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Zuletzt geändert am 27. 08. 2007

Die Vogelgrippe - Gefahr für die Menschheit?

Fragen und Antworten

Redaktion Via medici online (MH)

Tamiflu ist seit Monaten ein Bestseller. Dies ist wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass viele Menschen wegen der Vogelgrippe in Panik geraten. Doch diese Panik ist zumindest zur Zeit vollkommen unbegründet: Menschen können sich nur infizieren, wenn sie in extrem engen Kontakt zu Vögeln kommen, derart eng, wie es zumindest in Deutschland nicht üblich ist. Wir informieren Sie über alles Wissenswerte zur Vogelgrippe und halten Sie durch regelmäßige Aktualisierungen anhand von Pressemeldungen auf dem Laufenden.

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Übersicht


Was ist die Vogelgrippe?Nach oben hoch

Für die aktuelle Vogelgrippe gibt es zahlreiche weitere Bezeichnungen: Vogelpest, Aviäre Influenza A/H5(N1)/Asia (benannt nach dem ersten Auftreten 2003 in Thailand), Avian Flu, Highly Pathogenic Avian Influenza HPAI.

Die Vogelgrippe ist keine neue Erkrankung, sie ist bereits seit 100 Jahren bekannt und weltweit bei Vögeln verbreitet. Sie wird verursacht durch das Influenza A Virus. Dieses kommt in 16 H-Subtypen vor, die durchnummeriert sind. Vögel können durch alle 16 Unterarten infiziert sein, die schweren Ausbrüche wurden aber durch die Subtypen H5 und H7 verursacht.

Zur Information: Auf der Oberfläche der Influenza-Viren unterscheidet man zwei Antigene: Hämagglutinin (H) und Neuraminidase (N). Diese Proteine werden, soweit dem Körper bekannt, von Antikörpern unschädlich gemacht.

Influenza-A-Virus (Elektronenmikroskopie) Foto aus Doerr/Gerlich: Medizinische Virologie, Georg Thieme Verlag
Influenza-A-Virus (Elektronenmikroskopie)
Foto aus Doerr/Gerlich: Medizinische Virologie, Georg Thieme Verlag

Influenza-A-Virus (schematischer Aufbau) Foto aus Doerr/Gerlich: Medizinische Virologie, Georg Thieme Verlag
Influenza-A-Virus (schematischer Aufbau)
Foto aus Doerr/Gerlich: Medizinische Virologie, Georg Thieme Verlag

Die "normale" saisonale Grippe beim Menschen geht auf Influenzaviren zurück, die bereits in der menschlichen Bevölkerung zirkulieren. Sie ist ebenfalls durch Influenza A Viren verursacht, jedoch durch andere Subtypen, nämlich H1N1 oder H3N2. Des weiteren können Influenza B Viren, bei denen es keine Subtypisierung gibt, die Grippe beim Menschen verursachen.

Von der Vogelgrippe werden vor allem Hühner und Puten, aber auch Wildvögel, Fasane und Perlhühner befallen. Die Tiere stecken sich durch direkten Kontakt (Speichel, Tränenflüssigkeit) oder Ausscheidungen an, die entweder oral oder durch die Luft aufgenommen werden.


Was sind die Symptome bei Vögeln?Nach oben hoch

Die eindeutige Diagnose kann nur ein Tierarzt stellen. Alarmzeichen jedoch sind Fieber, Atemprobleme, Fressunlust, Kraftlosigkeit und Durchfall. Die Tiere verenden zu 90% innerhalb weniger Tage.

Enten stellen ein besonderes Problem dar, da sie Träger des Virus sein können, ohne jegliche Symptome zu zeigen.


Erkranken nur Vögel an der Vogelgrippe?Nach oben hoch

Nachdem man schon lange vermutet hatte, dass die Vogelgrippe-Viren auch auf den Menschen übertragbar sind hat sich dies nach Angaben des Auswärtigen Amts 1997 eindeutig bestätigt. In Hongkong wurde damals erstmalig 18 Infektionen des Subtyps H5N1 bei Tierhaltern nachgewiesen. Auch in den Niederlanden fand sechs Jahre später eine Übertragung des Vogelgrippevirus' H7N7 auf den Menschen statt.
Seit dem Ausbruch der Vogelgrippe in Asien Ende 2003 forderte diese mehr als 60 Menschenleben.

Anstecken können sich Menschen wie Tiere über engen Kontakt mit erkrankten Vögeln.


Was sind die Symptome beim Menschen?Nach oben hoch

Hinweise auf eine Vogelgrippe beim Menschen können 2 bis 5, eventuell erst 14 Tage nach Vogelkontakt plötzlich auftretendes hohes Fieber, Atemnot, Husten und Halsschmerzen sein. Des weiteren können Bauchschmerzen und Diarrhoe auftreten. Hinweise sind darüber hinaus eine Leukozytopenie, Anämie, Thrombozytopenie und eine Nierenfunktionsstörung, die bis zum kompletten Nierenversagen fortschreiten kann.


