Medizinstudium
Bücher/Medien
Arzt im Beruf
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| Der Test |

Stell dir vor: Es ist ein schöner Frühlingstag. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, die Menschen essen Eis und du sitzt in der Bibliothek und lernst, wie es sich gehört. Doch kennst du das? Deine Gedanken wollen nicht beim Citratzyklus bleiben. Stattdessen kreisen andere Überlegungen im Kopf. Zum Beispiel…
| a) Immer dieses stumpfsinnige Lernen! Nichts wie weg ins Ausland - Menschen begegnen, Erfahrungen sammeln! Am besten nach Finnland oder Schweden. |
| b) Pauken, pauken, pauken. Zum tiefgründigen Verstehen bleibt da keine Zeit. Ich muss mal wieder ein nicht-medizinisches Buch lesen. |
| c) Jetzt mit Freunden… Ins Kino oder ins Theater… Und dann Straßencafé… Das wäre doch was. |
| d) Dieses irrsinnige Molekülwirrwarr behalte ich so nie. Ich werde mir besser eine Geschichte ausdenken und male die ganzen Proteine und Organellen als fiese kleine Wesen auf ein Plakat. |
| e) Der Studiengang ist so etwas von falsch aufgebaut! Man sollte den Ablauf ändern! Weg mit den veralteten Strukturen! |
| Die Auswertung |
In welchem Gedankengang erkennst du dich wieder?
Hier die Kulturtypen:
| a) Kulturenjunkie |
| b) Der Denker und Philosoph |
| c) Der Ausgeh-Typ |
| d) Der kreative Querkopf |
| e) Der Rebell |
Die passenden Kulturveranstaltungen
Ihr erhaltet aus der medizinischen Sicht einen klaren Vorteil: Die folgenden Happenings bringen nicht nur eine Menge Spaß, sondern entfalten auch eine wohltuende Wirkung auf das Gewissen. Ihr werdet das angenehme Gefühl gewinnen, auch Euern Horizont angenehm erweitert zu haben. Kombiniert mit wilden Partys bringen sie die wertvolle Gelassenheit ins Studium.
| Für Kulturenjunkies |
10. Skandinavische Filmtage Bonn (23.-29. April 2009)
Jeden Abend während der Woche wird ein Film aus dem hohen Norden im Kino in der Brotfabrik oder im Rheinischen Landesmuseum gezeigt. Vor der Kulisse spektakulärer Landschaften im Hintergrund taucht der Zuschauer in bewegende Geschichten ein, inszeniert von skandinavischen Regisseuren, die sich nicht nach Hollywood richten. Bullerbü-Feeling pur.
Fazit: Nicht nur für Mediziner, die von einem Auslandsaufenthalt in Skandinavien schwärmen, sondern für alle Liebhaber von guten Filmen sehenswert.
| Für Denker und Philosophen |
Die Ausstellung "Alter in der Antike" im Rheinischen Landesmuseum (26. Februar-07.Juni 2006)
Die Wechselausstellung thematisiert Bereiche des Lebens, die wir zukünftige Mediziner während der Praktika im Krankenhaus hautnah erleben: die Veränderungen des Körpers und des Geistes mit dem Alter. Der Eintritt kostet für Studenten 3 Euro. Für einen Euro kann man sich einen Audioguide ausleihen. Man lauscht Geschichten über den sagenhaften König Pelias , der von seinen Töchtern zu Verjungerungszwecken in einem Topf gekocht wurde, über den blinden Homer, über den alten Diogenes in seiner Tonne oder die vornehmen römischen Damen, die stets als junge Frauen abgebildet werden mussten. Denn auch vor zwei Jahrtausenden war das Altern und Sterben ein Tabu-Thema.
Fazit: eine kleine übersichtliche Ausstellung, die zum Nachgrübeln und Staunen einlädt.

| Für Ausgeh-Typen |
Die Kriminalkomödie nach Alfred Hitchcocks "Die 39 Stufen" im Contra-Kreis-Theater (05. März-10. Mai 2009)
"Theater = Kultur und Shakespeare" war gestern. In den "39 Stufen" verbindet sich Niveau und Unterhaltung. Man kann geballte Action erleben, die Verfolgungsjagd auf einer rasenden Lokomotive als Theateraufführung ist alleine schon viel wert. Die Bauchmuskeln werden nicht geschont beim Anblick des Schauspielers, der schon zum vierten Mal eine andere Lady spielt. Mit einem feinen Sinn für Humor werden Hitchcock-Filme parodiert. Die Preise starten bei moderaten 11,20 Euro an, allerdings müsst Ihr etwa eine Woche im Voraus reservieren.
Fazit: Die Spezialeffekte: unvergleichlich. Die Schauspieler: wahre Meister. Der Spaßfaktor: ganz hoch. Dieses Stück eignet sich für alle Anlässe: ob mit Freunden oder mit der Familie, die gerade zu Besuch ist, die Aufführung ist wärmstens zu empfehlen!
| Für kreative Querköpfe |
Videonale 12 im Kunstmuseum Bonn (26. März-26. April 2009)
Für eine Woche strömten junge Kunstschaffende aus ganz Europa nach Bonn und hinterließen uns ihre Werke. Zwei der Künstler bewohnten mein bescheidenes Studentenzimmer. So hatte ich genügend Zeit, in den kühlen dunklen Räumen des Kunstmuseums auf kleinen Bildschirmen die "zeitgenössische Videokunst" zu bestaunen. Die Kurzvideos sind häufig abstrakt , z.B. wird der Begriff "Arbeit" in einer Performance ausgedrückt.
Fazit: Sicherlich ein Ideenpool für Kreative, die mit dem modernen Kunstverständnis etwas anfangen können. Für andere sicherlich gewöhnungsbedürftig.
| Für Rebellen und Anarchisten |
Der Veganer Brunch im Oscar-Romero-Haus (19. April 2009)
Auf dem Dachboden einer links denkenden Kommune treffen sich alternative Menschen aus Bonn und Umgebung, um in ungezwungener Atmosphäre Leckereien zu verspeisen, die ohne jegliche Tierprodukte zubereitet wurden. Und WIE es jedes Mal schmeckt!
Diesmal findet der Brunch abweichend im Kult 41, Hochstaudenring 41 an der Viktoriabrücke von 12 bis 16 Uhr bei schönem Wetter draußen statt. Nachdem ihr euch am pflanzlichem Buffet gesättigt habt, könnt ihr von 13 bis 18 Uhr in der Ausstellung "Vom Polizeigriff zum Uebergriff" vorbeischauen oder eure Friedfertigkeit nach dem Schmaus noch steigern indem ihr euch am Antirepressionsworkshop "Reise in die Repression" um 15 Uhr beteiligt.
Die Türe stehen für alle offen, die nicht unbedingt eine feurige "Fleisch-ist-toll-Rede" halten wollen. Als Dankeschön hinterlässt jeder eine kleine Spende; das Geld fließt in den Tierschutz.
Fazit: Nicht nur für Revolutionäre, sondern auch für neugierige "Leckermäulchen" interessant! Ein perfekter Start in den Sonntag mit Freunden oder auch alleine. Hier trefft Ihr auf ungewöhnliche Menschen und kommt ganz schnell mit ihnen ins Gespräch!
Für weitere Informationen zu dieser Veranstaltung müsst Ihr auf Plakate in der Bibliothek und in der Universität achten.

| Und nun viel Spaß bei den Unternehmungen. Kampf dem Fachidiotismus! |
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