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Anmeldung zum Rigorosum in München

Der letzte Schritt zum Doktortitel

Hanne Vogt

Wie nach langem Forschen und Literatursuchen, "Zusammenschreiben" und dem ein oder anderen Moment der totalen Frustration doch noch der begehrte Titel des Dr. med. erblüht - die letzten Schritte führen ins Promotionsbüro...

Übersicht


Das Anmeldeverfahren - aber nicht vor dem 3. Staatsexamen!Nach oben hoch

Ihr habt alle Hindernisse geschickt umschifft, seid mit euren Betreuern zurechtgekommen (meistens...) und bestimmt um viele Erfahrungen in der Welt der Forschung reicher geworden. Gleichgültige Labormitarbeiter, nichtfunktionierende Geräte oder Rangeleien wegen ständiger Erweiterungen eures Themas liegen hinter euch. Dann habt ihr's nun fast geschafft: Der kommende, wohl letzte bürokratische Akt, ist die Anmeldung eurer Dissertation zur Prüfung durch den Promotionsausschuss und das Rigorosum, die abschließende mündliche Prüfung. Was ganz wichtig ist: Grundvoraussetzung für die Anmelderei ist das bestandene 3. Staatsexamen! Ihr müsst also das PJ samt Prüfung erfolgreich hinter euch gebracht haben, selbst wenn die Dissertation schon seit Semestern fertig geschrieben bei euch zu Hause rumliegt.

Ein weiterer Tipp: Wartet nicht zu lange mit dem Anmelden, denn wenn mehr als 3 Monate seit eurer Exmatrikulation verstrichen sind, verlangt das Promotionsbüro ein aktuelles amtliches Führungszeugnis von euch. Ein Mehraufwand, der vermieden werden kann! Ist die Anmeldung erfolgt, muss mit einer Bearbeitungszeit von - im Moment - einem halben Jahr gerechnet werden. In der Zeit wird die Dissertation von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses gelesen und bewertet und ein Termin für die mündliche Prüfung, das Rigorosum, geplant - allerdings ohne euch! Dem Prüfling wird der Termin nämlich erst 7-10 Tage vorher angekündigt.


Anmeldeformulare und weitere Auskünfte gibt's im PromotionsbüroNach oben hoch

Zum Anmelden der Doktorarbeit führt euer Weg nun zum Promotionbüro. Dieses befindet sich im gleichen Haus wie das Dekanat. (Adresse und Öffnungszeiten siehe unten) Hier bekommt man die ganzen Anträge (leider plural!) und viele wirklich freundliche Auskünfte von Frau Stohauer, der das alles in ausgefülltem Zustand wieder abzugeben ist.

Einreichen müsst ihr folgendes:

 Der Antragsbogen, ausgefüllt mit euren persönlichen Daten und eurer Versicherung, die Dissertation auch wirklich selbst erarbeitet zu haben
 2 Exemplare der Dissertation, in DIN A 4, mit Lebenslauf und Anforderungen an die Form (dafür gibt es im Büro eine genaue Beschreibung)
 Ein "votum informativum" in verschlossenem Umschlag von eurem Betreuer, dabei handelt es sich um eine Beurteilung von seiner Seite mit Notenvorschlag
 beglaubigte Kopie des Zeugnisses des 3. Staatsexamens
 euer Studienbuch
 ein weiteres Blatt, in dem euer Doktorvater bestätigt, dass ihr bei ihm Doktorand seid
 ein Bogen mit Angaben über euch und die Dissertation für die Unibibliothek, wo ein Exemplar der Arbeit schließlich landet sowie 2 Erhebungsbögen für Statistiker

Das RigorosumNach oben hoch

Nach ca einem halben Jahr werdet ihr dann zur mündlichen Prüfung, dem Rigorosum geladen. Dabei handelt es sich nach Aussagen von Frau Stohauer jedoch um einen nicht allzu aufwendigen Test eures Wissens über das Thema der Doktorarbeit. In einem etwa viertelstündigen Kolloquium befragen euch die Prüfer zum theoretischen und praktischen Hintergrund der Arbeit und suchen vielleicht noch nach Brücken zu ihren eigenen Fachgebieten. Nachdem man sich jedoch so intensiv mit der Materie befasst hat, stellt das Rigorosum wohl keine unlösbaren Aufgaben. Übrigens ist der eigene Doktorvater nicht mit anwesend, es sei denn, er sitzt gerade zufällig in der Prüfungskomission. Diese prüft mehrere Doktoranden an einem Tag, sodass man im Warteraum nicht alleine schwitzt...

Die Gesamtnote setzt sich am Ende aus der Note für die Dissertation (zählt 2 mal) und der Note der mündlichen Prüfung (zählt einmal) zusammen. Sie kann im Promotionsbüro erfragt werden.


Die allerletzten SchritteNach oben hoch

Bevor man sich den Dr. med. nun ans Klingelschild schreiben darf, müssen zuerst noch die gedruckten und gebundenen 40 Exemplare der Dissertation in der Unibibliothek abgegeben werden. Diese werden dann an die anderen deutschen Medizinunis weitergegeben und je ein Exemplar dort aufbewahrt, falls eben neue Doktoranden nach Informationen darin suchen möchten. Weitere 10 Exemplare müsst ihr eurer wissenschaftlichen Einrichtung geben, an der ihr geforscht habt.Vier Wochen später kommt dann der grosse Moment: Eure Dissertationsurkunde liegt an der Dissertationsstelle im Pedellamt für euch bereit und kann abgeholt werden. Damit seid ihr dann berechtigt, den Doktortitel zu führen und bestimmt heilfroh, die Doktorarbeit endlich im Kasten zu haben- Herzlichen Glückwunsch Dr.med.!


Kontaktadressen und ÖffnungszeitenNach oben hoch

Das Promotionsbüro befindet sich am

Bavariaring 19, Zimmer 03 im EG, 80336 München, Tel.: 089/51608904

Öffnungszeiten: Dienstag von 9-12 Uhr und Mittwoch von 13-16 Uhr. Telefonisch ist das Sekretariat Montag bis Donnerstag zu erreichen.

 

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