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Immunsystem der Patienten überprüfen: Impfdosierungen individuell anpassen
40. Medizinische Woche vom 28. 10. bis 2. 11. 2006 in Baden-Baden
Baden-Baden - Die Bundesregierung fordert seit Mitte dieses Jahres eine generelle Impfpflicht in Deutschland. In fast allen europäischen Nachbarstaaten müssen Kinder eine Komplettimpfung für einen Kindergartenplatz vorweisen. Die Datenlage, welche Auswirkungen Impfstoffe auf das Immunsystem haben können, ist jedoch dürftig und bietet Kritikern und Befürwortern viel Raum. Die Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde (EHK) greift in der Vortragtagung "Prävention durch Impfen - leben wir damit besser?" im Rahmen der 40. Medizinischen Woche in Baden-Baden dieses kontrovers diskutierte Thema auf.
Übersicht
| Impfvorschriften kritisch hinterfragen | hoch |
Problematisch an einer generellen Impfempfehlung ist, dass "die Antigendosis standardisiert und auf ein 'Normimmunsystem' zugeschnitten" ist, erläutert Dr. med. Peter Vill, niedergelassener Allgemeinarzt für Naturheilverfahren und Schriftführer der EHK, im Vorfeld der 40. Medizinischen Woche. Jedes Immunsystem reagiert anders auf krankmachende Faktoren. Ein gesunder Organismus hat beispielsweise mehr Antikörper parat, um Krankheitserreger abzutöten, als ein geschwächter. Es gibt daher immer wieder Menschen, für die die normierte Impfdosis entweder zu niedrig oder zu hoch ist, was zu einem nicht ausreichenden Schutz oder zu Impfschäden führen kann.
Vill fordert daher vor einer Impfung "die Immunreaktionsbereitschaft des jeweiligen Impflings zu überprüfen". Nur so könne die optimale Dosis des Impfstoffes berechnet werden. Stimmt die Dosis, bildet das menschliche Immunsystem die spezifischen Antikörper und hat damit einen ausreichenden Impfschutz - ohne die Gefahr von schädigenden Entzündungsreaktionen. Experten fordern deshalb in Baden-Baden, die praktizierten Impfvorschriften kritisch zu hinterfragen. Sie diskutieren auch über eine bessere elterliche Impf-Beratung und alternative Wege, um einen wirksamen Schutz vor Infektionskrankheiten aufzubauen.
Welche präventiven Maßnahmen sinnvoll und notwendig sind, ist thematischer Schwerpunkt der 40. Medizinischen Woche vom 28. Oktober bis 2. November 2006 in Baden-Baden. Ärzte und Zahnärzte treffen sich eine Woche lang zum weltgrößten Kongress in der Komplementärmedizin. Das Leitthema lautet dieses Jahr "Vorsorge statt Nachsorge - Prävention mit Komplementärmedizin". Veranstalter ist die Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V., die ein breites Spektrum an Weiterbildungen in der Komplementärmedizin bietet. Erwartet werden rund 4700 Teilnehmer, die in Kursen, Seminaren, Vorträgen und Workshops von fast 400 Referenten Einblick in die vielfältigen Therapiemöglichkeiten erhalten. Eine Fachmesse mit 200 Ausstellern ergänzt die Informationsveranstaltungen.
Weitere Informationen zur Medizinischen Woche:
www.medwoche.de
Vortragsreihe der Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde
3. Tagung: Prävention durch Impfen - leben wir damit besser? Montag, 30. Oktober 2006 14.30 bis 18.30 Uhr Kongresssaal I Tagungsvorsitz, Dr. med. Peter Vill, Erlangen
mit den Themen:
| | • | Von Pocken bis Pneumokokken - wohin führt die inflationäre Impfempfehlung? |
| | • | Das Impfschicksal des Individuums - beeindruckende Fälle! |
| | • | Ohne Komplettimpfung kein Kindergarten - pro und Contra Impfpflicht |
| | • | Prävention durch Autovaccine - Eine Alternative oder eine Ergänzung? |
| | • | Die Dosis macht das Gift - Gibt es eine homöopathische Impfung? |
| Via medici: Pro und contra Impfen | hoch |
In Via medici 4/06, der Zeitschrift für Medizinstudierende und junge Ärzte, informiert die Redaktion über Impfdefizite und -schäden und gibt wertvolle Tipps. Als Ergänzung kommen Online zwei Experten zu Wort: Dr. med Josef Geisz aus Wetzlar als Impfbefürworter und Dr. Jenö Ébert aus Neusäss als Impfkritiker. Mit welchen Argumenten sie ihre Haltung begründen, lesen Sie hier:
Pro und Contra Impfen
Zu Via medici 4/06
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