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Artikel vom 26. 05. 2010

Geocaching - Moderne Schatzsuche

Erinnerungen an die Kindheit werden wach

Text und Fotos: Anna Vinarskaja

Stapfen quer durchs Gelände, Lösen ausgefallener Rätsel, Kraxeln durchs dichte Gebüsch. Klingt wie eine Schnitzeljagd. Ist es auch - aber mithilfe von Hightech. Geocaching, eine moderne Form der Schatzsuche, wird immer beliebter. Mithilfe von Internet, GPS-Empfänger und Verstand könnt Ihr Schätze finden, die andere Leute an ungewöhnlichen Orten versteckt haben. Das kann sich zu einem "aufregenden" Hobby entwickeln.

Übersicht

Geocaching im Düsseldorfer Südpark: So entdeckte ich "meine" Stadt ganz neu.
Geocaching im Düsseldorfer Südpark: So entdeckte ich "meine" Stadt ganz neu.


Achtung, Schatzsucher unterwegs!Nach oben hoch

Sind euch in letzter Zeit Mitmenschen aufgefallen, die sich sehr eigenartig verhalten? Die irgendwo querfeldein laufen, offensichtlich angestrengt denkend ihre Stirn in Falten legen, an Bäumen, Büschen, Statuen tasten, ein kleines Kästchen in Händen haltend?

Dann habt ihr sie entdeckt, die Geocacher.

Wenn nicht, haben sie sich geschickter und den Regeln dieses wiederentdeckten Spiels gemäß verhalten: so unauffällig wie möglich.


Was ist Geocaching?Nach oben hoch

Geocaching ist die moderne Art der Schnitzeljagd mit neuzeitlichem Equipment. Ihr braucht lediglich einen Internetzugang und ein GPS-fähiges Gerät. Auf diversen Homepages befinden sich umfangreiche Datenbanken mit den sogenannten "Caches", den Schätzen. Sie sind meist in einer Schachtel versteckt, in allen erdenklichen Formen und Größen - es wurden beispielsweise schon Eppis aus dem Labor gesichtet. Natürlich weiß man vorher nicht, was sich hinter einem Cache verbirgt, doch dies ist das Spannende an diesem Zeitvertreib. Es gibt dutzende von Caches allein in und um Düsseldorf, sogar in Uni-Nähe. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im nächsten Urlaub im Ausland könntet Ihr fündig werden.

Achtet jedoch bitte darauf, dass ihr euch der Umgebung entsprechend verhaltet und nicht rücksichtslos durch die Natur wütet. In der Vergangenheit gab es sogar einzelne Fälle, in denen wegen "verdächtigen" Verhaltens die Polizei verständigt wurde.


Global Positioning SystemNach oben hoch

Die Anleitungen zum Fund müssen aus dem Internet besorgt werden. Außerdem braucht Ihr entweder einen GPS-Empfänger oder ein GPS-fähiges Handy. GPS steht für "Global Positioning System" und erlaubt eine genaue Ortungen dank Satellitennutzung. Es werden präzise Koordinaten eingegeben, sodass das Gerät unter dem Aufzeigen der eigenen Position den Benutzer zur angeforderten Stelle führt, ähnlich einem Navigationssystem im Auto. Solche Navis orientieren sich leider nur an Straßen, was sie fürs Geocaching ungeeignet macht.


Der Weg ist das ZielNach oben hoch

Es gibt vielerlei Arten von Caches. Für einige müssen Koordinaten berechnet, Wortspiele aufgedröselt, für andere verschiedenste Rätsel gelöst werden. Auch wenn einige Aufgaben etwas schwierig erscheinen, ist man umso zufriedener, wenn die Lösung schließlich gefunden ist.

Am meisten Spaß macht die Suche natürlich mit Gefährten.

Ist der Cache endlich gehoben, darf man ihn auspacken. Der Inhalt besteht aus einem Logbuch, in welches man sich eintragen darf, sowie aus einigen Kleinigkeiten, die Vorgänger hinterlassen haben. Wenn Ihr etwas zumindest Gleichwertiges mitbringt, könnt Ihr dies gegen einen der Gegenstände im Cache tauschen.

Geocaching im Düsseldorfer Südpark: Wunderschöne Aussichten!
Geocaching im Düsseldorfer Südpark: Wunderschöne Aussichten!

Viel Spaß bei der modernen Schatzsuche!

Internationale Infoseite:

   Externer Link Geocaching.com

Deutsche Geocachiching-Infoseite:

   Externer Link Geocaching.de


Anna Vinarskaja ist Medizinstudentin und Lokalredakteurin für Düsseldorf.


 
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