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Ob Spiegel, Ärzteblatt, Nature oder Medical-Tribune, wir informieren Sie in unserem Pressespiegel über aktuelle Geschehnisse in Medizin, Wissenschaft, Uni und Gesundheitspolitik.
Der Pressespiegel wird werktags jeden Morgen aktualisiert. Hier finden Sie jeweils die Artikel der letzten vier Wochen.
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| Mittwoch, 08. Februar 2012 |
Warum der Mittelfinger so eine lange Leitung hat:
Neurowissenschaftler der Ruhr Uni Bonn konnten belegen, dass hemmende Einflüsse benachbarter „Fingernervenzellen“ die Reaktionszeit eines Fingers beeinflussen. Finger am Rand – also Daumen und kleiner Finger – reagieren deswegen schneller als der Mittelfinger, der dem „Störfeuer“ von je zwei Nachbarn pro Seite ausgesetzt ist.
Impfstoff gegen Altersdemenz entwickelt:
Mithilfe des (1-11)E2 werden Antikörper gegen das bei der Entstehung der Krankheit entscheidende Beta-Amyloid gebildet.
Hirn-Anomalien fördern Drogensucht:
Wer wird drogenabhängig und wer nicht? Nicht nur das soziale Umfeld spielt eine Rolle, haben US-Wissenschaftler herausgefunden. Auch Hirn-Anomalitäten können die Sucht fördern.
Unterkiefer aus dem 3-D-Drucker erfolgreich implantiert
:
Eine 83-jährige Patientin aus Belgien ist die erste Empfängerin eines kompletten Unterkieferimplantats, das vollständig mit einem sogenannten 3-D-Drucker hergestellt wurde. Die Operation, die bereits im Juni letzten Jahres stattfand, war erfolgreich. Die Frau konnte ihren neuen Unterkiefer aus dem Leichtmetall Titan schon am ersten postoperativen Tag nutzen.
| Dienstag, 07. Februar 2012 |
Diabetes: Blutzucker bei Befruchtung bestimmt Fehlbildungsrisiko:
Eine perikonzeptionelle Hyperglykämie könnte der wichtigste modifizierbare Risikofaktor für Fehlbildungen bei Kindern von Diabetikerinnen sein.
Eigennützig uneigennützig:
Männer versuchen Frauen mit ihrer sozialen Seite zu beeindrucken.
Dauerhusten: Botschafter einer Bronchitis:
Was steckt hinter dem schleimigen Husten eines Kleinkindes, der auch nach vier Wochen noch nicht weichen will? Amerikanische Pädiater haben dauerhustende Kinder bronchoskopiert und die mikroskopisch kleinen Verursacher untersucht.
| Montag, 06. Februar 2012 |
Kein Krebs in unterer Speiseröhre durch Bier und Wein:
Alkohol erhöht das Krebsrisiko. Was für viele Tumorentitäten bewiesen ist, trifft auf das Adenokarzinom der unteren Speiseröhre und der Kardia offenbar nicht zu, so eine italienische Studie. Doch Vorsicht: Für andere Teile des Magen-Darm-Trakt gelten andere Gesetze.
50 Jahre Kampf gegen Polio:
Kinderlähmung ist grausam: Seit 50 Jahren gibt es in der Bundesrepublik Deutschland eine Impfung gegen Polio, in der ehemaligen DDR noch länger. Die Krankheit konnte aber bis heute nicht ausgerottet werden.
Gehirn von Drogensüchtigen auf Abhängigkeit gepolt:
Störungen von Hirnarealen, die die Selbstkontrolle beeinflussen, könnte Menschen anfällig für eine Drogensucht machen. Eine Studie in Science zeigt angeborene Unterschiede zwischen Drogenabhängigen und Gesunden auf.
Trauma kann Leben positiv verändern:
Todesfälle, Scheidungen, Krankheiten, Kriege, Terror und Katastrophen lösen bei Betroffenen oft schwere psychische Probleme aus. Doch langfristig können traumatische Ereignisse das Leben auch in positive Richtung steuern.
| Freitag, 03. Februar 2012 |
Zahl der Krebserkrankungen steigt weiter:
Die Gefahr, in Deutschland an Krebs zu erkranken, ist neuen Zahlen zufolge gestiegen: Der Studie einer Krankenkasse zufolge soll die Zahl der Patienten bis zum Jahr 2050 sogar um 30 Prozent steigen. Eine wichtige Ursache: Die Menschen werden immer älter.
