie junge Menschen für den Arztberuf in Deutschland gewinnen wollen“, betonte Dr. Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes, heute auf einem Symposium der Bundesärztekammer zur ärztlichen Versorgung.
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Die Verunsicherung im Hinblick auf die zukünftige Gesundheitspolitik ist groß. Patienten befürchten steigende Zuzahlungen und Zwei-Klassen-Medizin, Beschäftigte sorgen sich um schlechte Arbeitsbedingungen. Mit der Bundestagswahl am 27. September werden die Weichen für die Gesundheitspolitik der nächsten Jahre neu gestellt. Lesen Sie, wie die Parteien dieser Herausforderung begegnen wollen.
„Die Forderung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, die Studienplatzkapazitäten in der Medizin auszuweiten, geht in die richtige Richtung, greift aber zu kurz. Denn der Effekt einer solchen Maßnahme tritt erst mit einem Abstand von acht bis zehn Jahren ein, wenn die neu ausgebildeten Ärzte in der Versorgung ankommen. Für die aktuellen Probleme bei der Stellenbesetzung ist der DKG-Vorstoß keine Lösung. Das beste Mittel gegen Ärztemangel sind immer noch attraktive Arbeitsplätze“, betonte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes.
Juli 2009
Als "großen Schritt für eine bessere Mobilität der Medizinstudenten im Praktischen Jahr (PJ)" begrüßt Andreas Klär die heute in Berlin vorgestellte Ausbildungskooperation der Universitätsmedizin Göttingen mit den Helios Kliniken. Der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses Medizinstudenten im Hartmannbund weiter: „Dass die Kooperation einen Ortswechsel im PJ über die Bundeslandgrenzen hinaus möglich macht, wird den Wettbewerb unter den Lehrkrankenhäusern im Sinne der Ausbildungsqualität beeinflussen."
Der Marburger Bund (MB) kritisiert die Streichung der Aufwandspauschale für das medizinische Praktische Jahr (PJ) an allen Lehrkrankenhäusern der Universität Mainz. Die Universitätsleitung teilte in der vergangenen Woche Studierenden und Lehrkrankenhäusern mit, dass es zukünftig für die erbrachten Leistungen der Jungmediziner innerhalb des PJ keine Vergütung mehr geben solle.
Juni 2009
Rationierungen verursachen bei Ärzten zunehmend ethische Bedenken
Rationierungen im Gesundheitswesen sind schmerzhaft. Nicht nur für die Patienten, denen mitunter eine bestmögliche Therapie vorenthalten wird, nur weil das Geld knapp ist. Auch viele Ärzte, die sich als Anwalt für ihre Patienten begreifen, leiden unter dem Kostendruck.
Mai 2009
Die wichtige Reform der Turnusausbildung in Österreich droht im allgemeinen Kompetenz- und Meinungswirrwar der Gesundheitspolitik unterzugehen. Die Ärztekammer und das Ministerium haben verschiedene Vorstellungen wie sich die derzeitige Situation verbessern lässt.
März 2009
Leidet ein gesetzlich Krankenversicherter an einer lebensbedrohlichen Erkrankung, für die eine anerkannte medizinische Behandlung nicht zur Verfügung steht, kann er die Versorgung mit einem nicht zugelassenen Medikament beanspruchen.
Februar 2009
Mit einer finanziellen Förderung sollen Medizinstudenten unterstützt werden, die sich zu einer Niederlassung in unterdurchschnittlich versorgten Gebieten Sachsens entscheiden. Dazu haben die gesetzlichen Krankenkassen (AOK PLUS, Ersatzkassen, BKK MEDICUS, IKK Sachsen, Knappschaft), die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen und das Sächsische Staatsministerium für Soziales ein Programm zur „Studienbeihilfe“ entwickelt, welches rückwirkend zum 01. Oktober 2008 in Kraft tritt.
