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Eine unvergessliche mündliche Prüfung

29. Mai 2012

 Ruhig und entschlossen ziehe ich den Reißverschluss meiner Jacke zu. Ein letzter Blick in den Rucksack: blütenweißer frischer Arztkittel, Stethoskop, Reflexhammer, Augenlampe und EKG-Lineal, für den Fall der Fälle noch zusätzlich ein Maßband und ein Winkelmesser. Untersuchungstechnisch bin ich perfekt ausgestattet. Auf meinem Schreibblock habe ich mir bereits ein grobes Schema für Anamnese, Befunde und Epikrise notiert. Der Standard-Vordruck des Dekanats wurde in einem Anflug von stolzem Eigensinn und gesundem Menschenverstand auf Grund seiner unangemessenen Ausführlichkeit in den Papierkorb verbannt. Meine heutige Mission: Der mündliche Teil meiner 2. Ärztlichen Prüfung!

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Ansichten einer frischgebackenen Ärztin

22. Mai 2012

Wer von euch kennt es schon, dieses Gefühl? Diese Süße, diese beflügelnde Leichtigkeit, die das Herz jubilieren lässt, während der Brustkorb beziehungsweise Thorax vor machtvollem Stolz zu zerspringen droht? So ungefähr sieht das Innenleben einer jungen, unverbrauchten Ärztin just nach Vollendung ihres langen, mühevollen Studiums aus.

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In der Realität sieht die Wirklichkeit ganz anders aus

21. Mai 2012

Jetzt beginne ich doch damit, Fremden im Internet mein Leben anzuvertrauen. Obwohl ich mich gerade noch zur Generation facebook zählen könnte, gehöre ich nicht zu den Leuten, die ständig posten, wo sie sich gerade befinden oder was sie momentan mit wem unternehmen. Ich proste lieber, proste mir zu, dass ich doch noch einen Studienplatz bekommen habe.

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Ein letztes Mal Vorklinik

3. Mai 2012

 

Kaum vier Wochen ist es vorbei, aber mir kommt es vor wie eine Ewigkeit. Das Physikum ist in weite Ferne gerückt, das neue Semester  hat mich voll und ganz eingenommen. Und doch werde ich mich nun noch ein letztes Mal mit der Vorklinik befassen. Hier kommt ein kleiner Rückblick auf die Lernzeit mit den Endspurt-Skripten.

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Kunst und Gehirn

19. März 2012

Der Angstschrei

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Foto: Rike/ pixelio.de

Sie steht am türkisblauen Meer, blickt in die Ferne… Vor ihr dunkles Gestein. Es drückt die Stimmung. Sie trägt ein weißes Kleid. Ihre blonden langen Haare umspielen ihren Rücken. Ihr Gesicht ist nicht zu sehen und doch weiß man, dass sie traurig ist - sehr traurig. Seltsam, wie ein Bild einen Gemütszustand darstellen kann ohne dass auch nur ein einziges Gesicht darauf zu sehen ist. Vielleicht ist es die Situation, die uns die Stimmung verrät? Doch sie steht einfach nur da, kehrt uns den Rücken zu und blickt
aufs Meer. Sie könnte auch fröhlich sein. Außer ihr, dem Meer und den Steinen ist auf dem Bild nichts zu sehen… Das ist das faszinierende an der Kunst. Alleine die Farben, die Körperhaltung, und die Stimmung die durch diese Farben gezeichnet wird, all das zeugt von Melancholie - fernab von Fröhlichkeit. Den ganzen Beitrag lesen »

Wie Computer vom Hirn lernen

8. März 2012

In unserer Redaktion arbeitet jeder an seinem eigenen Computer. E-Mails werden verschickt, Texte geschrieben oder bearbeitet, im Internet wird recherchiert. Die Arbeit ohne diese elektronische Hilfe kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Wie genau so ein Rechner aber funktioniert, weiß ich nicht. Ihren Aufbau stelle ich mir extrem komplex vor. Wie wenig ich von Computern verstehe, merke ich besonders, wenn es mit meinem Exemplar mal Probleme gibt. Dann bin ich ratlos und muss meinen Bruder um Hilfe bitten. Doch es gibt etwas, dass noch viel komplizierter aufgebaut ist, als ein Computer: Unser Gehirn! Unser ZNS ist ein wirkliches Erfolgsmodell: Relativ klein, sehr effizient und mit atemberaubenden Fähigkeiten ausgestattet. Wir können visuelle Eindrücke aufnehmen und daraus Schlüsse ziehen. Wir erkennen Zusammenhänge und leiten daraus unser Handeln ab. Der Mensch kann zahlreiche Anforderungen parallel erkennen und darauf reagieren. So können wir gleichzeitig sehen, riechen, reden, verstehen, interpretieren und handeln – wir sind also Künstler des Multitasking. In diesem Bereich hinkt uns der Computer klar hinterher. Er kann uns zwar im Schach besiegen und ist uns rechnerisch oft weit überlegen, doch viele Informationen parallel zu verarbeiten überfordert ihn. Daher verfolgen Wissenschaftler das Ziel, die Funktionsweise unseres Gehirnes auf den Computer zu übertragen und ihn so breiter einsetzbar zu machen.

