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Artikel vom 21. 04. 2008

Qualifizierte Pflege schützt vor Mangelernährung

Unterstützung beim Essen als lästige Pflicht?

FZMedNews

Die Gefahr von Mangelernährung ist in vielen Krankenhäusern nach wie vor ein wichtiges Thema. Dabei ist eine ausreichende Ernährung die Voraussetzung für jeden Behandlungserfolg. Wer nicht mehr in der Lage ist, sein Essen selbst zu sich zu nehmen, wird vom Pflegepersonal dabei unterstützt.

Doch die Unterstützung von hilfebedürftigen, kranken Menschen ist vom Pflegepersonal im Krankenhausalltag oft nicht mehr zu bewältigen, kritisieren Maria Magdalena Schreier und Sabine Bartholomeyczik in der jüngsten Ausgabe der "Aktuellen Ernährungsmedizin" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2008).

Grund dafür seien nach Meinung der Pflegewissenschaftlerinnen der stetige Abbau von Pflegepersonal bei gleichzeitiger Ausweitung des Aufgabenspektrums. Obwohl die Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme "zu den zentralen Verantwortungsbereichen professioneller Pflege" gehöre, würden viele Pflegende dies als "lästige Pflicht" empfinden. So werde diese ungeliebte Tätigkeit gerne an Hilfskräfte, Zivildienstleistende oder Angehörige delegiert.

In einer Langzeitstudie mussten Pflegende in drei aufeinander folgenden Jahren angeben, welche Pflegetätigkeiten sie nicht ausgeführt hätten, obwohl sie notwendig gewesen wären. Erschreckend häufig nannten die Befragten dabei, dass sie die Unterstützung beim Essen weglassen mussten, beklagen die Experten. Der Stellenabbau in der Pflege von neun Prozent im Vergleich zu einem Anstieg der ärztlichen Stellen um 12 Prozent allein in den Jahren 2000 bis 2005 erschwere die Situation.

Dabei stände gerade das Pflegepersonal dem Patienten am nächsten. "Angesichts der Nähe zum Patienten und der Zeit, die Pflegekräfte mit den Patienten verbringen, müssen sie, wie kaum eine andere der beteiligten Berufsgruppen, die Ernährungssituation und potenzielle Risikofaktoren für eine Mangelernährung frühzeitig einschätzen können", betonen Schreier und Bartholomeyczik.

Den gesamten Artikel lesen Sie hier:

M. M. Schreier, S. Bartholomeyczik: Die Rolle der Pflege bei der Ernährung im Krankenhaus
Aktuelle Ernährungsmedizin 2008; 33 (2): S. 70-74


Mehr erfahren:

"Patient hat keinen Hunger" steht oft lapidar in der Patientenakte. Studien zufolge leiden 35-65 Prozent der Patienten im Spital an Mangelernähung. Zu selten wird versucht, die Ursachen zu finden. Die Basler Medizinstudenten beschäftigten sich einen Vormittag lang mit Malnutrition.

LinkMangelernährung bei Spitalpatienten: Ursachen müssen behandelt werden
 
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