Niedergelassene Ärzte verweigern Kassenleistungen, fordern private Zusatzhonorare und drohen mit Praxisschließungen. Die „viel zu niedrigen Kassenhonorare“ ließen ihnen keine andere Wahl – so die Verlautbarungen, die man seit Anfang des Jahres in der Tagespresse lesen muss. Diese Geiselnahme der Patienten wirft ein trauriges aber bezeichnendes Licht auf Moral und Ethikvorstellungen von Standesvertretern und Teilen der Kollegenschaft. Zu Recht droht die Gesundheitsministerin ihnen mit dem Entzug der Kassenzulassung.
Studenten im Praktischen Jahr nehmen seit einigen Jahren an einem neuen Ausbildungsprogramm der Uni Heidelberg in Kooperation mit der Universität Tübingen teil. Evaluationen zeigen, dass dieses Unterrichtsmodell bei den Studenten sehr gut ankommt. Die Idee "Lernen durch Lehren" ist ganz besonders erfolgreich. Ein Interview mit den verantwortlichen Ärzten.
Auf den Artikel "Österreichischer Turnus wird abgeschafft" (Via medici online 26.1.2009) reagierten viele österreichische Medizinstudenten mit Fragen über den Wahrheitsgehalt und über das weitere Vorgehen. Ein Telefonat mit der Pressestelle der Ärztekammer Wien bzw. ihrer Rechtsabteilung unter der Leitung von Dr. Thomas Holzgruber konnte den Sachverhalt klären. Frühestens 2010 sind Änderungen möglich.
Januar 2009
Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) startet zusammen mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund eine Kampagne für ein besseres Praktisches Jahr. Wie Vertreter der Organisationen jetzt auf einer Pressekonferenz in Berlin bekannt gaben, hatten sich in der letzten Zeit vermehrt Studierende über ihre Ausbildung im PJ beschwert.
Januar 2009: "Was ist dagegen einzuwenden, dass ein gesunder Bürger eine seiner beiden Nieren zu einem nicht unerheblichen Preis verkauft?" fragt ein Wirtschaftswissenschaftler in der Fachzeitschrift "DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2008) und stellt damit ein ärztliches und gesellschaftliches Tabu in Frage. Ein Nierenexperte widerspricht ihm und hofft, dass eine offene Diskussion zu diesem Thema die Akzeptanz der legalen Lebendspende unter Verwandten und Bekannten erhöht:
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Literaturhinweis aus dem Georg Thieme Verlag |
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2008
Dezember 2008: Berlin- Bereitschaftsdienst bleibt Arbeitszeit: Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) wertet den heutigen Beschluss des Europäischen Parlamentes, der ein unverändertes In-Kraft-Treten des gemeinsamen Standpunktes des Ministerrates zur Revision der Arbeitszeitrichtlinie verhindert, als großen Erfolg.
Bereitschaftsdienst bleibt Arbeitszeit >>
Dezember 2008: Der Marburger Bund setzt sich seit Jahren für die Interessen von Ärztinnen und Ärzten ein. Dabei haben auch angehende Mediziner bereits während des Studiums ein Mitspracherecht: In ihrem eigenen Sprecherrat können engagierte Medizinstudenten sich für bessere Studienbedingungen einsetzen und dabei ihre Ideen und Wünsche vortragen und durchsetzen. Interview mit dem Vorsitzenden des Sprecherrates, Patrick Weinmann:
Interview mit Patrick Weinmann: Mitsprache ist wichtig>>
Dezember 2008: "Praxis zu verschenken!" "Bevölkerung ohne ausreichende ärztliche Versorgung!" Zu solchen Meldungen will es die Gesellschaft "Gesundes Kinzigtal" in ihrer Region gar nicht erst kommen lassen: Jungen Ärzten, die sich zum Allgemeinmediziner ausbilden lassen möchten, soll gezielt der südbadische Schwarzwald schmackhaft gemacht werden:
Förderprogramm für junge Allgemeinmediziner im Schwarzwald>>
November 2008: In Deutschland wird der Mangel an Chirurgen immer deutlicher und so tourt der Berufsverband der Deutschen Chirurgen - kurz BDC - seit einiger Zeit mit einer Informationsveranstaltung durch deutsche Unis, um neugierig zu machen, zu informieren und nicht zuletzt auch für das Fach zu werben. Am Mittwoch, den 12.11, hieß es in Bonn: "Nur Mut":
Nachwuchssuche bei den Chirurgen>>
November 2008: Extrem ungünstige Arbeitszeiten, Budgetierung und mangelhafte Vergütung ärztlicher Leistungen sind die häufigsten Gründe für angehende Mediziner, sich gegen eine Tätigkeit als Arzt in Deutschland zu entscheiden. 72,7 Prozent der Teilnehmer einer online-Umfrage der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität können sich vorstellen, nach ihrem Abschluss das Land zu verlassen. Die Forscher haben rund 4.000 Studierende deutschlandweit befragt.
