Weiterbildung in den USA
Hilfreiche Tipps und Links
Irmi Schlosser
Nach dem Studium für einen Teil der Weiterbildung oder auch für immer ins Ausland zu gehen ist inzwischen der Traum vieler Medizinstudenten. Die USA ist aufgrund ihrer guten strukturierten Weiterbildungsangebote ein attraktives Ziel.
Übersicht
Dieses Jahr standen 21.845 residency positions 15.206 Bewerber einer US-medical school gegenüber. Das heist, dass 6.649 residency positions von sogenannten foreign medical graduates (FMG) eingenommen wurden. (Quelle: www.aamc.org). Insbesondere in family medicine, Innere Medizin und Pädiatrie sind Bewerber aus aller Welt erfolgreich.
| Am amerikanischen Examen führt kein Weg vorbei | hoch |
Um zu einem residency-programm zugelassen zu werden muss man einige Vorraussetzungen erfüllen. Zunächst muss man 3 der 4 amerikanischen Staatsexamen ablegen. Den sogenannten Step1 und Step2 CK (clinical knowledge) sind computergestützte multiple choice tests, die man fast überall auf der Welt ablegen kann. Ausländische Medizinstudenten und Ärzte, sogenannte IMG (interational foreign graduates) müssen sich über den ECFMG zu den Prüfungen anmelden.
Der Step 2 CS (clinical skills) ist eine Prüfung, die zeigen soll, dass der Bewerber englisch spricht und er Patienten untersuchen kann. Diese Prüfung muss in den USA in einem der fünf offiziellen Testzentren. Dieser Test stellt in gewisser Hinsicht ein Nadelöhr dar, da es eben nur eine begrenzte Zahl von Plätzen zur Verfügung steht. Man sollte auf jeden Fall langfristig planen, um hier eine Platz zu bekommen.
offizielle USMLE-Homepage
ECFMG-Homepage
Erfahrungsbericht USMLE bei Via medici online
Erfahrungsbericht bei Stethosglobe
Auf diese Prüfungen sollte man auf jeden Fall gut lernen, denn sie sind das einzige objektive Vergleichskriterium, die Programmdirektoren heranziehen können. Amerikanische Studenten haben mir hierzu die FirstAID-Reihe wärmstens empfohlen. Weiterhin ist es, wie bei deutschen Examen auch wichtig zu kreuzen was das Zeug hält. Die bewährtesten Kreuzfragen findet man wohl bei Kaplan, aber es haben sich in letzter Zeit günstigere Anbieter etabliert. Von diesen wurde mir insbesondere USMLE-World empfohlen.
Kaplan
usmleworld
| Bewerbung um eine Stelle | hoch |
Hat man diese Examen bestanden, dann ist die erste Hürde genommen. Aber jetzt kommt noch richtig Arbeit auf einen zu. Man muss nette Menschen finden, die einem Empfehlungsschreiben mit auf den Weg geben, man muss seinen Dekan überreden, eine Dean`s letter zu schreiben und seinen Universitätsabschluss vom ECFMG anerkennen lassen. Wie man diese größeren und kleineren Probleme löst, darüber wird sich in vielen Foren reichlich der Kopf zerbrochen.
Deutsche Foren:
Deutsches Ärzteblatt
Medi-learn Forum
Englischsprachige Foren:
Prep4usmle
USMLEnet
Studentdoctor
| Welche Stelle ist die richtige für mich? | hoch |
Bei welchen Programmen möchte man sich nun bewerben. Dies kann eine kritische Frage sein, denn aus der Ferne ist es schwer zu entscheiden, wie dieses oder jenes Programm wohl sein wird. Die Seite des national residency maching Programm gibt Auskunft über die Zulassungsvoraussetzungen, den Algorithmus nach dem das Programm funktioniert und die Daten der letzten Jahre. Auf der Internetseite scutwork beurteilen Residents ihr Programm. Dies kann schon einen guten Anhaltspunkt geben. Weitere Tipps, vor allem für IMG-freundliche Krankenhäuser findet man auf der Homepage von USMLEtoMD.
National residency matching programm
Scutwork
USMLEtoMD
Auf der folgenden Seite kann man gezielt nach residency programm suchen:
www.careermd.com
| Weitere interessante Links | hoch |
Association of American Medical Colleges
National Board of Medical Examiners
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