Diät-Getränke können Herzinfarkt-Risiko steigern:
Der häufige Griff zum Diät-Erfrischungsdrink könnte sich rächen: Eine Studie bescheinigt den künstlich gesüßten und kalorienärmeren Getränken eine fatale Wirkung.
Sportmedizin: Wie Massagen den Muskel heilen:
Eine Muskelmassage kann mehr als nur Verspannungen lösen und den Schmerz lindern. Untersuchungen in Science Translational Medicine (2012: 4: 119ra13) zeigen, dass die Knetbewegungen des Masseure bereits nach zehn Minuten Entzündungsparameter im Gewebe vermindern und sogar die Bildung neuer Mitochondrien stimulieren.
Blut aus Stammzellen
:
Einem französischen Forscherteam ist es erstmals gelungen, rote Blutkörperchen aus Stammzellen eines Menschen herzustellen - und ihm diese dann wieder zu injizieren. Ergebnis: Die Erythrozyten aus dem Labor überlebten ähnlich lange im Körper des Spenders wie natürliche rote Blutkörperchen - fünf Tage nach der Injektion waren noch über 94 Prozent übrig, nach 26 Tagen ungefähr 50 Prozent.
| Donnerstag, 02. Februar 2012 |
Länder bremsen bei PJ-Reform:
Abschaffung des Hammerexamens, mehr Mobilität im Praktischen Jahr: Die Pläne der Bundesregierung scheitern am Bundesrat - vorerst. Die Länder haben die Abstimmung auf unbestimmte Zeit verschoben.
Das Kältechaos greift den Körper an:
Die eisige Kälte aus dem Osten macht dem Organismus schwer zu schaffen: Sie strapaziert nicht nur das Immunsystem, sondern steigert auch das Risiko für Herzinfarkte, Thrombosen und Infektionen.
Ursache für Transportschäden an Lungen identifiziert:
"Unsere Forschungs-Ergebnisse eröffnen die einzigartige Möglichkeit, mit spezifischen Hemmstoffen einzugreifen und medikamentöse Therapien zu entwickeln, mit denen Ischämie-Reperfusions-Schäden in der Zukunft abgemildert werden könnten“, erklärt der Forschungsleiter der LMU München.
Frauen erinnern sich eher an positive Erlebnisse, Männer eher an negative:
Hauptsache positiv – nach diesem Motto scheint das weibliche Erinnerungsvermögen zu arbeiten. Denn laut einer Studie eines kanadischen Forscherteams erinnern sich Frauen besser an Positives. Männer dagegen speichern vor allem intensive Erlebnisse ab – und das besonders gut, wenn es sich um negative Erfahrungen handelt.
| Mittwoch, 01. Februar 2012 |
Also doch: Testosteron macht egoistisch:
Erhöhte Werte des männlichen Hormons Testosteron machen Frauen weniger kooperativ.
Abwehrzellen zielgenau aktivieren und bremsen:
Eine am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchte Substanz kann die Zellen der körpereigenen Abwehr stimulieren – bis auf einen bestimmten Typ von ihnen, den sie sogar gezielt hemmt. Weil die betreffende Klasse von Immunzellen, genannt „Th 17“, manchmal gesundheitliche Probleme verursacht, hoffen die Forscher auf vielfältige Einsatzmöglichkeiten für das Molekül.
Schwangerschaft: Rauchen plus Übergewicht ergibt Herzfehler:
Während Rauchen und Übergewicht allein keine Herzfehler auslösen, war die Kombination beider Risikofaktoren in einer Fall-Kontrollstudie in Heart (2012; doi:10.1136/heartjnl-2011-300822) mit einem deutlichen Anstieg von angeborenen Herzfehlern assoziiert.
Auf das Gewicht des Arztes kommt es an:
Übergewichtige Patienten sollten auch auf das Gewicht ihres eigenen Arztes achten. Denn dessen Body-Mass-Index beeinflusst offenbar die Qualität der Gesundheitsberatung.
| Dienstag, 31. Januar 2012 |
Ritalin kann bei Kindern Bluthochdruck verursachen:
Medikamente gegen ADHS stehen im Verdacht, den Blutdruck zu erhöhen. Mediziner raten deshalb: Kinder, die auf Ritalin angewiesen sind, sollten alle drei Monate ihren Blutdruck kontrollieren lassen.
