Medizinerinitiative für gesundes Arbeiten
Gerechte Arbeitsbedingungen für Assistenzärzte
Marisa Kaspar
Du möchtest als Assistenarzt keine 24-Stunden-Schichten ableisten? Du wünschst dir eine gute Betreuung in der Assistenzzeit? Familienfreundliche Arbeitsbedingungen fändest du super? Dafür setzen wir uns ein: Die Medizinerinitiative für gesundes Arbeiten, kurz Mediga will etwas ändern – und du kannst helfen.
Übersicht

Bild: istockphoto
| Die Initiative - wer ist das eigentlich? | hoch |
Jeder kennt es aus den Medien: In Deutschland gibt es immer weniger Ärzte. Doch das liegt nicht etwa daran, dass zu wenig Ärzte ausgebildet werden. Vielmehr sind die schlechten Arbeitsbedingungen in Deutschland daran schuld, dass viele frischgebackene Mediziner lieber im Ausland praktizieren oder in anderen Bereichen als der Gesundheitsversorgung ihren Lebensunterhalt verdienen.
Um diesen Fakten auf den Grund zu gehen, verschickte eine kleine Gruppe Berliner Medizinstudenten, die Medizinerinitiative für gesundes Arbeiten, eine Umfrage an alle Medizin-Unis Deutschlands. Das Ergebnis war wenig überraschend und schockierend: Rund 87% der Teilnehmer finden die Arbeitsbedingungen in deutschen Kliniken eher unattraktiv und 52% spielen mit dem Gedanken, deshalb nicht in Deutschland als Arzt oder Ärztin zu praktizieren. Doch auch 91% wären dazu bereit, sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen.
Falls du bei der Umfrage noch nicht mitgemacht hast, dich aber dafür interessierst, hier ist der Link dazu:
Umfrage
Durch die Umfrage wurde die Initiative dann rasch bekannter: Es entwickelte sich eine rege Forumsdiskussion zum Thema bessere Arbeitsbedingungen für Mediziner. Für alle Interessierten ist hier der Link zum Forum:
Forum
| Was ist geplant? | hoch |
Zuerst soll ein Forderungskatalog erstellt werden, in den Punkte wie beispielsweise klar geregelte Arbeitszeiten aufgenommen werden. Je nachdem, wie viele Unterstützer die Initiative bis dahin bereits gewonnen hat, kann man sich an die Öffentlichkeit wenden, eine Demonstration organisieren oder das Bundesministerium für Gesundheit ansprechen. Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, die besprochen werden, sobald der Forderungskatalog fertiggestellt ist.
Wichtig ist, den Bürgern zu zeigen, dass Assistenzärzte großteils schlecht betreut und mit unmenschlichen Arbeitszeiten - die Regel sind drei bis vier 24-Stunden-Schichten pro Monat - belastet werden. Hierunter leiden nicht nur Ärzte, sondern vor allem auch die Patienten. Das soll den Menschen klargemacht werden, damit Druck für möglichst schnelle Veränderungen durch Politik und Kliniken erzeugt werden kann.
| Wer kann mitarbeiten? | hoch |
Mitmachen darf bei der Initiative jeder, der sich dafür interessiert. Schon am 18. Februar fand in Berlin ein Treffen statt, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Am 29. Februar und 1. März wird dann ein Workshop in Berlin durchgeführt, bei dem der Forderungskatalog erstellt wird. Wer keine Zeit hat, in die Hauptstadt zu reisen, aber trotzdem mitarbeiten möchte, kann sich gerne im Forum an der Diskussion beteiligen - die Vorschläge werden beim Workshop selbstverständlich auch berücksichtigt.
| Wie bekomme ich weitere Infos? | hoch |
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