Was muss ich als Arzt/Ärztin beachten?Nach oben hoch

Die meisten der Symptome der Vogelgrippe beim Menschen sind differentialdiagnostisch äußerst schwierig einzuordnen. Die "normale" Grippe und selbst ein grippaler Infekt äußern sich ähnlich. Wie kann ein Arzt sicher gehen, dass er keine Vogelgrippe beim Menschen übersieht und somit den Patienten und Kontaktpersonen in Gefahr bringt?

Das Robert-Koch-Institut gibt Ärzten und Ärztinnen genaue Handlungsanweisungen an die Hand, die genau auf der RKI-Homepage nachzulesen sind. Dennoch möchten wir diese Infos kurz zusammenfassen:

Für einen Verdachtsfall von aviärer Influenza beim Menschen spricht

 ein direkter Kontakt mit erkrankten Tieren
 ein bestätigter menschlicher Erkrankungsfall oder
 ein menschlicher Verdachtsfall

in Kombination mit innerhalb von 7 Tagen vorliegenden akuten Krankheitsbeginn, Fieber und mindestens eins der Symptome Husten und Atemnot. Auch der Tod durch eine akute respiratorische Erkrankung ist verdächtig

Besteht der Verdacht auf eine Vogelgrippe beim Menschen, ist für medizinisches Personal Infektionsschutz zur Verfügung zu stellen. Noch vor Ergreifung von therapeutischen Maßnahmen muss ein Rachen- oder Nasenabstrich angefertigt werden. Dieser Abstrich wird für einen Influenza A Schnelltest benötigt. Fällt dieser negativ aus, wird der Patient entsprechend der klinischen Erkrankung behandelt und gegebenenfalls noch einmal untersucht. Fällt der Schnelltest positiv aus, sind gleich mehrere Dinge zu beachten. Lt. §7 IfSG muss der Erkrankungsfall gemeldet und Maßnahmen zum Infektionsschutz getroffen werden. Gemäß klinischer Indikation ist die Gabe von Neuraminidasehemmer (Tamiflu®, Relenza®) angezeigt.

Gleichzeitig sollte eine PCR und eine Subtypisierung durchgeführt werden. Zeigt sich der Patient positiv auf H5 muss das Ergebnis durch das Nationale Referenzzentrum (NRZ) in Berlin bestätigt werden. Nun hat eine Ergänzungsmeldung über den Nachweis an das zuständige Gesundheitsamt und von dort über die Landesbehörde an das Robert-Koch-Institut zu erfolgen. Bei Einweisung in ein Krankenhaus muss dieses unbedingt zuvor über die Diagnose unterrichtet werden. Das Gesundheitsamt entscheidet schließlich noch über eine Postexpositionsprophylaxe mit Neuraminidasehemmern bei engen Kontaktpersonen.


Ist das alles ein europäisches Problem?Nach oben hoch

Tatsächlich sind die Anfänge der aktuellen Vogelgrippe in Asien zu finden. Seitdem Ende 2003 die Vogelgrippe zunächst in Thailand, Vietnam und Südkorea grassierte, sind viele zehnmillionen Vögel daran verendet oder wurden getötet, damit eine Ausbreitung der Seuche verhindert wird.

Im Juli 2004 wird von der Vogelgrippe in China berichtet und der Erreger wird bei Zugvögeln nachgewiesen.

Im Juli 2005 gibt es eine neue Meldung für Europa: Das Virus breitet sich von Fernost nach Russland und Kasachstan aus. Nur einen Monat später verhängt die EU einen Importstopp für Geflügel aus diesen Ländern.

Doch damit ist ein Problem nicht gebannt, das der Zugwasservögel. Diese bewegen sich entgegen anderen Vogelarten weniger von Nord nach Süd als von Ost nach West, sind also in den Herbstmonaten auf dem Weg von Fernost nach Europa.

Dementsprechend wird im Oktober 2005 in Rumänien, im europäischen Teil Russland und in dem asiatischen Teil der Türkei das Virus H5N1 nachgewiesen, was zur Folge hat, dass der EU-Importstopp auf Rumänien und die Türkei ausgedehnt wird. Ein weiterer Fall wurde aus London bekannt: Ein erkrankter Papagei war aus Surinam importiert wurde und ist in Quarantäne gestorben.

Die Fälle innerhalb Europas und die Angst vor erkrankten Zugvögeln hat auch Konsequenzen für das heimische Geflügel. Seit Oktober 2005 muss alles Geflügel in Deutschland und Österreich in Ställen untergebracht werden, damit die Tiere sich nicht an Zugvögeln infizieren. Freilandhaltung ist bis auf Weiteres nicht mehr erlaubt.

Berichte, nach denen H5N1 die Todesursache bei 25 Graugänsen und Stockenten an einem Weiher in Neuwied (Rheinland-Pfalz) gewesen sei, bestätigten sich nicht. Die Tiere sind an Rattengift verendet.


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Besteht Grund zur Panik?Nach oben hoch

Die FAZ bringt es am 24. Oktober 2005 auf den Punkt: "Wir stecken mitten in einer Psychose" wird Bernard Vallat, Chef der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) zitiert. Das potentielle Risiko sei ständig da und sei immer vorhanden gewesen. In Asien seien etwa 100 Menschen verstorben, was in Anbetracht der Bevölkerungsdichte eine geringe Zahl sei.