Mit 45 steht das Risiko für den Infarkt-Tod:
Wie wahrscheinlich es ist, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, steht schon mit 45 Jahren fest. Wer sich bis zu diesem Alter gesund hält, darf auf die "Absolution" hoffen.
Krebs: Orale HPV-Infektion bei Männern häufiger:
Columbus – Jeder zehnte geschlechtsreife US-Amerikaner ist oral mit humanen Papillomaviren infiziert. Die Prävalenz ist nach einer Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2012; 307: 10.1001/JAMA.2012.101) dreifach höher als bei Frauen und aller Voraussicht nach für den Anstieg von Krebserkrankungen von Mundhöhle und Rachen verantwortlich.
Quicklebendige Dicke :
Wer sich von seinen Speckpolstern nicht trennen kann, muss nicht das Schlimmste fürchten. Forscher zeigen: Mit regelmäßigem Training kann man auch alt werden.
| Montag, 30. Januar 2012 |
Neue Heimat für Prionen:
BSE-Erreger können Artgrenzen leichter überspringen als gedacht und im Lymphgewebe überdauern.
Autismus bereits im Säuglingsalter erkennbar:
Zu den Kennzeichen der Autismus-Spektrum-Störungen gehört, dass die Kinder keinen kommunikativen Blickkontakt mit anderen Menschen aufnehmen können. Es fehlen auch die ereigniskorrelierten Potenziale (ERP), die nach einem Blickkontakt mit dem EEG auf der Kopfhaut über der Sehrinde abgelesen werden können.
"Mit Yoga oder Akupunktur die Tumorfatigue reduzieren":
Am 4. und 5. Februar 2012 findet in Berlin der "1. Kongress zur Integrativen Therapie des Mammakarzinoms" statt. Für Dr. Thomas Breitkreuz, Vorstandsmitglied der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland, markiert diese Veranstaltung einen Wendepunkt auf dem Weg zu einer Neuorientierung der Onkologie in Deutschland.
Die unheimliche Macht der Viren:
Schnupfenviren kennt jeder, Herpesviren auch. Dass die Mikro-Erreger neben Triefnasen und Lippenbläschen aber auch bei Übergewicht und einem Bandscheibenvorfall mitmischen können, ist neu. Und Forscher vermuten: Das ist längst noch nicht alles.
| Freitag, 27. Januar 2012 |
Koffein kann Östrogenspiegel steigern:
Bei Asiatinnen steigern zwei Tassen Kaffee am Tag den Östrogenspiegel. Bei farbigen US-Amerikanerinnen steigen die Hormonwerte nach dem Konsum koffeinhaltiger Getränke ebenfalls, während bei weißen US-Amerikanerinnen die gegenteilige Wirkung eintritt.
Narzissmus macht Männer krank:
Die übersteigerte Form der Selbstliebe macht nicht nur bei anderen unbeliebt, sondern schadet auch der eigenen Gesundheit. Zumindest das Stressniveau ist bei Männern mit derartiger Veranlagung höher, konnten US-Forscher nun zeigen.
Bewiesen: Schlechte Gene sind ein Grund für MS:
Dass Multiple Sklerose zum Teil genetisch bedingt ist, wurde schon lange vermutet. Jetzt ist Forschern der Beweis geglückt: Sie spürten ein Gen auf, das das MS-Risiko gleich um den Faktor 13 erhöht - und offenbar die Progression beschleunigt.
Morbus Basedow: OP versetzt Augen zurück:
Zu den heikelsten Gebieten der Chirurgie gehören Operationen, die hinter dem Auge durchgeführt werden. Etwa bei der endokrinen Krankheit Morbus Basedow, die ähnlich wie bestimmte Tumorarten den Augapfel nach vorne treten lässt, ist öfters eine Versetzung der Innenwände der Augenhöhle nötig.
| Donnerstag, 26. Januar 2012 |
Ärzte lehnen Cannabis-Clubs ab:
"Aufklärung und Drogenprävention statt Freigabe von Cannabis“ hat der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, den Parteien des Deutschen Bundestages empfohlen. Er reagierte damit auf einen Antrag der Linken im Gesundheitsausschuss des Bundestages, den Anbau und den Konsum über sogenannte Cannabis-Clubs zu legalisieren.
