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Artikel vom 18. 12. 2001

Spickzettel Vordere Kreuzbandruptur

Chirurgische Therapie

4 Notfall- und Erstversorgung

 Schonung
 Hochlagerung
 Eisbehandlung
 Schienung bei instabiler Komplexverletzung
 Punktion bei starker Ergußbildung
 Thromboseprophylaxe individuell

5 Indikation zur definitiven Therapie

5.1 Nicht operativ

 Patienten ohne Sportambitionen, ohne Belastungsanforderungen
 Patienten, die ihr Aktivitätsniveau verringern wollen
 Patienten mit wenig kniebelastenden Sportarten
 Ältere Patienten
 Patienten mit minimal instabilen Kniegelenken (minimale Lachman-Differenz, kein Pivot-Shift)
 Allgemeine und lokale Kontraindikationen gegen die Operation

5.2 Operativ

 Komplexe Kniebandverletzungen mit erheblicher Instabilität
 Wunsch nach Belastbarkeit für kniebelastende Sportarten und berufliche Tätigkeit. Bei instabilen frischen vorderen Kreuzbandrupturen mit Belastungswunsch ist die Operationsindikation gegeben, ohne daß subjektive Instabilitätsmerkmale abgewartet werden
 Subjektive Instabilität beim Sport oder im täglichen Leben, rezidivierende Giving-way-Ereignisse mit Gelenkschwellungen
 Objektive Instabilität ab 4 mm Seitendifferenz verbunden mit deutlich positivem Pivot-Shift- oder Jerk-Test oder ++ Seitendifferenz im Lachman-Test

5.3 Stationär/ambulant

 Operative Behandlung überwiegend stationär
 Unter bestimmten Bedingungen (bei geeigneten Patienten, gesicherter Überwachung, adäquater Schmerzbehandlung) sind ambulante Kreuzbandoperationen möglich

Diese Inhalte sind entnommen aus Stürmer, Leitlinien Unfallchirurgie, 2001.

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