Auch der für Europa zuständige WHO-Experte Roberto Bertollini vertritt laut FAZ die Meinung: "Wir stehen absolut nicht am Beginn einer Vogelgrippe-Pandemie für den Menschen."

Fakt ist, dass das Virus ist aktuell scheinbar nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist und sich nur in Einzelfällen vom Tier auf den Menschen überträgt.

Doch es existiert eine Gefahr: Es kann zu einer Spontanmutation (Antigendrift) oder zu einer Vermischung (Reassortment, Antigenshift) der RNA unterschiedlicher Viren zu "Super-Viren" kommen mit für den Menschen gefährlichen neuen Eigenschaften , die eine Pandemie zur Folge haben könnten. Von Schweinen geht eine besondere Gefahr aus. Sie können sich mit Influenzaviren des Menschen und der Vögel gleichzeitig anstecken, so dass in ihrem Körper das Reassortment stattfinden kann. Besonders die Haltung von Schweinen und Geflügel auf engstem Raum in Fernost bereitet Experten Sorgen.


Kann ich mich gegen Vogelgrippe impfen lassen?Nach oben hoch

Durch die Medienberichte aufgeschreckt und teilweise falsch informiert kommen immer mehr Patienten in die Arztpraxen und möchten sich gegen die Vogelgrippe impfen lassen. Doch so einfach ist das leider nicht. Die herkömmliche Impfung gegen die saisonale Influenza ist nach bisherigen Kenntnissen nicht gegen das Vogelgrippevirus wirksam und eine spezielle Schutzimpfung gegen die Vogelgrippe, die für den Menschen zugelassen ist, existiert derzeit nicht.

Schon bei dem "normalen" Grippeimpfstoff gibt es dieses Jahr Engpässe, da die Herstellung extrem aufwändig ist. Sowohl Ärzte als auch Patienten dürften bemerkt haben, dass an Grippeimpfstoff dieses Jahr kaum heranzukommen ist. Obwohl der normale Grippeimpfstoff gegen Vogelgrippe nicht wirksam ist, raten Experten aus einem anderen Grund zur Grippeimpfung gerade bei Auslandsreisen: Doppelinfektionen des Menschen und somit das Reassortment und Sorgen wegen vermuteter Vogelgrippe könnten weitestgehend verhindert werden.

Unabhängig von der Vogelgrippe sollten medizinisches Personal, Patienten über 60 Jahren und Patienten mit verminderter Immunabwehr und chronischen Erkrankungen geimpft werden. Angaben des RKI zufolge versterben in Deutschland Jahr für Jahr zirka 5.000 bis 8.000 Menschen an der Grippe.

Laut Experten ist der derzeitig beste Schutz gegen die Vogelgrippe Tamiflu, jedenfalls vermutet man eine Wirksamkeit gegen den Erreger. Andere Fachleute geben laut Deutschem Ärzteblatt jedoch zu bedenken, dass bereits erste Resistenzen vorliegen.


Können Vögel geimpft werden?Nach oben hoch

Eine Impfung von Geflügel ist in Deutschland nicht erlaubt, da man die geimpften nachher nicht mehr von kranken Tieren unterscheiden kann.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat jedoch kürzlich den Prototypen eines Vogelgrippeimpfstoffs getestet, der durch ein Markersystem eine Unterscheidung von geimpften und kranken Tieren zulässt. Dass Medikament kann über Spray, Augentropfen oder über das Trinkwasser appliziert werden. Laut N24 sei man von der Zulassung und der Produktion des Impfstoffs jedoch noch weit entfernt. "Das kann Monate dauern, wenn wir Pech haben aber auch Jahre", so Institutschef Thomas Mettenleiter gegenüber tagesschau.de.

Von solchen Informationen unabhängig berichtet die Stuttgarter Zeitung am 26. Oktober 2005, Vietnam plane 200 Millionen Hühner und Enten zu impfen; zwanzig Millionen Impfdosen seien bereits in China und den Niederlanden gekauft worden.

Bisher schützte man sich vor der Vogelgrippe mittels Massenschlachtungen. Seit 2004 sind in Asien fünfzig Millionen Hühner und anderes Geflügel notgeschlachtet worden.


Was muss ich bei Reisen nach Asien beachten?Nach oben hoch

Das Auswärtige Amt rät Touristen darauf zu verzichten, Vogel- und Geflügelmärkte zu besuchen und somit den Kontakt zu lebendem oder totem Geflügel zu meiden.

Da vermutet wird, dass rohe Geflügelspeisen eine Übertragung ermöglichen, wird geraten, Geflügel und Geflügelprodukte auf über 70° C zu erhitzen, um das Virus abzutöten.

Des weiteren wird zu bestimmten Hygienemaßnahmen wie der gründlichen Händehygiene mit Wasser und Seife oder alkoholischen Händedesinfektionslösungen beim Umgang mit Geflügel geraten.