Wirkung einer Vitamin D-Gabe nur bei bestimmten Personengruppen und Patienten gesichert:
Ein positiver Effekt einer Vitamin D-Gabe ist heute nur in bestimmten Fällen gesichert: Zur Vorbeugung von Rachitis bei Säuglingen, für Menschen mit einer die Knochen erweichenden Osteomalazie, bei chronischer Niereninsuffizienz, Nebenschilddrüsenschwäche und zur Vorbeugung bei älteren Menschen, die Osteoporose- und sturzgefährdet sind - insbesondere bei Heimbewohnern.
Meningitis-Schutz für Jugendliche in Sicht:
Ein Impfstoff gegen Meningokokken B hat sich bei Jugendlichen in Chile als hochwirksam erwiesen. Die Zulassung der Vakzine ist auch in Europa beantragt.
| Mittwoch, 25. Januar 2012 |
Moderne Antibiotika: Der Schuss könnte nach hinten losgehen:
Neue Strategien im Kampf gegen Infektionskrankheiten gefährden möglicherweise die natürliche Immunität des Menschen.
Jod-Kontrastmittel können Schilddrüsenfunktion stören:
Der Verbrauch von jodhaltigen Kontrastmitteln hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten vervielfacht. Eine Fall-Kontroll-Studie in den Archives of Internal Medicine zeigt, dass es auch bei Patienten mit unauffälligen Laborwerten zu einer Störung der Schilddrüsenfunktion kommen kann. Neben einer Hyper- muss auch mit eine Hypothyreose gerechnet werden.
Chaos am Schreibtisch lässt einfacher denken:
Chefs sollten ihre Strategie überdenken, wenn sie von ihren Angestellten immer nur absolute Ordnung am Schreibtisch verlangen. Denn eine chaotische Arbeitsumgebung kann dabei helfen, einfacher zu denken, berichten Forscher der Universität Groningen.
Zelltherapie bringt Augenlicht zurück:
Aus humanen embryonalen Stammzellen hergestellte Epithelzellen können offenbar die Sehkraft verbessern. Die ersten beiden Patienten sind nun damit behandelt worden - mit beeindruckenden Erfolgen.
| Dienstag, 24. Januar 2012 |
Infektionswelle in der Uniklink Heidelberg:
Eine tödliche Infektionswelle sorgt an der Uniklinik Heidelberg für Unruhe. Bei drei Krebspatienten wurde nach ihrem Tod Anfang Januar das sogenannte RS-Virus gefunden.
Viele rauchen trotz Diagnose Krebs weiter:
Mehr Prävention und bessere Rauchstopp-Programme sind somit für Krebspatienten nötig. Gleiches gilt jedoch auch für Menschen mit geringem Einkommen und Bildung, wie eine weitere Studie verdeutlicht.
EMA: Erstes Medikament für Morbus Cushing:
Für Patienten mit Morbus Cushing, bei denen eine Operation nicht möglich ist oder nicht die erhoffte Wirkung erzielt hat, steht künftig erstmals eine medikamentöse Therapie zur Verfügung. Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat die Zulassung von Signifor (Wirkstoff: Pasireotid) empfohlen.
Naserümpfen - chemisch intolerant:
Wenn auch für Deutschland gilt, was Forscher für Schweden berichten, dann haben zwei Prozent der Bevölkerung durch alltägliche Gerüche starke Symptome. Schwedische Forscher haben nach der Ursache gesucht.
| Montag, 23. Januar 2012 |
Explosion im Genom verursacht Hirntumoren:
Eine Veränderung im Gen für das Protein p53, dem „Wächter des Genoms“, führt zu einer geradezu explosionsartigen Umlagerung großer Teile des Erbguts von Krebszellen.
Blackbox erstellt Leichen-Avatare:
Der Fortschritt der medizinischen Diagnostik und der 3D-Darstellung verändert den Arbeitsalltag von Forensikern, Chirurgen und Anatomieprofessoren. Zu den internationalen Vorreitern gehört Virtopsy, ein automatisiertes System zur Erstellung virtueller Autopsien, hinter dem Rechtsmediziner, Radiologen, Vermessungsingenieure und Informatiker aus Bern und Zürich stehen
Sonnencreme: Für Skifahrer besser einen Nachschlag:
Ein strahlend schöner Tag auf der Piste - jeder weiß, dass er da kräftig auf die Sonnencremetube drücken muss. Allerdings denkt nur jeder Fünfte daran , den Sonnenschutz rechtzeitig aufzufrischen.
