Medizinstudium
Bücher/Medien
Arzt im Beruf
![]() ![]() |
|
| Bisheriger Stand der Wissenschaft |
DRACO, also Double-stranded RNA Activated Caspase Oligomizers ist ein neues Oligomer, welches von Wissenschaftlern des MIT entwickelt wurde. Die Forscher, darunter auch Todd Rider sprechen sogar davon, dass DRACO selbst schwere Ausbrüche von neuen Viren wie dem SARS verhindern könnte.
Bereits seit 11 Jahren forschen die Wissenschaftler an der Entwicklung des neuen Medikaments. Zwar gibt es schon heute einige wenige Medikamente wie z.B. Protease-Inhibitoren, die bei HI-Viruserkrankungen eingesetzt werden. Häufig entwickeln die Viren jedoch Resistenzen gegen die Wirkstoffe.
| Wirkweise |
Wenn Viren eine Zelle befallen, dann übernehmen sie die zellulären Regulationsmechanismen, um sich selbst zu reproduzieren. Zu diesem Zweck bildet der Virus lange Stränge von doppelstrangiger RNA (dsRNA), die in natura weder in menschlichen noch in tierischen Zellen vorkommen.
Das gesunde menschliche Immunsystem bekämpft diese Fremd-RNA, indem Abwehrzellen an die dsRNA anhaften und eine Verteidigungskaskade in Gang setzen, um den Eindringling zur Strecke zu bringen. Und in diese Kaskade greift der Virus wiederum ein und trickst so die körpereigene Abwehr aus.
DRACO spürt nun gezielt Zellen auf, die die fremde RNA enthalten. Statt zu warten, bis die Verteidigungs-Kaskade des Immunsystems vom Virus unterbrochen wird, packt das Oligomer das Problem bei der Wurzel:
DRACO besteht aus zwei Proteinen, eines davon erkennt und bindet an die dsRNA, das zweite Protein induziert daraufhin sofort die Apoptose der infizierten Zelle. So hat der Virus keine Zeit, das Immunsystem auszutricksen.
Um im Körper an jede Zelle gelangen zu können, muss DRACO Zellmembranen passieren können. Zu diesem Zweck ist DRACO mit einer Transport-Markierung ausgestattet, die ihm die Passage durch alle Membranen erlaubt.
Und da das Proteinpaket nur infizierte Zellen zum Selbstmord zwingt, bleiben nicht-infizierte Zellen auch gänzlich unbeschädigt.
| Zukunftspläne |
Die Wissenschaftler des MIT haben DRACO bereits erfolgreich an menschlichen und tierischen Zellkulturen getestet. Welcher Virus dabei den Zellschaden verursacht hat, ist theoretisch nebensächlich. Denn die 15 verschiedenen Virusarten, die von den Forschern bei der Entwicklung von DRACO als Pathogen eingesetzt wurden, wurden allesamt von der neuen Protein-Kombination erkannt: vom Rhinovirus bis zum H1N1 bekämpfte DRACO alle verursachten Zellschäden.
Auch einen Test am lebenden Objekt hat DRACO mit Bravour gemeistert: Mäuse, die an einer H1N1 Influenza Infektion litten, wurden nach der Behandlung mit dem neuen Medikament vollständig geheilt. Als nächstes werden die Forscher des MIT DRACO an weiteren Mäusen testen, die mit verschiedenen Viren infiziert wurden. Ziel ist es, so Rider, die Zulassung für Tests an größeren Tieren und irgendwann für Studien am Menschen zu erhalten.
| Mein Studienort | |
|
|
| Neues bei Via medici | |
|
| Via Newsletter | |
|