Physiker der Universität Bielefeld konnten zeigen, dass ein neues Speicherbauteilchen – ein Memristor – Eigenschaften unserer Nervenzellen nachahmen kann. Der Begriff Memristor kommt von den Worten memory (Speicher) und resistor (elektrischer Widerstand). Memristoren bestehen aus winzigen Drähten, die elektrischen Strom leiten. Sie können ihren Widerstand und somit auch ihre Leitfähigkeit stetig ändern. Werden sie viel gebraucht, senkt sich der Widerstand und die Leitfähigkeit wird verbessert. Schlechter leitet ein Memristor wenn er wenig genutzt wird und sein Widerstand demzufolge steigt. Seine „Einstellungen“ merkt sich das Speicherbauteilchen jederzeit. Genau gleich funktionieren auch die menschlichen Neurone. Wird eine Synapse vermehrt genutzt, wird ihre Effizient gesteigert. Bei verminderter Aktivierung, wird ihre Übertragung abgeschwächt. Lernen verbessert also durch eine wiederholte Aktivierung einer neuronalen Verbindung deren Übertragung. Je öfter wir etwas gelernt haben, umso besser können wir es mit der Zeit auch wieder abrufen.
 
Doch was erhoffen sich die Forscher von den Memristoren? Mit der Hilfe von Memristoren sollen Computer entstehen, die selbstständige Entscheidungen treffen. Die von der eigenen Programmierung abweichen können, wenn sie merken, dass eine neue Verbindung öfter verwendet wird als eine vorherige. Raumfahrtsonden könnten z. B., wenn sie ein fremdes Objekt mehrfach registrieren, selbst „entscheiden“ Daten darüber zu sammeln. Angelernte Computer könnten durch ihre „Erfahrung“ Krankheiten diagnostizieren. Viele Beispiele hätten ihnen beigebracht, welche Krankheiten bei welchen Symptomen wahrscheinlich sind. Mit genügend Erfahrung könnte der Computer forschen indem er Untersuchungen vorschlägt und simuliert. Zudem könnte er  Musik komponieren oder Bücher schreiben.

Da bleibt die Frage: Wozu braucht es da eigentlich noch den Menschen? Vielleicht nur noch, um defekte Computer zu reparieren? Oder könnten sie das auch selbst? Ich bin froh, dass wir von der Entwicklung „menschlicher Computer“ noch ein Stück weit weg sind. Denn ich habe ein besseres Gefühl dabei, ein Buch von einem Menschen mit Erfahrungen, Erlebnissen und Gefühlen zu lesen, als eines, dass von einem Computer geschrieben wurde. Gleich geht es mir beim Hören von Musik. Der Beruf des Arztes würde durch die Superrechner auch überflüssig. Wahrscheinlich auch der eines Medizinredakteurs – und alle anderen Berufe. Was würden die Menschen dann mit der vielen freien Zeit anfangen? Vielleicht noch bessere Computer konstruieren …

Antonia

Quelle:http://www.n-tv.de/wissen/Memristoren-imitieren-graue-Zellen-article5634036.html

Die Macht der Illusion

24. Januar 2012

Was ist das Wichtigste im Leben? Darauf gibt es verschiedene Antworten: Glaube, Liebe, Reichtum, Glück… Evolutionsbiologen würden an dieser Stelle einwerfen, dass es in Wahrheit nur um die Erhaltung der Art geht und noch wichtiger: Die großzügige Weitergabe der persönlichen Gene.

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Weihnachtsblog

22. Dezember 2011

Weihnachtsblog

Jetzt ist es da – das große Fest. Es weihnachtet von allen Seiten. Wirklich allen. Meine Frage an euch Leser: Hat euch der Advents-Wahn auch angesteckt oder seid ihr resistent? Hier eine kurze kommentierte Auflistung des Angebots, das seit einigen Wochen auf uns einprasselt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

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Maggie träumt…

21. November 2011

Ich habe einen Traum. Ich sehe Menschen in hellen und weiten Räumen, die miteinander sprechen. Nicht gehetzt, sondern so lange wie es Zeit braucht und empathisch zugewandt. Ich sehe junge Ärzte - Anfänger - die nachts ruhig schlafen, weil auf Station ein Mentor auf sie wartet, der zeigt, “So wirds gemacht!”. Ich sehe Patienten, die sich in guter Obhut wissen, zufrieden sind und nicht ständig meckern müssen. Ich sehe ein Team - vollbesetzt - aus Schwestern, Ärzten und Pflegern, die miteinander Kaffee trinken und sich keiner von ihnen ständig am Ego kratzt. Ich sehe eine Klinikleitung, die lieber in Personal statt in den Eingangsbereich investiert und eine Krankenhauskantine mit Essen, das schmeckt, auch ohne vier Sterne…

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Ein Zahni beim perfekten Dinner

24. Oktober 2011

Freitag, Finale oh-oh…

„Ich bin Flo und fluoridiere alle Frauen.“

Wenn du den Satz bringst, geb’ ich dir ‘nen Burger aus!

*am Arm kratz*

Irgendwas juckt mich am Arm…

Krieg ich zwei Burger, wenn ich dazu noch sag’, dass meine Syphilis am Arm so schrecklich nervt?

*Gelächter* JA! Den ganzen Beitrag lesen »