Es wird ausdrücklich nicht empfohlen, den Neuraminidasehemmer Oseltamivir (Tamiflu®) auf normalen Reisen mitzuführen, aber das Auswärtige Amt stimmt aus folgenden Gründen einer Grippeschutzimpfung zu:

 um eine herkömmliche Influenza als Ursache von Fieber und Anlass zu unnötiger Sorge weitgehend zu verhindern
 um eine Grippeerkrankung zu verhindern, die bei der Rückreise zu seuchenhygienischen Maßnahmen führen könnte
 um eine gleichzeitige Infektion mit menschlichen und tierischen Influenzaviren zu vermeiden (s.o.)

FazitNach oben hoch

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass zwar kein Grund zur Panik, jedoch ein Anlass zur (Vor-)Sorge besteht.

Es reicht nicht aus, sich auf Forschungsinstitute, Pharmakonzerne und die Regierung zu verlassen - jeder kann individuell durch sein Handeln dazu beitragen, eine Pandemie zu verhindern.

Nicht zu vergessen ist jedoch, dass gerade die ärmeren Länder mit dem Problem zu kämpfen haben. Nach einem Bericht des Spiegels rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Industrienationen im Kampf gegen die Vogelgrippe zu Solidarität mit ärmeren Ländern auf. Im gleichen Bericht wird erwähnt, dass Mexikos Gesundheitsminister Julio Frenk dazu auffordert, wissenschaftliches Know-how und Technologien zu Herstellung eines Impfstoffs an ärmere Länder weiterzugeben. Gerade auch in Afrika sei die Gefahr durch dorthin ziehende Vogelschwärme sehr groß.


Aktuelle EntwicklungenNach oben hoch

26. Oktober 2005

Das H5N1-Virus wurde nun auch in Kroatien in sechs verendeten Schwänen nachgewiesen. Kroatien ist somit das fünfte europäische Land, in dem die Vogelgrippe aufgetreten ist.

Die deutsche Regierung reagierte prompt und beschloss, dass Enten und Gänse nur noch mit Leitungswasser getränkt werden dürfen. Des weiteren gilt ein Verbot für Geflügelschauen und die Verwendung von Lockvögeln bei der Jagd.

27. Oktober 2005

Auf der Insel La Réunion in Frankreich wurde bei drei Franzosen, die in Thailand einen Vogelpark besucht hatten, positive Befunde für H5N1 festgestellt. Die Personen werden derzeit mit Medikamenten behandelt.

28. Oktober 2005

Bei einem der drei Franzosen wurde festgestellt, dass er an einer normalen Influenza erkrankt ist. H5N1 wurde nicht nachgewiesen, so das französische Gesundheitsministerium laut spiegel.de. Das thailändische Landwirtschaftsministerium schließt aus, so spiegel.de weiter, dass man sich durch einen einfachen Zoobesuch anstecken kann.

03. November 2005

Aus Thailand wurde ein neuer Ausbruch der Vogelgrippe gemeldet. US-Präsident Bush bat den Kongress um Milliarden Dollar für die Bekämpfung der Vogelgrippe. China verhängt ein Geflügel-Importverbot für Geflügel aus 14 Ländern. (Quelle: Spiegel-Online)

07. November 2005

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua (China) meldet, dass in einem Umkreis von 3 Kilometer um einen Infektionsherd in der Provinz Liaoning sämtliches Geflügel, insgesamt 6 Millionen Tiere, getötet worden seien. Spiegel-online berichtet, die EU wolle Asien mit 30 Millionen Euro in seinem Kampf gegen die Vogelgrippe unterstützen (Spiegel-Online) .

08. November 2005

"Der Schweizer Pharmakonzern Roche will seine Produktionskapazitäten für das Grippemittel Tamiflu® bis Ende 2006 im Vergleich zum Stand von Ende 2004 verzehnfachen" meldet die Ärztezeitung. (Artikel der ÄrzteZeiung) .

Die Welt berichtet, dass das Gichtmittel Probenecid Tamiflu strecken kann, indem es die vorzeitige Ausscheidung über den Urin verhindert. So könnte die halbe Dosis ausreichen.

Gestern begann die WHO-Konferenz zur Vogelgrippe. Das Deutsche Ärzteblatt berichtet.

09. November 2005

Quaiagen, ein Biotechunternehmen, bringt Test-Kits für H5N1 auf den Markt, die das Virus sowohl bei Vögeln als auch beim Menschen feststellen kann, meldet die Ärztezeitung. (Artikel der ÄrzteZeiung) .

10. November 2005

   Externer Link Interview der Welt mit Jeffrey Taubenberger, dem Direktor des Instituts für Molekularpathologie der amerikanischen Streitkräfte

Wie das Deutsche Ärzteblatt meldet, soll die Internationale Gemeinschaft 1 Milliarde Dollar zur Bekämpfung der Vogelgrippe bereitstellen. Darauf einigten sich gestern die 400 Teilnehmer der ersten weltweiten Konferenz zur Vogelgrippe.

In einem weiteren Bericht des Deutschen Ärzteblatts wird erklärt, dass das Pharmaunternehmen Roche Vietnam erlauben möchte, Tamiflu nachzuproduzieren. China kündigte die eigenständige Produktion von Tamiflu an, falls ihnen keine Lizenz erteilt würde.

