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Artikel vom 11. 12. 2003

Was tun bei Stichverletzungen in der Klinik?

Schnelle Infos mit der PostVir-CARD (von 12/03)

Maren Oldörp, Dr. med. Matthias Lademann

Bei Stich- und Schnittverletzungen in der Klinik oder Praxis stellt sich immer die Frage nach übertragbaren Krankheiten. Die Angst vor Hepatitis B, Hepatitis C und HIV steht dabei im Vordergrund. Die Gefahren durch diese Infektionskrankheiten sind allseits bekannt.

Übersicht


Der HintergrundNach oben hoch

Im Falle einer Stichverletzung oder anderen Unfällen im Klinik- und Laborbereich ist Wissen und schnelles Handeln gefragt. Doch steht dieses Wissen über mögliche Gefahren und das richtige Handeln auch immer zur Verfügung? Diese Frage haben wir uns auch gestellt, bevor wir die PostVir-CARD entwickelt haben. Was ist, wenn sich im Nachtdienst jemand an einer kontaminierten Nadel verletzt oder irgendwo draußen in einer Praxis? Wissen die Betroffenen dann, was sie tun müssen? Haben Sie überhaupt die nötigen Informationen parat oder müssen sie erst eine Weile danach suchen - ohne Internetzugang kann das noch mehr Zeit in Anspruch nehmen. Das Zeitfenster für den Beginn einer Postexpositionsprophylaxe bei HIV-Exposition beträgt beispielsweise zwei Stunden. Da bedeutet jede Verzögerung eine Gefahr für den Betroffenen.

Ohne jemandem Angst machen zu wollen: über das Risiko, dem jeder Mediziner tagtäglich ausgesetzt ist, sollte sich jeder bewusst sein. "Das geht mich nichts an" ist der falsche Weg. Jedes Jahr gibt es in Deutschland derzeit etwa 2000 Neuinfektionen mit HIV, bei der Hepatitis B sind es circa 20.000 bis 50.000 Neuinfektionen und bei der Hepatitis C 5.500 Neuinfizierte pro Jahr. Die Zahlen können nur annäherungsweise bestimmt werden, da eine hohe Dunkelziffer zum Beispiel bei HIV-Infektionen besteht.


Die Idee und ihre UmsetzungNach oben hoch

Das Anliegen der Autoren ist es, diese wichtigen Informationen unabhängig von Ort, Tageszeit und dem Zugang zum Internet oder einer Bibliothek den Ärzten, Schwestern und Medizinstudenten zugänglich zu machen. Das Feedback zum Artikel "Autsch! -Stich- und Schnittverletzungen im Klinikalltag" bestärkte uns in unserer Idee. Wir mussten etwas tun - wir entwickelten in unserer Freizeit eine Karte mit den wichtigsten Informationen zum Thema Postexpositionsprophylaxe nach beruflicher Hepatitis B-, Hepatitis C- und HIV-Exposition. So wurde die Idee zur PostVir-CARD geboren. Auf dieser Karte ist das Vorgehen für den Fall einer Exposition beschrieben, ebenso wie Risikofaktoren und Medikamente, die eingesetzt werden können.

Unsere Hoffnung ist, dass mit der PostVir-CARD eine bessere Verfügbarkeit der Informationen besteht, damit jeder im Falle eines Falles das nötige Wissen hat, um zügig und richtig zu handeln.

Die PostVir-CARD ist direkt bei den Autoren zum Selbstkostenpreis erhältlich. Für alle, die nicht die Möglichkeit haben, uns persönlich anzusprechen, haben wir auf der Homepage die Möglichkeit des Versands (deutschlandweit) eingerichtet.


Weitere InformationenNach oben hoch

Informationen zur PostVir-CARD findet Ihr auf einer eigens eingerichteten Homepage.

   Externer Link PostVir-CARD

   E-Mail info@postvir-card.de


Weitere HIV-Artikel bei Via medici onlineNach oben hoch
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LinkSchnitt- und Stichverletzungen im Klinikalltag
LinkEs kann Dir jeden Tag passieren!

Als 1981 von der CDC eine neue Krankheit definiert wurde und zwei Jahre später erstmals das verursachende HI-Virus isoliert werden konnte, dauerte es noch eine ganze Weile bis schließlich ein Medikament zur Therapie entwickelt wurde. 1987 kam mit Zidovudin (AZT) das erste antiretrovirale Medikament auf den Markt. Mit inzwischen etwa 20 Medikamenten ist die HIV-Therapie zumindest soweit erfolgreich, dass eine deutliche Lebensverlängerung für die Patienten erreicht werden kann.

LinkUnsere Abonnenten können hier kostenlos weiterlesen: Therapie der HIV-Infektion
 
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