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Narbenfreie transvaginale Cholezystektomie gelungen
aus klinikarzt 2007; 36 (6): 306
Stephanie Schikora
Weder offen noch laparoskopisch, sondern endoluminal hat kürzlich ein französisches Ärzteteam um Prof. J. Marescaux, Straßburg, einer 30-jährigen Patientin erstmals in einer "narbenfreien" Operation die Gallenblase über die Scheide entfernt.
Übersicht
| Klinischer Verlauf | hoch |
Nur eine zwei Millimeter durchmessende Hautinzision im hinteren Scheidengewölbe war notwendig, um das Endoskop für den Eingriff einzuführen. Die sogenannte "Operation Anubis" verlief ohne Komplikationen, Schmerzen hatte die Patientin fast keine, berichtete Marescaux. Nach 48 Stunden konnte sie das Krankenhaus wieder verlassen.
| Licht und Schatten | hoch |
Marescaux sieht diese endoluminale Cholezystektomie als äußerst wichtigen Schritt in Richtung einer gänzlich nicht-invasiven Chirurgie - eine Opertionstechnik, die praktisch keine Schmerzen nach dem Eingriff nach sich ziehe und einen leichten Zugang zu einigen Organen ermögliche. Da zudem die Bauchwand nicht verletzt werde, sei das kosmetische Ergebnis ideal.
Kritiker warnen jedoch vor dem Zugang in die Bauchhöhle über ein bakteriell besiedeltes Organ wie die Scheide oder den Magen, der Komplikationen wie Peritonitiden Vorschub leisten könne. Zudem seien die Narben nach einem modernen laparoskopischen Eingriff schon extrem klein und nach ein bis zwei Jahren kaum noch zu sehen, nahm PD Jürgen Zieren, Berlin, in der Ärztezeitung vom 14. Mai 2007 kritisch Stellung.
Quelle: Pressemitteilung "Operation Anubis - Die erste "narbenfreie Operation", herausgegeben von ircad, Institut der Recherche contre les Cancers de L'Apareil Digestif.
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