11. November 2005

Der Spiegel berichtet, dass in Italien der Vogelgrippeerreger in einer Wildente festgestellt wurde. Das Virus sei allerdings nicht mit dem asiatischen Vogelgrippevirus verwandt und für den Menschen nicht gefährlich.

16. November 2005

"China meldet ersten Vogelgrippeverdacht beim Menschen", meldet Spiegel online. Ein neunjähriger Junge sei aller Wahrscheinlichkeit nach H5N1-positiv. Der Junge und seine Schwester, die im Oktober verstorben ist, hätten engen Kontakt zu Geflügel gehabt. Nach offiziellen Angaben war in China zuvor noch kein Mensch an der Vogelgrippe erkrankt.

17. November 2005

China hat die ersten drei Fälle von Vogelgrippe bei Menschen in der Volksrepublik offiziell bestätigt.

21. November 2005

Laut Nachrichten des SWR ist in Indonesien ein weiterer Mensch an der Vogelgrippe verstorben. Bei ihm wurde H5N1 nachgewiesen. Die WHO hat diesen Fall noch nicht offiziell bestätigt.

22. November 2005

Die staatlichen Medien Chinas bestätigen den zweiten Vogelgrippefall mit Todesfolge in der Volksrepublik. Die 35-jährige Frau wurde positiv auf H5N1 getestet.

05. Dezember 2005

Bereits der achte menschliche Todesfall an der Vogelgrippe wird aus Indonesien gemeldet. Gleichzeitig erklärt die Ukraine manche Dörfer der Krim zum Katastrophengebiet, nachdem viele Nutzvögel innerhalb weniger Stunden verendet sind. Nachzulesen bei Spiegel online.

07. Dezember 2005

Wie das Ärzteblatt meldet, habe sich ein Großteil der an Vogelgrippe erkrankten Menschen beim Schlachten und Verarbeiten von Tieren infiziert. Unbedenklich sei hingegen der Verzehr von gekochtem oder gebratenem Fleisch. Hühnerfleisch aus betroffenen Regionen solle bei mindestens 70° gekocht und Eier nur hart gegessen werden.

15. Dezember 2005

Die Ärztezeitung meldet, dass die Stallpflicht für Geflügel in Deutschland ab heute nicht mehr gilt. Grund ist das Ende des Vogelzugs. Im Februar, zu Beginn des Frühjahrsvogelzugs, müsse das Risiko neu bewertet werden. Hoch, so das Friedrich-Loeffler-Institut, sei nach wie vor die Gefahr durch illegalen Handel mit infizierten Tieren.

23. Dezember 2005

Wie Journalmed berichtet, sind Resistenzen von H5N1 gegen Oseltamivir festgestellt worden. "Es gäbe jedoch Hinweise darauf, dass Viren, die eine Resistenz entwickeln, seltener die Fähigkeit zur Übertragung ausbildeten".

05. Januar 2006

Es gibt "erste Tote durch die Vogelgrippe außerhalb Chinas und Südostasiens", meldet Der Spiegel. Bei zwei verstorbenen türkischen Kindern wurde das Virus festgestellt.

09. Januar 2006

Die Vogelgrippe weitet sich in der Türkei weiterhin aus. In 10 der 81 Provinzen der Türkei seien Fälle von Vogelgrippe im Labor nachgewiesen worden, u.a. in Ankara und Istanbul. So zu lesen im Stern. In Deutschland wird darüber diskutiert, zur Zugvögel-Zeit, die bald ansteht, wieder die Stallpflicht für Geflügel einzuführen. Es bestehe jedoch kein Grund zur Panik.

10. Januar 2006

Die Stuttgarter Zeitung berichtet heute, dass es nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Ankara 15 Infektionsfälle in der Türkei gibt. Außerdem bestünden 60 Verdachtsfälle. Besondere Besorgnis erregt das anstehende islamische Opferfest am nächsten Dienstag. Hierbei würden, so die Stuttgarter Zeitung weiter, "zehntausende von Opfertieren kreuz und quer durchs Land transportiert".

In Deutschland wurden die Kontrollen für Reisende aus der Türkei und Osteuropa verschärft.

11. Januar 2006

Im Spiegel ist zu lesen, dass eine 10- und eine 35-jährige Chinesin bereits im Dezember an der Vogelgrippe verstorben seien. In Deutschland werden Präventionsmaßnahmen diskutiert, so zum Beispiel laut Stern eine erneute Stallpflicht, aber gleichzeitig wird vor Panik und Hysterie gewarnt.

12. Januar 2006

Laut Spiegel sind in der Türkei vier Menschen mit H5N1 infiziert, die dabei jedoch kaum Symptome zeigten. Dies wird als schlechtes Zeichen gewertet: Die Gefahr einer weltweiten Seuche sähen Epidemiologen, so der Spiegel, als gestiegen an."

