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Artikel vom 20. 08. 2002

Spickzettel Antiarrhythmika

Medikamente bei tachykarden Herzrhythmusstörungen

Antiarrhythmika

 -Klasse I a (z. B. Ajmalin): Wirksam bei vielen ventrikulären und supraventrikulären Tachyarrhythmien.
 -Klasse I b (z. B. Lidocain): Wirksam nur bei ventrikulären Rhythmusstörungen.
 -Klasse I c (z. B. Propafenon): Wirksam bei vielen ventrikulären und supraventrikulären Tachyarrhythmien.
 -Klasse II, Beta-Blocker (z. B. Metoprolol): Wirksam vor allem bei supraventrikulären Tachyarrhythmien.
 -Klasse III (z. B. Amiodaron): Sehr wirksam bei vielen ventrikulären und supraventrikulären Tachyarrhythmien.
 -Klasse IV, Calcium-Kanal-Blocker (z. B. Verapamil): Nur bei supraventrikulären Rhythmusstörungen.
 -Digitalisglykoside (z. B. Metildigoxin): Wirksam nur bei supraventrikulären Rhythmusstörungen (Vorhofflimmern/-flattern).
 -Adenosin: Anwendung nur bei supraventrikulären Rhythmusstörungen (AV- Reentry-Tachykardien).
 -Magnesium: U.U. wirksam bei vielen ventrikulären und supraventrikulären Tachyarrhythmien. Stellenwert als Antiarrhythmikum jedoch außer bei Torsades de pointes nicht gesichert.

Adjuvante Therapie mit Sedativa/Analgetika bzw. Narkosevertiefung

 -Indirekte antiarrhythmische Wirkung durch Senkung des Sympathotonus. Vagale Stimulation (s. u.), Kardioversion und Defibrillation.

Diese Inhalte sind entnommen aus Schüttler, Checkliste Anästhesie, 1999.

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