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Artikel vom 14. 11. 2001

Spickzettel Pneumothorax

Grundlagen

Definition

Luftansammlung im Pleuraspalt.

Einteilung, Formen

 Spontanpneumothorax: Auftreten ohne äußere Einwirkung.
 Traumatischer Pneumothorax: Nach äußerer Einwirkung.
  Offener Pneumothorax: Verbindung des Pleuraraumes zur atmosphärischen Luft (über Thoraxwand oder Atemwege).
  Geschlossener Pneumothorax: Spontaner Verschluß der pleuralen Läsion.
  Spannungspneumothorax: Akut lebensbedrohlicher Notfall! Mechanismus: Inspiratorisch wird Luft in den Pleuraraum angesaugt, exspiratorisch kommt es zur Verlegung des Pleuralecks mit jedem Atemzug steigt die Luftmenge und der Druck im Pleuraraum, was konsekutiv zur Verschiebung des Mediastinums zur gegenüberliegenden Seite unter Abscherung der großen Gefäße führt.

Ätiologie:

  Spontanpneumothorax: Meist bei Männern im Alter von 20-40 Jahren durch Ruptur einer subpleuralen Emphysemblase.
  Sekundär: Bei Patienten mit Lungenemphysem, Asthma bronchiale, Lungenzysten, intrapulmonalen Einschmelzungshöhlen, Lungenfibrosen, Thoraxwandtrauma, iatrogen (nach Subklaviakatheter, Biopsie, Pleuradrainage, Reanimation, Beatmung). Deshalb nie beidseitige Subklaviapunktion!

Klinik

Plötzlich oder allmählich einsetzende Atemnot, kurzfristig schmerzhafter Husten, Tachypnoe, bei Spannungspneumothorax Schock.


Diese Inhalte sind entnommen aus Leuwer, Checkliste Interdisziplinäre Intensivmedizin, 2004.

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