13. Januar 2006

Schreckensmeldung aus der Türkei: Bei zwei der Todesopfer der letzten Tage ist ein H5N1-Virus mit einer Genmutation festegestellt worden, die es dem Virus erleichtert, auf den Menschen übertragen zu werden. Unklar ist allerdings, ob es sich um ein einmaliges Phänomen handelt, oder ob die Mutation schon weiter verbreitet ist. Nachzulesen im Spiegel

17. Januar 2006

Die bei den ersten beiden türkischen Opfern der Vogelgrippe isolierten Viren wurden in London sequenziert, meldet das Ärzteblatt. Die Viren hätten eine große Ähnlichkeit mit den H5N1-Viren bei Vögeln und seien empfindlich auf, so die Annahme, Oseltamivir und Amantadin. Es seien zwei Mutationen festgestellt worden, von denen eine der bei der Hong-Kong-Grippe 2003 gefundenen ähnlich sei. Es wird aber betont: "Deutsche Virologen halten die Situation derzeit nicht für bedrohlich." Sie sähen keine Anzeichen für eine bevorstehende Pandemie.

20. Januar 2006

Laut Spiegel haben Forscher bei den H5N1-Viren in der Türkei drei Mutationen festgestellt, die es den Viren ermöglichen könnten, leichter auf den Menschen überzugehen, vielleicht sogar von Mensch zu Mensch.

08. Februar 2006

Der Spiegel meldet, dass die Vogelgrippe nun auch Afrika erreicht hat. Im Norden Nigerias wurde H5N1 im Blut toter Hühner aus Käfighaltung nachgewiesen. Zehntausende Vögel seien verendet. Alle befallenen Hühner sollen getötet werden. Die Einfuhr von Geflügel aus Nigeria in die EU ist übrigens verboten, so dass keine unmittelbaren Folgen für Deutschland und Europa zu erwarten seien. In Nigeria allerdings, wo Mensch und Tier eng zusammenleben, können insbesondere die wirtschaftliche Folgen gravierend sein - der momentane Geflügelbestand im bevölkerungsreichsten Land Afrikas beträgt etwa 140 Mio.

13. Februar 2006

H5N1 hat die Europäische Union erreicht. Am Wochenende wurde berichtet, dass in Bulgarien, Italien und Griechenland verendete Schwäne mit dem Virus gefunden wurden. Auch ein Schwan in Slowenien war infiziert. Die Bundesregierung sieht noch keinen Anlass zu besonderen Maßnahmen.

15. Februar 2006

Nun ist die Vogelgrippe auch in Deutschland. Auf der Insel Rügen wurde bei zwei von vier am 08. Februar verendeten Schwänen H5N1 in einem Schnelltest nachgewiesen. Nun soll die Stallpflicht für Geflügel auf Freitag vorgezogen werden. Desweiteren wurde eine Schutzzone von 3 km eingerichtet, in der laut Spiegel alle Nutzvögel desinfiziert werden und wo ein "Bewegungsverbot" ausgesprochen wurde.

20. Februar 2006

Mittlerweile ist bei 59 Wildvögeln auf Rügen H5N1 festgestellt worden - für Rügen wurde der Katastrophenfall ausgerufen, die Insel zur Schutzzone erklärt. Gleichzeitig meldet der Spiegel, dass die Vogelgrippe nun auch deutsches Festland (Mecklenburg-Vorpommern) erreicht hat. Als Maßnahme werden tote Tiere schnellst möglich eingesammelt und Haustierbestände untersucht und ggf. getötet; hierbei sollen 250 Bundeswehr-Soldaten helfen. Seit Freitag gilt in Deutschland wieder die Stallpflicht für Geflügel.

23. Februar 2006

Der Spiegel meldet: Erstmals wurde in der EU H5N1 bei Nutztieren festgestellt. Enten und Hühner in der Nähe von Graz (Österreich) sind erkrankt. Gleichzeitig wurde aus Luftaufnahmen auf Rügen geschlossen, dass mehr Vögel an der Vogelgrippe gestorben sind als bisher angenommen. Hunderte toter Schwäne wurden entdeckt.

24. Februar 2006

Der Verdacht, H5N1 sei nun auch bei Nutztieren aufgetreten, hat sich laut Ärzteblatt nicht bestätigt. Der Spiegel jedoch meldet, dass H5N1 nun auch in Schleswig-Holstein bei toten Wildenten gefunden wurde. Auch am Bodensee wurde H5N1 bei einem verendeten Tier gefunden. Es steht noch nicht fest, ob es sich um die hochpathogene Variante des Erregers handelt.

24. Februar 2006

Wie die Medien berichten, hat H5N1 nun ein viertes Bundesland, Brandenburg, erreicht. Auch in der Schweiz wurde das Virus gefunden.

01. März 2006

Nun scheint die Vogelgrippe in Deutschland auch bei Säugetieren aufgetreten zu sein. Bei einer Katze auf Rügen wurde das Influenza-Virus festgestellt, ob es sich um H5N1 handelt, muss noch ermittelt werden. Gleichzeitig erhöht sich die Zahl infizierter Wildvögel in Mecklenburg-Vorpommern auf 121. Auch in Bayern ist das Vogelgrippevirus angekommen. Ob H5N1 bei Vögeln in Schweden und Großbritannien aufgetreten ist wird zur Zeit untersucht.Diese Angaben können Sie nachlesen bei Spiegel-Online.

