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Zuletzt geändert am 05. 10. 2010

Nebenjob-Umfrage 2005 unter Medizinstudenten

Viele nützliche, einige exotische und wenige lukrative Nebenjobs

Redaktion Via medici online (mehu)

Im August diesen Jahres befragten wir Medizinstudentinnen und Medizinstudenten zu ihren Nebenjobs. Viele Studenten benötigen das Geld aus einer Nebentätigkeit zur Finanzierung des Studiums. Die Verdienste reichen von 100 bis über 1000 Euro pro Monat.

Übersicht

Wir fragten unsere Leserinnen und Leser, welchem Nebenjob sie nachgehen, wie viel sie verdienen, wozu sie das Geld benötigen, was sie dabei lernen und welche Kenntnisse nötig sind. Die Resonanz war sehr gut: Wir erhielten insgesamt 255 Mails.

Bei der Umfrage, die einen Monat lief, hatten die Studentinnen und Studenten die Möglichkeit Preise zu gewinnen. Wir verlosten eine blaurote Luftmatratze von der Firma campingshop-plus.de, die im schönen Spätsommer sicherlich noch zum Einsatz kommen wird, und zusätzlich das Buch "Die blaurote Luftmatratze" aus dem http://www.ullstein-taschenbuch.de.


Wer hat an der Umfrage teilgenommen?Nach oben hoch

Fast zwei Drittel der Teilnehmer waren weiblich.

An der Umfrage nahmen zu zwei Drittel Frauen teil.
An der Umfrage nahmen zu zwei Drittel Frauen teil.


Die Studentinnen und Studenten verteilten sich auf alle Semester, wobei sich insbesondere Studenten der letzten Semester eines jeweiligen Abschnitts (4. vorklinisches Semester, 6. klinisches Semester) beteiligten.

Sowohl Vorkliniker als auch Kliniker haben sich beteiligt.
Sowohl Vorkliniker als auch Kliniker haben sich beteiligt.


Wann arbeiten die Studentinnen und Studenten?Nach oben hoch

Über dreiviertel aller Teilnehmer arbeiten das ganze Jahr hindurch, obwohl das Medizinstudium wohl jeden sehr in Anspruch nimmt. 36 Teilnehmer arbeiten nur in den Ferien und 12, vor allem Hilfswissenschaftler (HiWis), nur im Semester.

Die meisten Teilnehmer arbeiten das ganze Jahr.
Die meisten Teilnehmer arbeiten das ganze Jahr.


Das EinkommenNach oben hoch

Auch wenn einige Studentinnen und Studenten betonten, dass das Geld bei der Arbeit eher eine untergeordnete Rolle spiele, bürden sich die meisten die zusätzliche Arbeit nicht umsonst auf. Für manche lohnt sich das Arbeiten richtig, so sind immerhin Verdienste von über tausend Euro monatlich (4) oder 15 bis 20 Euro pro Stunde (11) möglich. Die Regel sind 300-600 Euro im Monat (43) oder 7-10 Euro (82) in der Stunde.

Die Verdienste variieren stark.
Die Verdienste variieren stark.

Die Studentinnen und Studenten verdienen bis zu 20 Euro die Stunde.
Die Studentinnen und Studenten verdienen bis zu 20 Euro die Stunde.

Nur etwa die Hälfte der Teilnehmer (128) sieht das Einkommen aus den Nebenjobs als Nebenverdienst für Sonderwünsche. Häufiger gaben die Studentinnen und Studenten an, es handele sich um einen notwendigen Zusatzverdienst. 33 Studentinnen und Studenten, finanzieren mit dem Nebenjob als Hauptquelle ihr Studium. Zwei Dritteln davon arbeiten in medizinischen Einrichtungen und verdienen im Durchschnitt mehr als ihre Komillitonen, die das Geld lediglich zur Zusatzfinanzierung vorsehen.


Die JobsNach oben hoch

Die meisten Studentinnen und Studenten sind in einer Klinik, an der Uni oder bei einem Arzt beschäftigt, immerhin 90 Teilnehmer gehen anderen Tätigkeiten nach. Sie verdienen ihr Geld in Bäckerei, Fachverlag, Druckerei, Restaurant oder Büro.