Windpocken wirken subversiv – und das über Jahre:
Windpocken sind keine harmlose Kinderkrankheit. Jeden zweiten Erwachsenen trifft die Folgeerkrankung Gürtelrose. Die Schmerzen treiben einige sogar in den Suizid.
| Freitag, 20. Januar 2012 |
Antidepressiva erhöhen Sturzrisiko von Demenzkranken:
Demenzkranke, die im Pflegeheim mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) behandelt werden, erleiden dreimal häufiger als andere schwere Stürze. Das Risiko ist einer Studie im British Journal of Clinical Pharmacology dosisabhängig und steigt bei einer Komedikation mit Sedativa noch weiter an.
Menschliche Immunzellen reagieren empfindlich auf „Stress“:
Mainzer Wissenschaftler weisen multiplen DNA-Reparaturdefekt in Monozyten nach, die einem erhöhten Stresslevel ausgesetzt sind. Das könnte vor allem bei chronisch entzündlichen Erkrankungen einen protektiven Effekt haben.
Opioid verzögert den Samenerguss:
Mit einer vorzeitigen Ejakulation bereiten Männer weder sich selbst noch der Partnerin viel Freude. Opioide können den Samenerguss deutlich hinauszögern und eignen sich mitunter als Alternative zu SSRI.
Knie-TEPs bei immer mehr jungen Menschen:
Die Zahl junger Menschen, die wegen Kniegelenkarthrose ein künstliches Kniegelenk bekommen, wächst rasant, wie Forscher um Dr. Jarkko Leskinen vom Universitiy Central Hospital in Helsinki berichten.
| Donnerstag, 19. Januar 2012 |
Antipsychotika aktivieren HERV:
Eine Behandlung mit antipsychotischen Medikamenten kann humane endogene Retroviren (HERV) aktivieren. Antipsychotische Medizin bekommen Patienten mit Schizophrenie oder bipolaren Erkrankungen. Bei dieser Gruppe können Medikamente wie Valproinsäure wahrscheinlich über epigenetische Veränderungen im Genom die HERV-Aktivität beeinflussen.
Deutsches Trinkwasser ist "sehr gut":
Trinkwasser aus deutschen Wasserwerken ist fast immer einwandfrei. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Bericht zur Trinkwasserqualität des Bundesgesundheitsministeriums und des Umweltbundesamtes (UBA). Grenzwertüberschreitungen seien bei allen größeren Wasserwerken die Ausnahme.
Wann Marathonlaufen lebensgefährlich wird:
Immer mehr Menschen nehmen an Marathon läufen teil. Todesfälle sind dabei selten. Bei den Läufern sollten jedoch Herzkrankheiten ausgeschlossen sein.
„Pille“ lindert Menstruationsbeschwerden:
Die Dysmenorrhö, unter der vor allem junge Frauen leiden, bessert sich unter der Behandlung mit oralen Kontrazeptiva. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie in Human Reproduction.
| Mittwoch, 18. Januar 2012 |
Warum "drüber schlafen" nicht immer eine gute Idee ist:
Entgegen bisheriger Vermutungen verankern sich traumatische Erlebnisse deutlich stärker im Gedächtnis, wenn man danach schläft. Bleibt man wach, ist die Erinnerung daran weniger negativ, sagen amerikanische Wissenschaftler.
Zunge besitzt eigene Rezeptoren für Fettiges:
Was schon bisher vermutet wurde, haben nun Forscher bestätigt. Ihren Ergebnissen zufolge unterscheidet sich die Fähigkeit der Fettwahrnehmung von Person zu Person - vielleicht ein entscheidender Grund, warum manche Menschen deutlich mehr Fett essen als andere.
Darum sind Menschen intelligenter als Mäuse:
Forscher am Wiener Institut für Molekulare Biotechnologiehaben entdeckt, dass Stammzellen im menschlichen Gehirn mehr Neuronen bilden als bei Mäusen.