06. März 2006

Am Wochenende wurde die Vogelgrippe in Niedersachsen nachgewiesen. Eine Wildgans war mit H5N1 infiziert. Auch vor Großstädten macht die Vogelgrippe nicht Halt: Mannheim ist die erste Großstadt, in der H5N1 nachgewiesen wurde, nahe Berlin wurde auch ein an H5N1 verendeter Vogel gefunden. Unterdessen ist in China der neunte Mensch an der Vogelgrippe gestorben.

08. März 2006

Zwei weitere infizierte Katzen sind auf Rügen tot aufgefunden worden. Außerdem, so Spiegel-Online sind mehrere infizierte Vogelkadaver gefunden worden.

09. März 2006

"Das Spektrum der von H5N1 infizierten Säugetierarten hat sich ausgeweitet", meldet der IDW. Ein infizierter Marder ist im Zentrum des Seuchengeschehens auf Rügen gefunden worden. Er wurde eingeschläfert.

13. März 2006

Vogelgrippe in deutschem Nutztierbetrieb? Ob sieben Küken eines Geflügelbetriebs im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels an H5N1 gestorben sind, ist laut Stern bisher unklar. Vorsorglich wurden alle Vögel des Betriebs, mehrere hundert Enten, Hühner und Gänse getötet.

14. März 2006

Der Verdachtsfall vom 13. März hat sich nicht bestätigt. Die Sperrmaßnahmen in Lichtenfels wurden aufgehoben.

   Externer Link Robert-Koch-Institut

   Externer Link Auswärtiges Amt

   Externer Link WHO-Informationen zur Vogelgrippe

   Externer Link Informationen der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern zur Vogelgrippe

23. März 2006

Mittlerweile haben zwei Forschergruppen unabhängig voneinander festgestellt, dass die Übertragung der Vogelgrippe von Mensch zu Mensch äußerst schwierig sein dürfte, da sich H5N1 bevorzugt in den Zellen der unteren Regionen des Atemtrakts vermehrt. Das meldet die Welt in ihrer Online-Ausgabe vom 23.03. Zudem sei eine größe Menge an Viren nötig, um sich anzustecken. Die WHO geht von weltweit 184 Menschen mit H5N1-Infektion (ohne die aktuellen Fälle in Ägypten) und 103 Todesopfern aus, meldet die Online-Ausgabe der Wochenzeitung.

   Externer Link Forscher enträtseln die Ansteckungswege von H5N1 (welt.de)

10. April 2006

In einem sächsischen Mastbetrieb (Wermsdorf) ist die gefährliche Variante des Vogelgrippe-Erregers zum ersten Mal in Deutschland bei Nutzgeflügel aufgetreten. Über 20.000 Tiere wurden jetzt innerhalb der Sperrzone rund um den Betrieb getötet. Wie das Virus unter das Nutzgeflügel gelangen konnte, ist bisher unklar.

   Externer Link Ursache für Vogelgrippe-Infektion in Sachsen weiter unklar (welt.de)

18. April 2006

Ein im Süden Münchens verendeter Uhu war nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Institut mit H5N1 infiziert. Es wurde eine 3 km umfassende Sperrzone errichtet, obwohl zunächst noch unklar ist, ob es sich um den hochgefährlichen Typ Asia handelt.

   Externer Link Vor den Toren Münchens(gesundheitpro.de)

21. April 2006

"Die Gefahr einer Einschleppung des Geflügelpestvirus H5N1 Asia über infizierte Wildvögel ist in Deutschland hoch", gibt Prof. Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Löffler-Instituts zu bedenken. Als Maßnahme diskutiert eine eine Verlängerung der Stallpflicht für Nutzgeflügel. Einie Schutzimpfung für das Geflügel stelle keine Option dar.

   Externer Link Neue Risikobewertung des FLI: Hohe Gefährdung für Nutzgeflügel in Deutschland(Pressemitteilung bei idw-online)

21. April 2006

"Das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit (FLI) auf der Insel Riems hat einen zweiten Prototyp eines Markerimpfstoffes gegen Vogelgrippe vorgestellt" meldet FAZ online. Der Vorteil bestünde darin, dass geimpfte von erkrankten Vögeln unterschieden werden könnten und dass nicht nur Hühner, sondern auch anderes Geflügel mit dem Impfstoff behandelt werden könnten. Im nächsten Jahr sollen Feldversuche an größeren Vogelbetständen beginnen.

   Externer Link Neuer Impfstoff gegen Vogelgrippe

04. Juli 2006

Epidemiologen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zogen Bilanz: Die Ansteckungszahlen sind im Winter und Frühjahr auf der Nordhalbkugel am höchsten, was der menschlichen Influenza entspricht. Die Forscher fanden außerdem heraus, dass besonders junge Erwachsene betroffen sind: 50% der Opfer waren unter 20 Jahre, 90% waren jünger als 40 Jahre alt, was Vergleiche mit der Spanischen Grippe zulässt, wo gleiche Muster zu erkennen sind.

