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Artikel vom 10. 11. 2008

Aktion Saubere Hände an den Unikliniken des Saarlandes

Medizinstudenten im 1. klinischen Semester weisen auf Händedesinfektion hin

Ellen Kalchschmidt

Mit Desinfektionsmittel, Flyern, Prospekten und Plakaten bewaffnet machten sich die Homburger Medizinstudierenden des 1. klinischen Semesters im Oktober auf den Weg. Ihr Ziel: Die Stationen des Universitätsklinikums. Ihre Mission: Das wichtige Thema Händedesinfektion anzusprechen und damit die bundesweite Aktion "Saubere Hände" zu unterstützen.

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Das Logo der Aktion

Übersicht


Praktische LehrplanumsetzungNach oben hoch

Normalerweise beschäftigen sich die Erstsemester der Klinik in Homburg nur im Vorlesungs- oder Praktikumssaal mit den alltäglichen und exotischen Krankheitserregern. Doch dieses Jahr kam es anders: Im Rahmen der Aktion "Saubere Hände" wurden wir ermuntert, uns auch einmal praktisch damit zu beschäftigen.


Motiviert und angeworbenNach oben hoch

So warb unser Dozent Prof. Dr. Herrmann schon eine Woche vor dem bundesweiten Aktionstag für die Kampagne und bat uns um unsere Mithilfe. Wir sollten das Wissen, das wir in den Vorlesungen und Praktika über Händedesinfektion und Krankenhausinfektionen theoretisch erworben hatten, an die Öffentlichkeit weiter tragen. Genauer gesagt sollten wir auf die Stationen gehen und dem Pflegepersonal, den Ärzten und Patienten und allen anderen, die wir dort antreffen würden, die Wichtigkeit der Desinfektion und Hygiene nahe legen.


Ziel der AktionNach oben hoch

Ziel der Aktion ist es, auf längere Zeit gesehen die Zahl der Krankenhausinfektionen zu reduzieren und die Patientenversorgung zu verbessern. Schwerpunkt ist die Händedesinfektion, denn viele der Infektionen, die Patienten in Krankenhäusern bekommen, werden durch ungenügend desinfizierte Hände übertragen. Die Träger der Kampagne, das Aktionsbündnis Patientensicherheit, die Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. und das Nationale Referenzzentrum für die Surveillance von nosokomialen Infektionen möchten bis 2010 für das Thema sensibilisieren und zu Maßnahmen aufrufen, die dazu führen, dass in Krankenhäusern deutlich häufiger und in den richtigen Situationen die Hände desinfiziert werden.


Die Gefahr lauert auf der HandNach oben hoch

In Krankenhäusern und Pflegeheimen sind Zahl und Vielfalt von Krankheitserregern und resistenten Problemkeimen im Gegensatz zur normalen Umwelt des Menschen um einiges höher. Durch mangelnde Händedesinfektion steigt das Risiko der Erregerübertragung stark an, da Keime leichter verschleppt werden können. Vor allem Patienten mit geschwächter Immunabwehr oder offenen Wunden sind stark gefährdet. Es ist wichtig, auch im hektischen Alltag auf den Stationen oder im OP stets auf gründliche Händedesinfektion zu achten, um unnötige Infektionen zu vermeiden.


UmsetzungNach oben hoch

Wohl informiert und mit allerlei Werbematerial ausgestattet verstreuten sich an diesem Oktobertag kleine Grüppchen von Studierenden auf dem gesamten Homburger Campus. Sie verteilten die Flyer, Plakate und Desinfektionsmittel und führten Gespräche mit Pflegepersonal, Patienten und Ärzten. Den meisten Angesprochenen ist durchaus bewusst, wie wichtig das Thema ist. Dennoch ist die Umsetzung im Stationsalltag oftmals noch verbesserungsfähig.


Weitere InformationenNach oben hoch
   Externer Link Homepage der Aktion Saubere Hände

 

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