Mitteilung der Uni Bochum >>
November 2008 - Im Rahmen des Bolognaprozesses soll ein "Europäischer Hochschulraum" mit einem zweistufigen Studiensystem und vergleichbaren Abschlüssen geschaffen werden. Was so abstrakt klingt, bietet für viele Studenten konkrete Chancen: So wird die Anerkennung von Auslandssemestern erleichtert, das Medizinstudium wird stärker interdisziplinär ausgerichtet sein. Doch es gibt ebenso konkrete Nachteile und Unsicherheiten. Via medici hat sich mit einem der studentischen Gutachter unterhalten.
zum Bologna-Interview
November 2008 - Als positives Signal hat die Krankenhausärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) die heutige Entscheidung des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten des Europäischen Parlamentes bewertet, der von der EU-Kommission und dem Rat angestrebten Revision der Arbeitszeitrichtlinie nicht zu folgen. Das vom Rat mitgetragene Kommissionsvorhaben sieht unter anderem eine Aufteilung der Bereitschaftsdienste in so genannte aktive und inaktive Phasen vor.
zur Pressemitteilung des Marburger Bunds
Oktober 2008 - Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Deklaration von Alma Ata finden im November 2008 Diskussionsveranstaltungen in fünf Universitätsstädten statt. Unter dem Titel "Gerechtigkeit - Gesundheit - Partizipation" möchte die Globalisation and Health Initiative (GandHI) der Bundesvertretung der Medizinstudierenden e.V. die Aufmerksamkeit auf das Konzept "Gesundheit für Alle" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lenken.
zur Pressemitteilung der bvmd
September 2008: Hotelservice am Patientenbett - Am Universitätsklinikum Heidelberg entlasten Hotelfachkräfte das Pflegepersonal: Die Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg schult ab sofort die neuen Serviceassistenten. Mit einem fröhlichen "Guten Morgen" zaubert Serviceassistent Paik Mekki der Patientin in Zimmer 2 der Neuroonkologischen Station des Universitätsklinikums Heidelberg ein Lächeln ins Gesicht.
Hotelservice am Patientenbett
August 2008: 10 Prozent mehr: So lautet das Ergebnis der monatelangen Honorarverhandlungen für die 150.000 Kassenärzte in Deutschland. 10 Prozent mehr: Das bedeutet auch eine Belastung von 2,5 Miliarden Euro - für die Kassen und damit für die Beitragszahler.
Hausärzte bekommen 10% mehr Honorar
August 2008: Die Finanzsituation vieler Krankenhäuser spitzt sich zu. Wirtschaftsexperten prognostizieren jeder dritten Klinik die drohende Insolvenz. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) ruft ihre Mitglieder deshalb zu einer Großdemonstration am 25. September 2008 in Berlin auf.
MB plant Großdemo: Lichter aus im Krankenhaus?
