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Alkoholismus

die wichtigsten Fakten


WHO-Definition: Chronische Verhaltensstörung, die bestimmt wird durch exzessives Trinken von Alkohol über das sozial übliche Maß hinaus, unter anderem mit der Folge körperlicher und psychischer Abhängigkeit.

Prävalenz:
Etwa 3–5% der Bevölkerung (bei Männern 6–7mal häufiger als bei Frauen). Hohe Dunkelziffer!
- Hereditäre Belastung mit familiärer Häufung bei 40–60% der Patienten. Verwandte 1. Grades 3- bis 4 mal häufiger süchtig.
- Vorkommen in allen sozialen Schichten, zunehmender Jugendalkoholismus.

Gefährdungsgrenze (orientierende Werte):
- Frauen: 20 g Alkohol/Tag.
- Männer: 40 g Alkohol/Tag.

Stoffklasse  Vol. % (ca.)  Menge (l)  Gramm Alkohol (ca.) 
Bier  0,5  20 
Wein  10–14  0,2  13–16 
Sekt  10  0,1  8–10 
Cognac, Whisky  40–50  0,02  5–7 
Liköre  30  0,02  4–5 

Berechnung des Blutalkohols nach der "Widmark-Formel"
Berechnung des Blutalkohols nach der "Widmark-Formel"

Typus  Merkmale  Trinkverhalten  Abhängigkeit  Anzahl 
α- Trinker  kein Kontrollverlust, Fähigkeit zur Abstinenz  Konflikttrinker
Undiszipliniertes Trinkverhalten 
nur psychisch   5% 
β- Trinker  kein Kontrollverlust, Fähigkeit zur Abstinenz  Gelegenheitstrinker, Übermäßiger Alkoholkonsum bei sozialen Anlässen  keine  5% 
γ- Trinker  Kontrollverlust, zeitweilig Fähigkeit zur Abstinenz  süchtiger Trinker bis zum Rausch  zu Beginn psychisch
Später auch physisch 
65% 
δ- Trinker  kein Kontrollverlust, jedoch unfähig zur Abstinenz  Spiegeltrinker, Gewohnheitstrinker
Kontinuierlicher Alkoholkonsum 
physisch  20% 
ε- Trinker  Kontrollverlust im Rahmen von Alkoholexzessen  Quartalstrinker, episodischer Trinker
Alkoholexzesse 
psychisch  5% 

Diese Inhalte sind entnommen aus Payk, Checkliste Psychiatrie und Psychotherapie, 2003.

   Externer Link mehr Informationen in Payk, Checkliste Psychiatrie und Psychotherapie, 2007, 5. Aufl.

 
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