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Artikel vom 14. 06. 2011

Entdeckungen 2011: Gesundheit: Deutsche Forschungsgruppen stellen sich vor

Ausstellung bis 4. September 2011 auf der Insel Mainau

Dorothee Oestreicher

Die Ausstellung "Entdeckungen 2011: Gesundheit" behandelt auf der Insel Mainau im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2011 hochaktuelle Themen aus der Gesundheitsforschung. 18 ausgewählte Forschungsgruppen verschiedener Unis präsentieren ihre Ziele, Arbeitsansätze und Ergebnisse. Dabei wird nicht nur der wissenschaftliche Anspruch erfüllt; selbst für Kinder gibt es interessante und unterhaltsame Angebote.

Übersicht


Über die VeranstaltungNach oben hoch

Die Veranstaltung "Entdeckungen 2011: Gesundheit", die noch bis zum 4. September 2011 auf der Insel Mainau bei Konstanz stattfindet, wird organisiert von der " Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee" und gefördert vom "Bundesministerium für Bildung und Forschung" (BMBF); Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan ist Schirmherrin der Ausstellung.

Erklärtes Ziel der Ausstellung ist es, insbesondere das Fachpublikum, aber auch die Allgemeinheit, für innovative Forschungsgebiete zu sensibilisieren und zu interessieren.

Im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses und im Blickpunkt der Medien stehen vor allem typische "Volkskrankheiten" wie Diabetes und Krebs. So ist auch der Stellenwert von Prävention durch Sport und Ernährung oder Naturheilverfahren Bestandteil des Themenparks.

Vorstellen wird die Autorin jedoch ein Forschungsprojekt, das seinen Weg in die breite Öffentlichkeit (noch) nicht gefunden hat:


"CAPS": engineering meets medicineNach oben hoch

Wie sind Ingenieurwesen und Medizin miteinander vereinbar? Antwort auf diese Frage lässt sich in Pavillon 13 finden, in dem sich die Forschungsgruppe "CAPS - Computer-aided Plastic Surgery" präsentiert. Das Team setzt sich zusammen aus Forscherinnen und Forschern der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des "Klinikums rechts der Isar" und der Fakultät für Medizin der Technischen Universität München.

Neben Medizinern arbeiten in dieser Forschungsgruppe auch Ingenieure, Mathematiker, (Medizin-) Informatiker und Mitarbeiter der Biomechanik.

Ziel der fächerübergreifenden Forschung des Teams ist es, mithilfe der Computertechnologie medizinische Fragestellungen nicht nur zu erörtern, sondern vor allem zu visualisieren. Auf diese Art sollen neue Lösungsansätze gefunden werden - insbesondere in der Ästhetischen, Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie.

So soll u.a. möglich sein, mit Hilfe von Computermodellen Zustände prä- und postoperativ zu vergleichen, Volumina exakt zu bestimmen und vieles mehr.

Konkret funktioniert das folgendermaßen: Menschliches Weichteilgewebe und Körperoberflächengeometrie werden in allen drei Dimensionen mittels modernster Technologien quantifiziert. Dies wird beispielsweise durch einen Laserscan des Patienten erzielt. Durch Digitalisierung und mittels spezieller Software kann anschließend am Computer ein virtuelles 3D-Modell erstellt werden. An diesem dreidimensionalen Modell können Mediziner dann Operationsergebnisse simulieren oder - im Rahmen des Qualitätsmanagements - objektive Schlüsse ziehen.

Interessante Publikationen zu dieser wissenschaftlichen Arbeit sind folgende:

Three-dimensional recording of the human face with a 3D laser scanner.

   Externer Link http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17046629

Women's Quality of Life and Surgical Long-Term Outcome After Breast Reconstruction in Poland Syndrome Patients.

   Externer Link http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21501086

Aber nicht nur für die Plastische Chirurgie sind diese innovativen Techniken zukunftsweisend. So gibt es Projekte, bei denen komplexe anatomische Regionen optisch einwandfrei dargestellt werden müssen. Eine Darstellung im Rahmen der CAPS könnte beispielsweise dabei helfen, Osteosyntheseverfahren zu optimieren. Für dieses Projekt besteht eine enge Kooperation der Unfallchirurgie mit den Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgen.

Dass die Idee der CAPS-Forschungsgruppe wegweisend für die Zukunft ist, und dass sie sich mit der Verknüpfung von Medizin und Ingenieurwissenschaften bereits eine hervorragende Position erarbeiten konnte, beweist sicherlich die Auszeichnung "Ausgewählter Ort 2010" in der Kategorie Wissenschaft und Technik der Initiative "Deutschland - Land der Ideen".


Weitere Informationen zur VeranstaltungNach oben hoch

Informationen zur Ausstellung auf der Insel Mainau

Eintritt zur Ausstellung kostenlos, Eintritt zur Insel 15,90€ für Erwachsene.

   Externer Link http://www.mainau-entdeckungen.de/de/gesundheit-2011/


Informationen zur vorgestellten Forschungsgruppe CAPS (Insel Mainau: Pavillon 13)

   Externer Link CAPS auf der Ausstellung

   Externer Link www.caps.me.tum.de


Informationen zu Veranstaltungen des Wissenschaftsjahres Gesundheitsforschung 2011

   Externer Link Veranstaltungen des Wissenschaftsjahres Gesundheitsforschung 2011

 

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