Aktuelles

Medizinstudium

Prüfung

Lernen

Bücher/Medien

Schüler

Arzt im Beruf

Bewerbung

Hippocampus

Mitmachen

Linkliste

Foren

Weblogs

Audio/Video

Newsletter

Kontakt

Shop: Prometheus Welt

Kooperationen



  Home
   
Artikel vom 13. 06. 2001

Distale Radiusfraktur

in loco typico

Biomechanik

Distale Radiusfrakturen entstehen beim Sturz auf das Handgelenk. Dabei befindet sich das Handgelenk in der Regel in einer Extensions- oder Neutralposition, daraus resultierenden Extensions- und Stauchungsverletzungen (Cooles-Frakturen). Selten ist ein Sturz auf das gebeugte Handgelenk mit einer entsprechenden Dislokation des distalen Radiusendes nach volar: Flexionsfrakturen (Smith-Frakturen).

 extraartikuläre Frakturen = Typ A,
 Frakturen mit partieller Gelenkbeteiligung = Typ B,
 Frakturen mit komplexer Gelenkbeteiligung = Typ C.

AO-Einteilung der distalen Radiusfraktur
AO-Einteilung der distalen Radiusfraktur

Diagnostik

Röntgenübersicht des Handgelenks in 2 Ebenen.

Operationsindikation

Sie ist abhängig von der Art der Fraktur und dem Ausmaß der Dislokation.

 Flexions- oder Smith-Frakturen sind immer instabil und eine Indikation zu einer ventralen Abstützplattenosteosynthese. Auch bei primär relativ guter Repositionsmöglichkeit kommt es hier durch das Übergewicht der Flexoren zu einer sekundären Dislokation nach volar.
 Bei Extensions- und Stauchungsfrakturen kann bei geringer Dislokation und geringer Kippung der Gelenkfläche nach dorsal und radial eine konservative Therapie durch Ruhigstellung in einem Unterarmgipsverband für 5 Wochen durchgeführt werden. Liegt jedoch eine dorsale und/oder radiale Trümmerzone vor, kommt es auch nach Reposition zu einem sekundären Abkippen der Fragmente. Daher besteht in diesen Fällen eine Operationsindikation. Um eine sekundäre Redislokation zu verhindern und eine funktionelle Nachbehandlungsmöglichkeit zu erreichen, sollte eine kombinierte dynamisch-statische Kirschner-Draht-Osteosynthese durchgeführt werden.
 Bei komplexen Trümmerfrakturen kann die Indikation zu einer Fixateur-externe-Osteosynthese gegeben sein.

Diese Inhalte sind entnommen aus Friedl, Traumatologie: Kompendium wichtiger Operationen, 1997.

 
Mein Studienort

Neues bei Via medici
 
Via Newsletter