Medizinstudium
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Arzt im Beruf
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| Allgemeine Informationen |
Seit dem WS 05/06 werden 60 % der Studienbewerber von den Hochschulen selbst ausgewählt. Aktuelle Informationen darüber findet man natürlich bei Hochschulstart selbst.
| Verfahren in Essen |
Essen gehört zu den Fakultäten, die auch tatsächlich zu Gesprächen einladen. Dabei sollen vor allem Motivation und Eignung für das Studium festgestellt werden. Nach einem Punkte-System werden dann die Teilnehmer bewertet und anschließend ausgewählt. Punkten kann man beispielsweise durch eine begründete Entscheidung(-sfindung), gezielter Vorbereitung auf das Studium (durch entsprechende Leistungsfächer, außerschulische Aktivitäten etc.) und realistischen Vorstellungen vom Beruf des Arztes. Unbedingt durchlesen sollte man sich daher die Formalia.
| Meine Erfahrung |
Ich selbst bin ganz knapp am Numerus clausus vorbeigeschlittert. Unter anderem daher habe ich gezielt die Universität Essen als erstes auf meiner Hochschulstart-Bewerbung gewünscht - in der Hoffnung auf eine Chance im Gespräch.
Tatsächlich kam gleich mit der ZVS-Absage eine Einladung an die Fakultät für Medizin im Rahmen des Auswahlverfahrens. Zuerst sollte ich jedoch einen persönlichen Fragebogen ausfüllen und vor dem angekündigten Termin zuschicken. Dieser fragte Dinge wie den schulischen Werdegang, weitere Kurse und AGs an der Schule, besondere schulische Interessen sowie außerschulische Aktivitäten ab. Außerdem sollten Angaben über eventuelle bisherige Berufsausbildung oder -tätigkeit gegeben werden.
Dieser Bogen lag dann auch den beiden Professoren vor, die mich empfingen. Natürlich war ich wahnsinnig aufgeregt. Ebenso die beiden anderen "Anwärter" denen ich noch im Dekanat begegnete. Einer hatte es schon hinter sich, die andere sollte nach mir dran sein.
Die Nervosität legte sich jedoch schnell mit einem überaus freundlichem Empfang und dem Angebot eines Getränks. Mit als erstes wurde gefragt, warum ich denn Medizin studieren wolle. Meines Erachtens nach eine Schlüsselfrage. Alle in derselben Situation mit denen ich später gesprochen habe, mussten dies ebenso beantworten. Damit sollte man sich also definitiv schon im vorhinein ausführlich auseinandergesetzt haben.
Des Weiteren wurde ich zur Strukturierung des Studiums, meinen Interessenschwerpunkten und, im Bezug auf den Fragebogen, zu meinem Lebenslauf befragt. Es ergibt sich aus der Ordnung für die Durchführung der Gespräche, dass man hier möglichst viel anführen sollte, was irgendwie zum Studium passt.
Ein paar Tipps aus meiner sehr subjektiven Beurteilung heraus (das kann man auch anders sehen): Wichtig wären neben medizinischem und wissenschaftlichem Interesse auch humanitäres Engagement. Wer noch zur Schule geht und mit dem Gedanken spielt Medizin zu studieren, dem würde ich natürlich naturwissenschaftliche LKs ans Herz legen. Praktisch, meine ich, sind auch abgeleistete Praktika im Krankenhaus, Ersthelfer-Kurse etc. Ein Plus, auch mein Urteil, sind immer Auslandsaufenthalte und Teilnahme an Wettbewerben wie "Jugend forscht". Ihr merkt in welche Richtung meine Empfehlung gehen. Wodurch man sich abhebt, kann man sich auch positiv hervorheben.
Alles in allem kam mir das ganze mehr wie ein lockeres Gespräch, als wie eine Entscheidung über mein kommendes Jahr vor, so nett und interessiert wie sich die beiden Profs gaben. Und geklappt hat es dann auch.
Sehr zu empfehlen für diejenigen, die dasselbe vor sich haben: Es gibt außerdem eine Website allein zu diesem Thema.
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