Juli 2008: Dem Verband der Cigarettenindustrie ist es in den letzten Jahrzehnten immer wieder gelungen, eine wirksame Tabakkontrolle in Deutschland zu behindern. Wie erfolgreich die Lobby-Arbeit war, zeigen interne Dokumente, die ein Experte in der Fachzeitschrift "Das Gesundheitswesen" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2008) vorstellt. Danach wurden Politiker mehrfach durch Gutachten oder Umfrageergebnisse getäuscht. Die Tabaklobby ist zufrieden: "Nur auf Deutschland kann man sich verlassen."
Wie die Tabaklobby die Politik in Deutschland beeinflusst.
Juli 2008: In Mecklenburg-Vorpommern ist jeder vierte Hausarzt älter als 60 Jahre. Schon heute finden rund 40 Hausarztpraxen keinen Nachfolger mehr. Die Universitätsklinik Rostock und die Kassenärztliche Vereinigung kämpfen jetzt gemeinsam gegen den drohenden Versorgungsmangel. Mit einer neuen Verbundweiterbildung für junge Ärzte und mit finanziellen Anreizen soll der Weg zum Facharzt für Allgemeinmedizin schmackhaft gemacht werden.
Mit verbesserter Ausbildung sollen junge Allgemeinmediziner gewonnen werden.
Juni 2008: Alte Diskussion in neuem Gewand: Wird die "inaktive Zeit" bei Bereitschaftsdiensten nun als Arbeitszeit gewertet und entsprechend honoriert, oder erhält ein schlafender Arzt kein Geld für seine bloße Anwesenheit im Krankenhaus. Nachdem 2004 in Deutschland das EuGH-Urteil umgesetzt wurde, das besagt, dass auch inaktive Bereitschaftszeit vergütet wird, haben sich nun die Arbeitsminister der 27 EU-Staaten auf einen neuen Richtlinienentwurf für die Arbeitszeit geeinigt.
Neuer Richtlinienentwurf zur Arbeitszeit: Werden inaktive Dienste auch zukünftig als Arbeitszeit anerkannt?
Juni 2008: Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) warnt die Arbeits- und Sozialminister der EU-Mitgliedstaaten vor einer Revision der Arbeitszeitrichtlinie. Bei der Sitzung des Rates der Europäischen Union am 9. Juni 2008 soll auf Betreiben der slowenischen Präsidentschaft über eine Änderung der Arbeitszeitrichtlinie samt Neubewertung der Bereitschaftsdienste entschieden werden. Diese Dienste sollen zukünftig nicht mehr wie bisher automatisch als Arbeitszeit anerkannt, sondern in so genannte „aktive“ und „inaktive“ Phasen unterteilt werden.
MB fordert: Keine Aufweichung des Patienten- und Arbeitsschutzes.
Juni 2008: Erst im Oktober 2006 hat die CDU in Hessen mit absoluter Mehrheit die Studiengebühren von 500 Euro durchgesetzt, im letzten Wintersemester wurden Sie schließlich eingeführt. Doch die "Ära Studiengebühren" ist in Hessen schon wieder beendet - SPD, Grüne und Linkspartei lösten mit der Abschaffung der Studiengebühren ihr Wahlkampfversprechen ein. .
Hessen schafft Studiengebühren wieder ab.
Mai 2008: Der Hartmannbund hat ein verbandsintern entwickeltes Konzept zum Kampf gegen den Ärztemangel vorgelegt. "Wir wollen der Politik ein wenig auf die Sprünge helfen", sagte Dr. Kuno Winn, Vorsitzender des Hartmannbundes. Als Ergebnis aus Gesprächen mit der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die dem Verband eine konzertierte Aktion vorgeschlagen hatte, liege nun mit "Als Arzt LANDen" ein Papier gegen den Ärztemangel in ländlichen Regionen Deutschlands vor.