   Externer Link Spiegel online: H5N1 tötet vor allem junge Menschen

07. August 2006

Im Dresdner Zoo ist ein junger Trauerschwan an der H5N1-Vogelgrippe gestorben. Nun ist nach Aussagen des Zoodirektors Karl-Heinz Ukena der gesamte Vogelbestand des Tierparks gefährdet. Es drohen die Evakuierung von Tieren, eine vorübergehende Schließung oder schlimmstenfalls die Tötung sämtlicher 700 Vögel, von denen einige Arten vom Aussterben bedroht sind.

   Externer Link Die Welt.de: Trauerschwan verendet: Vogelgrippe im Dresdner Zoo

19. Februar 2007

Nachdem im Januar erstmalig H5N1 in Russland nachgewiesen worden ist, ist die Vogelgrippe nun in Moskau ausgebrochen - Menschen sind nicht betroffen. Es wurden Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. 160 Menschen sind seit 2003 an der Vogelgrippe gestorben.

   Externer Link spiegel.de: Vogelgrippe in Moskau ausgebrochen

20. Februar 2007

Die ursprünglich bis Ende Februar geltende Stallpflicht für Geflügel wird bis Oktober verlängert. Doch es gibt Ausnahmeregelungen: Dauerhaft müssen die Tiere nur in Risikogebieten im Stall bleiben.

   Externer Link gesundheitpro.de: Schutz vor Vogelgrippe - Stallpflicht bis Oktober

23. Februar 2007

Die russischen Behörden befürchten, dass sich die Vogelgrippe in Moskau weiter ausbreiten könnte. Infiziertes Geflügel sei bis weit ins Umland verkauft worden.

   Externer Link gesundheitpro.de: Vogelgrippe bei Moskau - Weitere Infektionen möglich

29. März 2007

In Indonesien ist eine 28-Jährige sowie ein 14-jähriger Junge an der Vogelgrippe verstorben. Ein weiteres Todesopfer forderte die Seuche in China. Weltweit wurden bislang 284 Menschen nachweislich infiziert, "169 Patienten sind in zwölf Ländern Asiens und Afrikas an dem Erreger gestorben."

   Externer Link spiegel.de: Drei Menschen an Vogelgrippe gestorben

04. Mai 2007

Die Vogelgrippe ist im westafrikanischen Ghana nahe der Hauptsadt Accra ausgebrochen. 1.600 Tiere wurden sofort getötet. Sämtliche Geflügelexporte wurden ausgesetzt. "Weltweit mussten in den vergangenen Jahren mindestens 200 Millionen Vögel wegen der Krankheit ihr Leben lassen," berichtet der Spiegel.

   Externer Link spiegel.de: Vogelgrippe in Ghana ausgebrochen

23. Mai 2007

"In Großbritannien sind vier Personen positiv auf eine leichte Art der Vogelgrippe getestet worden. Die vier Fälle traten nach einem Ausbruch der Krankheit auf einem Bauernhof in Wales auf", berichtet der Spiegel.

   Externer Link spiegel.de: Vogelgrippe in Ghana ausgebrochen

25. Juni 2007

"Die Tierseuche ist in Deutschland erneut ausgebrochen. Sechs der 14 im Nürnberger Stadtgebiet gefundenen toten Wildvögel trugen den Erreger in sich. Die Stadt hat einen Sperrbezirk eingerichtet. Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer: Kein Anlass zur Panik", berichtet der gesundheitpro.de.

   Externer Link gesundheitpor.de: Die Vogelgrippe ist zurück

05. Juli 2007

"Angesichts der Ausbrüche in Bayern, Sachsen und im Grenzgebiet von Thüringen und Sachsen-Anhalt geht das zuständige Friedrich-Loeffler-Institut mittlerweile von einem epidemiologischen Geschehen aus", berichtet der gesundheitpro.de.

   Externer Link gesundheitpor.de: Bundesinstitut stuft Risiko hoch

08. Juli 2007

"Nach dem bundesweit ersten Vogelgrippe-Fall bei Nutztieren in diesem Jahr sind am Wochenende rund um den thüringischen Ort Wickersdorf im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt 1.200 Tiere getötet worden", meldet aerzteblatt.de. "Schnelltests an Proben der 1.200 getöteten Tiere ergaben (...) keine Anzeichen für eine weitere Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus."

   Externer Link zur Nachricht bei aerzteblatt.de

09. Juli 2007

"Die Funde von infizierten Wildvögeln in nunmehr vier Bundesländern veranlassen das Friedrich-Loeffler-Institut, die Risikobewertung einer Einschleppung von hochpathogenem aviärem Influenzavirus H5N1 in Nutzgeflügelbestände in Deutschland wieder als "hoch" zu bewerten. Infektionen von Wildvögeln mit Vogelgrippevirus vom Typ H5N1 wurden auch aus der tschechischen Republik und aus Frankreich gemeldet. "Die genaue geographische Ausbreitung des Virus kann derzeit nicht abgeschätzt werden", so Prof. Thomas Mettenleiter, Präsident des FLI..."

   Externer Link zur Pressemitteilung des Friedrich-Loeffler-Instituts

27. August 2007

"Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe auf einem Geflügelhof in Erlangen sind bis Sonntag Abend rund 160.000 Enten getötet worden."

   Externer Link zur Meldung bei stuttgarter-zeitung.de

 
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