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Das amerikanische Staatsexamen (USMLE)
Ein Erfahrungsbericht (Stand 2006)
Mortimer Gierthmühlen
Um es vorweg zu nehmen: wer in den USA famulieren oder sein PJ machen möchte, braucht sich in aller Regel nicht um amerikanische Prüfungen zu kümmern – die deutschen Studienleistungen werden zum Absolvieren der sogenannten „elective rotations“ von den meisten amerikanischen Universitäten anerkannt. Anders sieht das allerdings aus, liebäugelt der geneigte Leser mit einer Facharztausbildung in den USA – dann sind die US-Staatsexamina unvermeidliche Hürden, die es zu nehmen gilt.
Nun möchte ich in diesem Artikel nicht über die Vor- und Nachteile der Facharztausbildung in den USA eingehen, die auch ich derzeit nur vom Hörensagen und von persönlichen Berichten kenne. Zu bedenken ist allerdings, dass eine ausländische Facharztausbildung – auch bei Absolvieren des US-Examens – nur in den aller seltensten Fällen in den USA anerkannt wird. Wer also vorhat, später als eigenständiger, oder sogar niedergelassener, Arzt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu arbeiten, kommt um eine komplette Residency dort nicht herum. Doch wer in Erwägung zieht, nur einmal als deutscher Facharzt für eine begrenzte Zeit nach Amerika zu gehen und dort unter Anleitung eines amerikanischen Vorgesetzten zu arbeiten, kann sich auf das Absolvieren des US-Examens beschränken.
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