Faktor Zeit

Zeitbedarf

Gute Kommunikation muss kein Zeitkiller sein und keine halbe Stunde dauern. Im Gegenteil – sogar bei Aufklärungsgesprächen reichen oft 10 Minuten.

  • Gerade nach Krebsdiagnosen mit infausten Prognosen sind die Betroffenen auch gar nicht mehr aufnahmefähig. „30 Minuten wären dann oft eine Qual“, gibt Schwarz* zu bedenken. Und die Patienten kämen am nächsten Tag noch einmal mit denselben Fragen.

 

Einpassung in den täglichen Betrieb

Patientengespräche bedürfen vor allem eines guten Zeitmanagements. Laut Köhle dauert die Visite pro Patient 6–7 Minuten, einem niedergelassenen Arzt bleiben auch nur ca. 8 Minuten [8].

Schwarz rät daher, z. B. Aufklärungsgespräche nicht in den laufenden Praxisbetrieb, sondern ans Ende der Sprechzeiten zu legen.

Das ist aber kein Muss: manche Ärzte vergeben von Vornherein kurze oder lange Termine und blocken feste Zeitfenster für bestimmte Diagnosemitteilungen oder Aufklärungsgespräche.

 

*Dr. Carsten Schwarz, Berlin, Internist und Kommunikationstrainer

 

Literatur:

[8] Barmer GEK, Hrsg. Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse. Bd. 1. Barmer GEK Arztreport. St. Augustin: Asgard; 2010

Aus der Zeitschrift Lege artis 1/2011

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