Winn: Der Politik auf die Sprünge helfen
Mai 2008: Babyboom im Hochschulparadies? In Jena setzt die Hochschulleitung auf das „magische Dreieck“ aus Universität, Forschungseinrichtungen und Hightech-Industrie und will in engem Schulterschluss mit der Stadt ihre Personalpolitik konsequent an Familienfreundlichkeit ausrichten. Dies soll das „Studentenparadies Jena“, das ihr Rektor Prof. Klaus Dicke jüngst ausgerufen hatte, ergänzen.
Von paradiesischen Verhältnissen und Laboren für Schwangere
April 2008: Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) hat im Streit um die Anerkennung der „Arzt im Praktikum“-Phase (AiP) als einschlägige Berufserfahrung vor dem Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt in zweiter Instanz einen wichtigen juristischen Erfolg errungen. Dem klagenden Arzt stehen rückwirkend zum 1. Juli 2006 monatlich rund 350 Euro mehr an Gehalt zu.
AiP-Phase muss bei Vergütung berücksichtigt werden
April 2008 – Die Große Tarifkommission der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) hat dem am 8. April 2008 ausgehandelten Tarifvertrag für die rund 55 000 kommunalen Krankenhausärzte zugestimmt. „Der zweite Tarifvertrag des Marburger Bundes für die kommunalen Klinikärzte ist ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zu einheitlichen ärztlichen Arbeitsbedingungen in deutschen Krankenhäusern“.
Große Tarifkommission des Marburger Bundes stimmt Tarifeinigung zu
April 2008 (Berlin) – Bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Teilzeitstellen und geregelte Arbeitszeiten sollen den Chirurgenberuf vor allem für Frauen attraktiver machen. Denn noch immer hält die schlechte Vereinbarkeit des Berufs mit der Familie viele junge Ärztinnen davon ab, sich nach dem Studium für die Chirurgie zu entscheiden.
Chirurgie soll insbesondere für Frauen attraktiver werden
April 2008 – Ursachen von Fehlern in der Chirurgie beruhen weniger auf dem Verhalten von Einzelpersonen, als auf Mängeln im System. Dazu gehört auch zu viel Arbeit für zu wenig Menschen mit immer weniger Zeit. Welche Rahmenbedingungen notwendig sind, um Fehler in der Chirurgie zu vermeiden, diskutieren Experten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) im Rahmen des 125. Kongresses der DGCH. Der Chirurgenkongress findet vom 22. bis 25. April 2008 im ICC in Berlin statt.
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie fordert bessere Rahmenbedingungen
April 2008 - Der Tarifkonflikt der Klinikärzte ist beigelegt. Nach einem 26-stündigem Verhandlungsmarathon haben sich die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände auf eine Erhöhung der Ärztegehälter geeinigt.
Höhere Gehälter, sofortige Ost-West-Angleichung, keine Arbeitszeiterhöhung
April 2008 - Mit dem Gesundheitsschutz für Ärzte ist es schlecht bestellt, konstatiert der Marburger Bund Baden-Württemberg und veranstaltete im März ein eintägiges Symposium mit 120 Teilnehmern. Zwischen gesetzlichen Vorschriften und dem Arbeitsalltag in Krankenhäusern bestehen Diskrepanzen. Schuld daran sind aber nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch die Ärzte selbst.
Gesundheitsschutz im Krankenhaus
April 2008 - Im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung fordert Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, dass das Medizinstudium reformiert werden müsse. Auch müsse bei der Auswahl der Studenten berücksichtigt werden, ob der Bewerber der Krankenversorgung treu bleiben möchte.
Der Bundesärztekammerpräsident im Interview
März 2008 - Sechs Jahre neue Approbationsordnung, zwei Jahre Hammerexamen: Zeit Bilanz zu ziehen, welche Auswirkungen die Veränderungen auf die klinischen Semester und das Praktische Jahr im Medizinstudium haben. Experten, Ärzte und Studenten diskutieren beim PJ-Symposium in Mannheim .
Bericht über das Symposium in Mannheim
Februar 2008 - Kein Arzt an der Charité-Universitätsmedizin Berlin muss fürchten, dass eine geleistete Überstunde verfällt. Das macht der Vorstand der Charité jetzt deutlich.
