Medizinstudium
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Arzt im Beruf
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| Infos zum Pflegepraktikum |
Der junge Medizinstudent sammelt seine ersten Erfahrungen mit dem späteren Einsatzgebiet "Krankenhaus" zumeist im obligatorischen Pflegepraktikum. Es umfasst drei Monate, die im Grundstudium vor dem Physikum - also in der Vorklinik - zu absolvieren sind.
Die drei Monate können auch zeitlich aufgetrennt und in verschiedenen Krankenhäusern und auf unterschiedlichen Stationen absolviert werden. Die Einsatzgebiete können sehr variieren, zum Beispiel zwischen Chirurgie, Pulmonologie, Kreißsaal, Gastroenterologie, Kardiologie etc. Einige Bereiche sind jedoch nicht zugelassen, da Grundpflege in der Regel nicht anfällt; so zum Beispiel Ambulanzen, natürlich die Pathologie oder auch Dialysezentren.
| Der erste Tag |
Aufgeregt und gespannt auf den ersten Tag erwartete ich die Pflegedienstleiterin im Eingang des Krankenhauses. Nach kurzer Begrüßung erfuhr ich, dass ich auf der Kardiologie unterkommen würde, was mir sehr interessant erschien. Ich wurde der leitenden Pflegerin der Station vorgestellt und von ihr über die Station geführt.
Zu meinen ersten Aufgaben gehörten das Kontrollieren und Messen von Blutdruck, Puls, Temperatur und Gewicht der Patienten. Dabei hatte ich auch gleich die ersten Begegnungen mit den Patienten.
In der Welt des Krankenhauses scheinen dabei alle Gefühlslagen der Patienten auf eine interessante Art intensiviert zu sein: Es gab völlig offene und neugierige Patienten, Menschen die herumscherzten und die eigene angeschlagene Situation anscheinend gut verkrafteten, aber auch natürlich sichtbar traurige Patienten. Diese erschienen oft schier überfordert von der teils plötzlichen, teils anhaltenden Konfrontation mit der eigenen Krankheit.
Der Umgang mit der Erkrankung ist selbstverständlich abhängig vom einzelnen Menschen und seiner Persönlichkeit, der Schwere der Krankheit, der Unterstützung durch Verwandte, dem Gefühl "gut aufgehoben" zu sein und sehr vielen weiteren Faktoren.
| Ein Einblick: Die Arbeit eines Pflegers |
Zu den pflegerischen Aufgaben gehörten für mich das Überprüfen der Viatalfunktionen, das Verteilen von Essen und Medikamenten, das Reinigen von Zimmern nach Entlassung der Patienten, sowie das Waschen und die Hilfe bei alltäglichen Tätigkeiten, wie Anziehen und Essen bei eingeschränkter Mobilität des Patienten.
Kurz: Die pflegerischen Tätigkeiten der Praktikanten sorgen mit für ein möglichst schnelles Genesen und einen möglichst angenehmen Alltag des Patienten beim Aufenthalt im Krankenhaus.
In der Mittagspause stand eine Cafeteria für das Krankenhauspersonal zur Verfügung. So war es mir möglich, bei Frühstuck und Kaffe die Pflegerinnen und Pfleger besser kennenzulernen und mich mit ihnen auszutauschen.
| Über die Arztschulter schauen |
Sehr interessant wurde es auch für mich persönlich bei der Arztvisite, bei der ich den jungen Assistenzärzten, aber auch leitenden Oberärzten oder dem Chefarzt beim Gespräch mit dem Patienten und verschiedenen Untersuchungen zuschauen konnte.
Dabei reichte die Spanne der ärztlichen Aufgaben, die ich beobachten konnte, von Abtasten und Abhören über Blutentnahmen und Pleurapunktionen bis hin zu Knochnmarkbiopsien, bei den ein kleiner Knochenmarkszylinder zur näheren Untersuchung aus dem Beckenkamm gestanzt wird. Außerdem bekam ich zu sehen, wie EKGs ausgewertet wurden und Medikamente auf das Befinden des Patienten hin neu eingeteilt und verordnet wurden.
Zum Ende des Praktikums hin durfte mir sogar das grüne Chirurgenoutfit überstreifen und bei einer Bypass-Operation am offenen Herzen zuschauen, was zum Highlight eines anstrengenden, aber auch interessanten und aufschlussreichen Praktikums wurde.
| Praktikum vorbei - ich komme wieder! |
Nach all den neuen Erfahrungen gab es einen unerwarteten positiven Nebeneffekt: Da ich nach Abschluss des Praktikums das Haus ganz gut kannte, konnte ich eine Stelle als studentische Aushilfe annehmen - keine schlechte Gelegenheit für mich als Studenten, bei denen das Geld ja chronisch knapp ist.
| Mein Studienort | |
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