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Eigenes Nabelschnurblut bei Leukämie eingesetzt
Sechsjähriges Mädchen frei von Leukämiezellen
Redaktion Via medici online
Weltweit erstmalig wurde ein leukämiekrankes Kind mit dem eigenen Nabelschnurblut behandelt. Die Eltern des Mädchen hatten das stammzellreiche Nabelschnurblut bei der Geburt von der Leipziger Firma Vita 34 AG einfrieren lassen.
Als Dreijährige erkrankte ein Mädchen aus Oak Lawn im US-Bundesstaat Illinois an einer akuten lymphoblastischen Leukämie. Die eingesetzte Chemotherapie zeigte nur einen kurzfristigen Erfolg: Nach zehn Monaten breitete sich die Leukämie im zentralen Nervensystem aus. Die Ärzte entschieden sich gemeinsam mit den Eltern für eine zweite Chemotherapie mit Bestrahlung. Anschließend infundierten die Ärzte dem Mädchen Stammzellen aus dem eigenen Nabelschnurblut. Heute, 20 Monate später, ist die Sechsjährige rezidivfrei.
Weltweit haben bislang 1,3 Millionen Eltern das Stammzellblut ihrer Kinder einfrieren lassen. Für die Einlagerung berechnet beispielsweise die Vita 34 AG nach Angaben des Spiegels zwischen 2.000 und 2.400 Euro, jährlich ist dann eine weitere Lagerungsgebühr von 30 Euro zu bezahlen. Alternativ stehen Betroffenen öffentliche Blutbanken zur Verfügung. Hier wird Nabelschnurblut anonymer Spender gelagert und kostenlos zur Verfügung gestellt. Es gilt jedoch zu bedenken, das die Einsatzmöglichkeiten von Stammzellen aus Nabelschnurblut bislang noch sehr begrenzt sind.
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