Kostenträger sollen sich an den Tarifbelastungen beteiligen
November 2007 - Die Medizinstudenten beginnen deutlich schlechter vorbereitet das Praktische Jahr als ihre Vorgänger. Das Bundesministerium für Gesundheit teilte auf Nachfrage mit, dass dennoch nicht geplant sei, die Approbationsordnung zu ändern. Es sei ausdrücklicher Wunsch der Hochschulen gewesen, das Prüfungsgeschehen vor dem PJ selbst zu bestimmen.
Keine staatliche Prüfung vor dem Praktischen Jahr
November 2007 - Ergebnisse der PJ-Umfrage 2007: Im Vergleich zu 2005 hat sich wenig geändert, viele bemängeln die unzureichende Vorbereitung auf das PJ und würden gerne das Hammerexamen vor dem PJ schreiben. Lehrjahre sind keine Herrenjahre>>
November 2007 - 500 bis 600 Medizinstudenten und Assistenzärzte besuchten am 2. und 3. November den Kongress "Perspektiven und Karriere" in Berlin, der vom Deutschen Ärzteverlag veranstaltet wurde. Medizinabsolventen sind begehrte Zielgruppe>>
Oktober 2007 - Die Europäische Kommission hat sich mit Österreich darauf geeinigt, das Vertragsverletzungsverfahren gegen die Quotenregelung für fünf Jahre auszusetzen. .
Die Stellungnahme des Hartmannbundes
September 2007 - Als grundsätzlich begrüßenswert hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Kuno Winn, Pläne der Bundesregierung bezeichnet, Pflegeheimen die Anstellung eigener Ärzte zu ermöglichen. "Leider ist dies aber eine reine Phantomdiskussion, die in der Realität niemandem helfen wird", schränkte Winn gleichzeitig ein.
Die Stellungnahme des Hartmannbundes
September 2007 - Gute Niederlassungschancen für Hausärzte und Psychotherapeuten: Hausärzte können sich aussuchen, wo sie ihre Praxis eröffnen wollen. Selbst Ballungsräume wie Hamburg, Dresden, Stuttgart und Düsseldorf stehen ihnen derzeit offen, analysiert das Ärzteblatt in seiner jüngsten Ausgabe die Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigungen. Ganz schlecht sieht es für fachärztlich tätige Internisten und Chirurgen aus.
Mehr zu den Niederlassungschancen
August 2007 – Die Ärzte in Deutschland können jetzt per Mausklick Front machen gegen die Pläne der Bundesregierung, den Lauschangriff auf das Arzt-Patienten-Gespräch zuzulassen. Die vom Hartmannbund initiierte Online-Petition gegen das Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung kann noch bis zum 12. September im Internet gezeichnet werden.
mehr Infos und Link zur Online-Petition>>
August 2007 – 69 Prozent aller Hausärzte arbeiten mehr als 50 Stunden in der Woche, 27 Prozent gehen sogar mehr als 60 Stunden pro Woche ihrer Arbeit nach. Dies ist ein Ergebnis des GfK Ärzteklimaindexes für das zweite Quartal 2007, der auf einer vierteljährlichen Onlinebefragung von aktuell 424 Allgemeinmedizinern und Internisten in Deutschland basiert. Dieses Stimmungsbarometer dient der Bewertung des deutschen Gesundheitssystems aus Sicht der Ärzte.
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Juli 2007 – Der dreimonatige Ärztestreik hat im letzten Jahr nicht nur die Krankenversorgung an vielen Universitäten erschwert. Auch für die streikenden Ärzte war der Ausstand eine psychische und körperliche Belastung. Viele durchlebten einen Konflikt zwischen dem Wunsch nach besseren Arbeitsbedingungen und der moralisch-ethischen Verpflichtung, den Patienten zu helfen, schreibt ein Experte für Psychosomatik in der DMW "Deutsche Medizinische Wochenschrift" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2007).
weiter >>
Juli 2007 – Der im November 2006 beschlossene Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken gilt bislang nur für klinisch tätige Ärzte. Die forschenden Kollegen werden nach Meinung des Vorsitzenden des Marburger Bunds, Dr. Frank Ulrich Montgomery, eklatant benachteiligt.
