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Artikel vom 26. 09. 2006

Lungenentzündung: Todesursache Nr. 1 bei Kindern

Neue Studie von UNICEF und der World Health Organization warnt vor der verkannten Gefahr Pneumonie

New York/USA, 18. September 2006. Pneumonie ist die weltweit häufigste Todesursache bei Kindern. Eine heute von UNICEF und der WHO veröffentlichte Studie bestätigt dies. Besonders betroffen sind Kleinkinder unter fünf Jahren, bei denen die Lungenentzündung häufiger als AIDS, Malaria und Masern zusammen zum Tode führt. Weltweit sterben jährlich schätzungsweise zwei Millionen Kinder an dieser Krankheit. Der Studienbericht „Pneumonia: The Forgotten Killer of Children” fordert deshalb den schnellen Ausbau von Präventions- und Therapiemaßnahmen.

UNICEF stellt den Pneumonie-Bericht auf dem heutigen "Child Survival Symposium" in New York vor, das sie zusammen mit der norwegischen Regierung und dem Fachmagazin The Lancet veranstaltet. Führende Experten aus aller Welt diskutieren dort, wie sie das UN-Millenniumsentwicklungsziel Nr. 4 schneller erreichen können. Dieses sieht bis 2015 eine Senkung der Kindersterblichkeitsrate um zwei Drittel vor. Würde dabei der Prävention von Kindern mit hohem Pneumonierisiko eine höhere Dringlichkeit eingeräumt und deren Therapiesituation entscheidend verbessert, könnten jährlich 1,3 Millionen Kinderleben gerettet werden. Der Bericht fordert alle Staaten dazu auf, mehr Initiative zu ergreifen: Vorbeugende Maßnahmen, wie Impfungen, sollten schnell und global zum Einsatz kommen, um die Leben von Millionen von Kindern zu sichern.

Hauptverursacher von Lungenentzündungen in der Dritten Welt ist das Bakterium Streptococcus pneumoniae. Auch der Erreger Haemophilus influenzae Typ b (Hib) führt häufig zu der lebensbedrohlichen Krankheit. Es gibt bereits Impfstoffe, die beide Bakterien außer Gefecht setzen. Diese Schutzimpfungen werden jedoch noch nicht flächendeckend angewandt. Weltweit engagieren sich deshalb zahlreiche Organisationen für eine bessere Pneumonieprävention in den betroffenen Gebieten. Hauptakteure sind unter anderem die GAVI Alliance, die GAVI’s PneumoADIP, die Hib Initiative und PATH.

 
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