Gips verändert Gehirn:
Wenn der Arm nach einem Knochenbruch vorübergehend nicht bewegt werden kann, stellen sich bald auch Veränderungen im Gehirn ein.
| Dienstag, 17. Januar 2012 |
Eisenmangel im Jugendalter könnte Hirnentwicklung stören:
Erhöhte Transferrinwerte, ein Marker für einen latenten Eisenmangel, beeinflussen möglicherweise die Reifung des Gehirns in der Jugendzeit.
Visite – medizinisches Fachchinesisch – Abgang:
Gestresste Ärzte reden über, nicht mit dem Patienten. Zeit für eigene Fragen bleibt dem Betroffenen nicht. Ein Ratgeber für Mediziner zeigt: Es geht auch anders.
Jeder siebte Erwachsene hat Auto-Antikörper im Blut:
Antinukleäre Antikörper, die wichtigsten Marker für Autoimmunerkrankungen, sind weitaus häufiger als bisher angenommen. In einer US-Studie in Arthritis & Rheumatism wurden sie bei jedem siebten Erwachsenen im Blut nachgewiesen.
Wetterphänomen schafft Grundlage für die Mutation von Viren:
US-Wissenschaftlern zufolge begünstigt das Wetterphänomen La Niña die genetische Veränderung von Grippeviren: Die kühleren Verhältnisse über dem Pazifik veranlassen Zugvögel, die als Überträger der meisten Viren gelten, ihre Flugrouten zu verändern.
| Montag, 16. Januar 2012 |
Einsatz in der Dschungelklinik:
Medizin mit einfachsten Mitteln: Wenn kein Strom zur Verfügung steht, operiert Chirurg Christof Ihle nur mit dem Licht des Handys. Doch nicht nur das erschwert ihm seine Arbeit. In vielen Dörfern von Papua-Neuguinea ist der Glaube an Hexen weit verbreitet.
Hochdosis-Opioide könnten Schmerzgedächtnis löschen:
Opioide können nicht nur die Schmerzempfindung im Gehirn hemmen. In einer extrem hohen Dosierung waren sie in tierexperimentellen Studien in Science darüber hinaus in Lage, „Gedächtnisspuren“ im Rückenmark zu löschen.
Bauchspeicheldrüsenkrebs: Fleisch erhöht Risiko:
Einen Zusammenhang zwischen dem Essen von verarbeitetem Fleisch wie Speck oder Wurst und Bauchspeicheldrüsenkrebs haben Wissenschaftler des Karolinska Institutet hergestellt. Eine zusätzliche Menge von 50 Gramm pro Tag, das entspricht in etwa einem Würsten, soll das Krebsrisiko um 19 Prozent erhöhen.
PIP-Brüste kommen Frauen teuer zu stehen:
Schlechte Nachrichten für Frauen, die minderwertige PIP-Brustimplantate haben. Nicht nur, dass diese gesundheitsgefährdend sind: Die Betroffenen müssen sich auch noch auf hohe Kosten einstellen, wenn das Silikon entfernt wird.
| Freitag, 13. Januar 2012 |
Sport-Hormon bei Menschen entdeckt:
US-Forscher haben im menschlichen Körper ein neues Hormon entdeckt. Laut dem Bericht in Nature wird „Irisin“ nach sportlicher Aktivität von Muskelzellen gebildet. Es verwandelt weiße in braune Fettzellen.
Internetsucht verändert Gehirn nachhaltig:
Websüchtige zeigen ähnliche Veränderungen des Gehirns wie Menschen, die von Drogen oder Alkohol abhängig sind.
| Donnerstag, 12. Januar 2012 |
Selbst Hand anlegen lindert Nackenschmerz:
Eigene Übungen helfen praktisch ebenso gut gegen Nackenschmerzen wie Chirotherapie - und besser als Medikamente.
Französische Studie: Mehr Leukämiefälle bei Kindern nahe Atomkraftwerken:
Im Umfeld von französischen Atomkraftwerken ist laut einer Studie über einen Zeitraum von sechs Jahren ein deutlicher Anstieg von Leukämieerkrankungen bei Kindern festgestellt worden.
Wie Alkohol abhängig macht:
Nach dem Konsum von Alkohol schüttet das Gehirn Endorphine aus – Hormone, die glücklich machen. Bei Alkoholikern führt Alkohol zudem gleichzeitig zu einem starken Gefühl der Trunkenheit; ihr Gehirn hat offenbar gelernt, das Glücksgefühl mit den ethanolhaltigen Getränken zu verbinden.