Forschende Ärzte an Unikliniken werden benachteiligt>>
Juni 2007 – Im Streitfall um die Vergütung von Oberärzten hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) einen wichtigen juristischen Erfolg errungen. Heute (27. Juni) urteilte das Arbeitsgericht Kassel in einem vom Marburger Bund geführten Fall eines Oberarztes aus Kassel, dass ihm laut Ärzte-Tarifvertrag des MB die Oberarztvergütung zusteht (AZ 5 Ca 116/07). Das betroffene Klinikum Kassel hatte den Oberarzt eine Stufe tiefer in die Entgeltgruppe für Fachärzte eingruppiert. Dem Arzt werden damit monatlich mehrere Hundert Euro an Einkommen vorenthalten. Gleichzeitig übe aber der betroffene Arzt Oberarzttätigkeiten aus.
zur Pressemeldung des Marburger Bunds>>
Juni 2007 – Stoppen Sie den Lauschangriff auf Patienten und Ärzte!- Appell der Bundesärztekammer an die Länderchefs:
Die Bundesärztekammer hat an die Regierungschefs der Länder appelliert, den geplanten Lauschangriff auf Patienten und Ärzte abzulehnen. "Durch die Gesetzespläne der Bundesregierung wird das höchstpersönliche Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt grundsätzlich in Frage gestellt. Dies versetzt uns Ärzte in allergrößte Sorge", heißt es in einem Brief des Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, an die Regierungschefs der Bundesländer. Am Freitag (08.06.2007) wird der Bundesrat im ersten Durchgang den Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen beraten.
zur Pressemeldung der Pressestelle der deutschen Ärztschaft>>
Mai 2007 – CHE vergleicht Kredite für Studierende: Eine aktuelle Untersuchung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zeigt, dass die Angebote an Studienkrediten sich mit Blick auf die Konditionen deutlich unterscheiden. „Die individuellen Bedürfnisse der Studierenden müssen die Wahl bestimmen. Entscheidend ist nicht allein der Zinssatz, sondern insbesondere auch die Frage der Risikobegrenzung“, sagt der Leiter der Untersuchung, Ulrich Müller. Der Vergleich soll interessierten Studierenden als Entscheidungshilfe dienen.
zur Pressemeldung des Centrums für Hochschulentwicklung >>
18. Mai 2007 – Ein herber Schlag für die Verfechter des Projektes
zur elektronischen Gesundheitskarte: Der Deutsche Ärztetag hat sich in Münster gegen die Karte in ihrer derzeit geplanten Form
ausgesprochen. "Das Gesundheitsministerium sollte jetzt endlich so
konsequent sein, dieses Projekt endgültig einzustampfen", fordert
Martin Grauduszus, Präsident der kritischen Vereinigung "Freie
Ärzteschaft"
zur Pressemeldung der Freien Ärzteschaft>>
Berlin, 10. Mai 2007 – Der Ärzteverband Marburger Bund (MB) kritisiert eine zunehmende Stimmungsmache von Seiten der Politik gegen die Ärzteschaft. Diese reiche von gezielten Hetzkampagnen bis hin zu Gesetzentwürfen, die das ärztliche Berufsethos auszuhöhlen versuchten. So wird das Verhältnis zwischen Politiker und Wähler als schützenswerter definiert als das zwischen Arzt und Patient.