Die meisten Teilnehmer arbeiten in einer Klinik, an der Uni oder in einer Praxis.
Die meisten Teilnehmer arbeiten in einer Klinik, an der Uni oder in einer Praxis.

Über die Hälfte der Teilnehmer arbeiten als Pflegekraft, HiWis oder Nacht- oder Sitzwachen, 116 Teilnehmer nannten uns auch andere Nebenjobs.

Viele Studentinnen und Studenten arbeiten nicht als HIWI, Pflege oder Wache.
Viele Studentinnen und Studenten arbeiten nicht als HIWI, Pflege oder Wache.

Unter "Sonstiges" fallen sowohl medizinische als auch nichtmedizinische Tätigkeiten. Die meisten gehen medizinischen Nebenjobs nach, es finden sich zum Beispiel Arzthelfer, Rettungssanitäter, MTA, Aufwachraumbetreuung, Physiotherapeut, Hakenhalter, medizinische Schreibkraft, pharmazeutisch-kaufmännische Tätigkeit und Tutor. Bei den nichtmedizinischen Tätigkeiten wurden sowohl typische Studentenjobs genannt wie Bedienung im Cafe oder Restaurant, Verkäufer, Kassierer und Archivarbeit, es fanden sich jedoch auch recht exotische Nebenjobs. Eine Fitnesstrainerin, eine Rechtsanwaltsgehilfin, ein Hochschulsporttrainer, eine Hostess, Geldzählerin, Wasseraufsicht, Call Center Agent, und eine Studentin nennt sogar einen Catering-Service ihr Eigen. Insgesamt kann sich hier wohl jeder Student Anregungen holen.


VoraussetzungenNach oben hoch

Wer sich hier jetzt Anregungen geholt hat, muss natürlich auch wissen, welche Voraussetzungen man mitbringen muss, um in einem Job Fuß fassen zu können. Knapp ein Drittel der Teilnehmer sehen keine besonderen Kenntnisse für ihren Job als erforderlich an. 28 Studentinnen und Studenten benötigen vorklinische und über ein Drittel klinische Kenntnisse. Manchen Teilnehmern kam auch eine abgeschlossene Ausbildung zu Gute. Es erstaunt nicht, dass die Teilnehmer mit einer Ausbildung, zum Beispiel als Rechtanwaltsgehilfin oder Physiotherapeutin, am meisten verdienten.

Klinische Kenntnisse sind häufig erforderlich.
Klinische Kenntnisse sind häufig erforderlich.

Sonstige Kenntnisse wie Sprachen, administrative Fähigkeiten und Maschinenschreiben sind häufig bei den oben genannten sonstigen Nebentätigkeiten Vorraussetzung. So benötigt ein Call-Center-Agent gute Englisch-Kenntnisse und eine Schreibkraft sollte mindestens 1850 Anschläge pro 10 Minuten schaffen.


Ein schöner NebeneffektNach oben hoch

Nicht allein das Geld spielt für die Ausübung des Nebenjobs eine Rolle. Für viele ist ein wichtiger Aspekt, Erfahrungen für den Beruf zu sammeln. Wie beurteilen die Studentinnen und Studenten den Lerneffekt ihrer Tätigkeit?

Viele Studenten sehen den Lerneffekt in ihrer Tätigkeit.
Viele Studenten sehen den Lerneffekt in ihrer Tätigkeit.

129, also fast die Hälfte aller Teilnehmer, betonen, sie lernten viel bei ihrem Nebenjob. Hier sind vor allem Rettungssanitäter und Pflegekräfte zu nennen. Fast genauso viele, nämlich 122 Teilnehmer, sagen, die Arbeit bringe ihnen bezüglich des Studiums wenig oder gar nichts. Aber auch wer durch die Tätigkeit nicht direkt für das Medizinstudium profitiert, kann dennoch bei der Arbeit lernen. Die Strategie einer Studentin, die in einer Bibliothek arbeitet: "Wenn nicht so viel los ist, lerne ich fürs Studium".

 
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