Chirurgen mittleren Alters arbeiten am sichersten:
Unerfahrenheit ist zwar ein offensichtlicher Nachteil, Jahrzehnte im Beruf sind jedoch laut den Forschern genauso wenig erstrebenswert. Chirurgen in der Altersgruppe zwischen Ende 30 und Ende 40 arbeiten am sichersten.
| Mittwoch, 11. Januar 2012 |
Trauer als kardiales Risiko:
Die anekdotischen Berichte über Menschen, denen der Verlust eines engen Angehörigen das Herz gebrochen hat, erhalten durch eine Studie in Circulation ihre wissenschaftliche Untermauerung: Das Herzinfarktrisiko ist am Tag nach einem Trauerfall deutlich erhöht.
Männer sind tatsächlich wehleidiger:
Eine Erkältung als Höllenqual: Männer gelten als besonders wehleidig. Und das sind sie aus biologischen Gründen tatsächlich. Das haben britische Forscher jetzt herausgefunden.
Prostatakrebs: Jährlicher PSA-Test senkt Sterberate nicht:
Jährlich oder sporadisch: Egal, wie oft man einen PSA-Test macht - es spielt offenbar keine Rolle. Eine Langzeitstudie zeigt jetzt: Nach 13 Jahren sterben nahezu gleich viele Menschen an Prostatakrebs.
Wachkoma-Patienten kontaktfähiger als vermutet:
Das Ergebnis der Untersuchungen: Jeder Fünfte Wachkoma-Patient weist etwa in speziellen EEG-Verfahren Hinweise für bewusste Reaktionen auf, die Standardverfahren nicht erkennen. Die DGKN fordert daher, funktionelle Bildgebungsverfahren sowie spezielle elektrophysiologische Verfahren bei der Beurteilung von Wachkoma-Patienten häufiger einzusetzen.
| Dienstag, 10. Januar 2012 |
Restricted embryo growth 'predicts miscarriage risk':
The growth of an embryo during the early stages of pregnancy is linked to its risk of miscarriage, says a University of Nottingham study.
Lernen lässt das Gehirn extrem schnell wachsen:
Schon wenige Stunden Training reichen aus, um die Kapazitäten des Gehirns zu erweitern. Bisher gingen Forscher davon aus, dass ein solcher Umbau Wochen dauert.
Statine fördern interstitielle Lungenerkrankung bei Rauchern:
Die Einahme von Statinen könnte bei Rauchern die Entwicklung einer interstitiellen Lungenerkrankung (ILD) fördern. Diesen Verdacht nähren eine epidemiologische Untersuchung und experimentelle Befunde im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine.
Forscher blockieren krebsförderndes Eiweiß:
Medulloblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumore im Kindesalter. Münchner Forscher haben nun entdeckt, dass die Tumorzellen ein spezielles Eiweiß (FoxM1) brauchen, um ungehindert zu wachsen.
| Montag, 09. Januar 2012 |
Affen-Viren gegen Hepatitis C:
Ein genetisch verändertes Schnupfenvirus aus Schimpansen regt das Immunsystem des Menschen zum Kampf gegen die Erreger von Hepatitis C an. Weitere Studien sollen nun die Wirksamkeit des experimentellen Präparates erweisen.
Verdient das gute Cholesterin seinen Ruf?:
Ratlosigkeit in der Medizinerwelt: Anders als erhofft, führte in einer neuen Studie der Anstieg von „gutem“ HDL-Cholesterin im Blut nicht zu einem Rückgang der Gefäßerkrankungen.
Immer mehr Behandlungen im Ausland:
Zahnersatz aus Polen, Kuren in Tschechien, Physiotherapie in Italien – die Zahl der gesetzlich Versicherten steigt, die gezielt im europäischen Ausland Gesundheitsleistungen nachfragen.
Kognitiver Abbau bereits mit 45 Jahren:
Bisher gingen die Forscher davon aus, dass der geistige Alterungsprozess erst im Alter von 60 Jahren einsetzt. Eine Studie an Staatsangestellten im Londoner Regierungsbezirk zeigt jedoch, dass die Leistungsfähigkeit bereits ab dem Alter von 45 Jahren zurückgeht.
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