zur Pressemeldung des Marburger Bunds>>
Berlin, 26. April 2007 – Auf eine Ausweitung des Konzerntarifvertrages vom 14. Dezember 2006 einigten sich heute die HELIOS Kliniken GmbH und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB). Zudem einigten sich die Tarifpartner, die Ausbildungspauschale in Höhe von 400 EURO monatlich für Medizinstudenten im Praktischen Jahr (PJ) auf alle Kliniken zu übertragen. Die ergänzenden Regelungen treten zum 1. Mai 2007 in Kraft.
zur Pressemeldung des Marburger Bunds>>
München, April 2007 – Geht bei einer Operation etwas schief, wird die Verantwortung dafür häufig dem Chirurgen angerechnet. Nicht selten zu Unrecht, meldet die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH). Wo in einem Operationsteam Fehler auftreten können und wie diese verhindert werden, ist ein Thema auf dem 124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Dieser findet vom 1. bis 4. Mai 2007 im ICM München statt
zur Pressemeldung der DGCH>>
April 2007: Die Bundesärztekammer veröffentlichte am 18. April die Statistik der Behandlungsfehlervorwürfe aus dem Jahr 2006. Operative Therapieverfahren waren der häufigste Grund für eine Meldung an die Schlichtungskommissionen der Ärztekammern von Patienten und Angehörigen. Aufgeschlüsselt nach klinischen Diagnosen stand die Coxarthrose an erster Stelle. Insgesamt hat die Anzahl der außergerichtlichen Schlichtungsverfahren zum Vorjahr leicht abgenommen. Die Bundesärztekammer möchte aus diesen Daten Strategien ableiten, die die Patientensicherheit weiter erhöhen.
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April 2007: Der Spiegel widmet sich in seiner Ausgabe vom 02. April 2007 den Ärzten, genauer gesagt: den Oberärzten. Auch diese haben 2006 gestreikt, für bessere Arbeitsbedingungen aber auch für mehr Gehalt, nachdem sie sich "in den vergangenen Jahren als Verlierer des deutschen Krankenhaussystems erwiesen haben." Nun hatten sie sich 15% mehr Gehalt erstritten. Doch die Oberärzte haben die Rechnung ohne die Krankenhäuser und Kliniken gemacht.
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März 2007: Das aktuell beschlossene GKV-Modernisierungsgesetz (GKV-WSG) kann selbst führende gesundheitspolitische Meinungsbildner der Koalitionsparteien nicht überzeugen. Dies wurde bei der politischen Podiumsdiskussion im Rahmen des 9. Bundeskongresses der niedergelassenen Chirurgen am Samstag, den 3. März 2007 in Nürnberg deutlich.
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Februar 2007: Chancen in Brandenburg - während in den Ballungszentren wie Berlin Studenten der Medizin nur schwer die passenden Stellen für Famulaturen oder PJ finden und Mediziner in der Weiterbildung sehr viel Rennerei, Wartezeiten und kurzfristige Verträge in Kauf nehmen müssen, gibt es in Brandenburg jetzt mit neuen Weiterbildungsnetzwerken und freien Vertragsarztsitzen gute Alternativen und Berufsperspektiven vor allem für Allgemeinärzte
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Februar 2007: Das EU-Bildungsdachprogramm Sokrates wird umgetauft. Es heißt jetzt 'Lebenslanges Lernen' und wird mit doppelt so viel Geld gefördert wie bisher. 6,97 Millionen Euro stellt die Europäische Union jetzt dafür bereit, 40 Prozent davon sind für Erasmus bestimmt, eines der 4 Unterprogramme.
mehr zu Erasmus>>
Januar 2007: Der Arbeitskreis "Loser Zusammenschluss aktiver Studierender" (LZaS) der Friedrich-Schiller-Universität Jena ermittelte in einer Umfrage, dass die Mehrheit der Studierenden der FSU sich explizit gegen Studiengebühren ausspricht. Dieses Ergebnis steht im Widerspruch zu einer 2003 durchgeführten forsa-Umfrage, bei der eine Mehrheit der befragten Studierenden Studiengebühren befürwortete.
zu einer Zusammenfassung der Umfrage-Ergebnisse>>
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