Die Studienplatzbörse
Online-Vergabe freier Studienplätze
Sandra Hoffmann
Das Online-Portal www.freie-studienplaetze.de wurde im September 2009 zum ersten Mal in Betrieb genommen. Rechtzeitig zum Sommersemester 2010 ist die bundesweite Studienplatzbörse nun wieder geöffnet. Hier findet ihr aus 644 Studienangeboten der Hochschulen in den nächsten Wochen bestimmt noch einen freien Studienplatz.
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| Freie Studienplätze online finden |
Übersicht
| Probleme der Studienplatzvergabe | hoch |
Studieninteressierte bewerben sich heutzutage auf mehrere Studienplätze gleichzeitig, da die Angebote mehr und mehr zulassungsbeschränkt sind. Zudem erhalten herausragende Bewerber häufig mehrere Zulassungen in einem Studiengang an verschiedenen Orten.
Alle Studienplätze kann man nicht annehmen und so bleiben einige Studienplätze an den Hochschulen zunächst einmal frei. Daraufhin müssen zeitintensive Nachrückverfahren eingeleitet werden, um ungenutzte Studienplatzkapazitäten aufzufüllen. So kommen die Studenten in spe teilweise sehr spät in den Studiumsprozess, schreiben sich zwar für das laufende Semester ein, aber starten erst im nächsten Semester richtig durch.
| Ziele der Studienplatzbörse | hoch |
Gegen diese Problematik wendet sich das Online-Portal der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen, kurz ZVS. Das Verfahren ist simpel: Durch einen Abgleich der Studienzulassungen wird vermieden, dass es zu Mehrfachzulassungen kommt. Dadurch fällt das Nachrückverfahren weg.
In erster Linie soll die Online-Börse eine Entlastung für die Hochschulen sein, da das aufwendige Nachrückverfahren hinfällig wird und der Verwaltung viel Arbeit und Kosten erspart bleiben. Außerdem können die Bewerber effizienter nach ihrer Eignung für die entsprechenden Studienangebote ausgewählt werden.
Nicht weniger profitieren davon die Studieninteressierten: Die Chancen auf den erwünschten Studiengang erhöhen sich. Zusätzlich ist der Status der Bewerbung online abrufbar.
| Die Nutzung der Online-Börse | hoch |
Der Zugang zum Portal ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Nach der regulären Vergabe von Studienplätzen erfolgt das Nachrückverfahren, wenn noch freie Plätze vorhanden sind. Sind im Anschluss immer noch "verschmähte" Studienangebote übrig, greift ein Losverfahren.
| Was bietet die Online-Börse? | hoch |
Bisher waren Losplätze in den Studiengängen, die von der ZVS vergeben wurden, regelrechte Glückstreffer. Wahrscheinlicher war es da Plätze für Studiengänge zu bekommen, die nur lokal zulassungsbeschränkt waren - aber nur aufgrund fehlender Koordination in der Verwaltung.
Zudem wussten Studienbewerber bisher nicht, dass lokal nicht zulassungsbeschränkte Studienangebote ohne Vorauswahl vergeben werden und man sich direkt einschreiben kann.
Die Studienplatzbörse hat die Lösung, da sie Studienplätze mit und ohne örtliche Zulassungsbeschränkung anbietet.
Wichtig: Bei Studienplätzen ohne Zulassungsbeschränkung können sich Bewerber direkt bei der Hochschule einschreiben. Existiert ein Studienangebot mit Beschränkung kann man sich über ein Kontaktformular an die entsprechende Hochschule wenden.
Für das Losverfahren kann man sich bei beliebig vielen Hochschulen anmelden, egal ob man sich vorher schon bei der ZVS oder der Hochschule um einen Studienplatz bemüht hat. Die Studienplatzbörse zeigt die noch verfügbaren Restplätze an.
| Studienplätze, die von der ZVS vergeben werden, sind nach Abschluss des Nachrückverfahrens im Online-Portal zu finden. |
Folgende Suchkriterien gelten für den Wunschstudiengang:
| | • | Studientyp (grundständiges oder weiterführendes Studium) |
| | • | Abschlussart (Bachelor, Diplom, Lehramt, etc.) |
| | • | Hochschultyp (mit/ohne Promotionsrecht, FH, Musikhochschule, etc.) |
| | • | Studium mit/ohne Zulassungsbeschränkung |
Die Hochschulen stellen ihr Studienangebot zu unterschiedlichen Zeiten in die Börse ein und bearbeiten es ständig. Daher lohnt es sich immer auf den Seiten der Studienplatzbörse vorbeizuschauen.
| Noch bis 30.04.2010 kann auf der Internetseite der Studienplatzbörse nach freien Studienplätzen für das Sommersemester 2010 gesucht werden. |
| Die Gründer des Projekts | hoch |
Die Studienplatzbörse ist ein Gemeinschaftsprojekt der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS), der Kultusminister- konferenz (KKF) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).
Die gemeinsame Aufgabe lautet das aktuell undurchsichtige Verfahren der Studienplatzvergabe übersichtlicher zu gestalten. Pate für das Modell des Online-Portals stand die Börse des Landes Baden-Württemberg.
Der Bund unterstützt die Kultusminister- und Hochschulrektoren- konferenz und hat mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insgesamt 15 Millionen Euro für das Projekt eingesetzt.
Bundesbildungsministerin Annette Schavan ist überzeugt: "Ab dem Wintersemester 2011/12 wird das Portal allen Studierenden in Deutschland zur Verfügung stehen."
Homepage der Studienplatzbörse
Sandra Hoffmann studiert Medizin und ist freie Autorin bei Via medici online.
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