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DOI 10.1055/s-00000001

AINS - Anästhesiologie · Intensivmedizin · Notfallmedizin · Schmerztherapie

In dieser Ausgabe:

Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Anästhesiologie

Bei der anästhesiologischen Betreuung von Frauen sind aufgrund geschlechtsspezifischer Unterschiede zahlreiche Aspekte zu beachten: Neben hormonellen Unterschieden spielen die unterschiedliche Pharmakokinetik und -dynamik eine wesentliche Rolle bei der Anästhetika-Wirkung. Auch psychosoziale Aspekte sind zu berücksichtigen. Frauen haben ein erhöhtes Risiko für PONV und intraoperative Awareness, Männer dagegen ein erhöhtes Risiko für postoperatives Delir.

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Patient Blood Management bei Frauen

Die (Eisenmangel-)Anämie zählt bei Frauen im gebärfähigen Alter zu den häufigsten Diagnosen. Das Patient Blood Management (PBM) ist ein individuelles Behandlungskonzept, das auf Reduktion von Anämie, Vermeidung unnötiger Blutverluste und einen evidenzbasierten Einsatz von Blutprodukten abzielt. Gerade bei Frauen vor einem chirurgischen Eingriff und in der Schwangerschaft kann es dazu beitragen, Patientinnen optimal auf eine Operation oder die bevorstehende Geburt vorzubereiten.

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Physiologische und pharmakologische Besonderheiten von Frauen

In der Medizin wurden jahrzehntelang männliche Körper als Referenz herangezogen – in Forschung, klinischen Studien und Praxis – und Frauen galten nur als „abweichende Norm“. Das Geschlecht ist jedoch ein bedeutsamer biologischer und sozialer Faktor, der sich auf nahezu alle Aspekte der Gesundheit auswirkt, wie Krankheitsentstehung, Symptomatik und Arzneimittelwirkung. Die geschlechtsspezifische Medizin hat sich zum Ziel gesetzt, diese Unterschiede systematisch zu erfassen und in Diagnostik, Therapie und Prävention zu integrieren.

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cDPP3 als wertvoller früh messbarer Biomarker in der Notfallversorgung

Die frühzeitige und präzise Risikostratifizierung schwerstkranker Patienten in der Notaufnahme ist nach wie vor ein Eckpfeiler der modernen Akutmedizin. Rechtzeitige Entscheidungen über Ressourcenzuweisung, Aufnahme auf die Intensivstation und gezielte Therapien erfordern Instrumente, die Patienten mit dem Risiko einer raschen Verschlechterung identifizieren können, vorzugsweise bevor offensichtliche klinische Symptome auftreten. Traditionelle klinische Bewertungssysteme wie der Modified Early Warning Score (MEWS), das Quick Sequential Organ Failure Assessment (qSOFA) und der Shock Index (SI) werden häufig für die initiale Triage und Prognoseabschätzung eingesetzt. Diese Scores erkennen jedoch häufig eine Verschlechterung erst, wenn Organschädigungen bereits begonnen haben. In der aktuellen Literatur wurde die zirkulierende Dipeptidylpeptidase 3 (cDPP3), eine zytosolische Metalloprotease, die bei Zellschäden in den Blutkreislauf freigesetzt wird, als vielversprechender Biomarker identifiziert, der mit schlechten Outcomes bei Patienten mit septischem, kardiogenem oder vasoplegischem Schock auf der Intensivstation assoziiert ist. Durch den Abbau von Angiotensin II und Enkephalinen kann cDPP3 direkt zu hämodynamischer Instabilität, Myokarddepression und Multiorganversagen beitragen. Der Nutzen von cDPP3 als früher Biomarker in der Notaufnahme ist noch nicht vollständig erforscht.

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Volumenersatz mit Gelatine-Präparaten bei Sepsis

Auf nicht-koronaren Intensivtherapiestationen (ITS) stellt eine Sepsis immer noch die Hauptursache der Sterblichkeit dar. Zum Volumenersatz können in diesem Kontext Kristalloide oder Gelatinepräparate verwendet werden. Die meisten Mediziner sprechen sich für die Kolloide aus, aber direkte größere Vergleiche zwischen den beiden Lösungen fehlen. Marx et al. haben nun versucht, die-Frage in einer internationalen prospektiven randomisierten Studie zu klären.

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Seltener Aufwachdelir bei Kindern nach EEG-gesteuerter Narkose

Die Nutzung eines Elektroenzephalogramms zur Titration des Narkosegases Sevofluran reduziert bei Kindern den Narkosegasverbrauch und das Auftreten eines postoperativen Delirs, außerdem erwachen die Kinder schneller aus der Narkose und können früher aus dem Aufwachraum entlassen werden. Zu diesem Schluss kam eine Forschergruppe um Kiyoyuki W. Miyasaka in Japan.

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Entwicklung einer Skala zur Messung der postoperativen Erholung bei Kindern

In der perioperativen Medizin ist die Erfassung von patientenberichteten Outcomes von entscheidender Bedeutung für die Beurteilung der Qualität des perioperativen Erlebens eines Patienten und für die Messung der Wirkung klinischer Interventionen und Initiativen zur Qualitätsverbesserung. Obwohl Messungen allgemeiner Outcomes wie Morbidität, Wiedereinweisung ins Krankenhaus und Mortalität zweifellos wichtig sind, lassen sie viele für Patienten und ihre Betreuer relevante Dimensionen außer Acht. Die von Patienten wahrgenommene Qualität und Zufriedenheit mit der perioperativen Versorgung ist multifaktoriell und umfasst die Wahrnehmung durch die Patienten, Erwartungen und für ihre Genesung relevante Ergebnisse. Die Qualität der Genesung (quality of recovery, QoR) ist ein multidimensionales, gesundheitsbezogenes Konstrukt der Lebensqualität, das für die Genesung nach Operationen und Anästhesie relevante Dimensionen umfasst, darunter Schmerzerleben, körperliche Funktion und Wohlbefinden, psychisches Wohlbefinden sowie kognitive und psychosoziale Auswirkungen. Für klinische Untersuchungen und Qualitätsverbesserungen werden zuverlässige, patientenzentrierte Ergebnismesswerte benötigt. Derzeit fehlen Bewertungsinstrumente zur Messung der Genesungsqualität bei pädiatrischen Patienten.

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Geschlechtsspezifische Aspekte und Patient Blood Management

Geschlechtsspezifische Unterschiede sind längst kein Randthema mehr, sondern gewinnen in der Anästhesiologie zunehmend an Bedeutung. Die 3 Beiträge des Topthemas dieser Ausgabe der AINS beleuchten komplementär zentrale Dimensionen einer modernen, individualisierten Medizin: die physiologischen Grundlagen geschlechtsspezifischer Unterschiede, Patient Blood Management bei Frauen sowie die praktischen Konsequenzen für das perioperative Management.

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Digital statt diskontinuierlich

Medical Wearables bieten das Potenzial, Patienten auf Normalstationen kontinuierlich zu überwachen und so postoperative Komplikationen früher zu erkennen. Trotz technischer und struktureller Hürden – von Alarm Fatigue über unzureichende Digitalisierung bis zu offenen Fragen des Datenschutzes – zeichnet sich ein vielversprechender Nutzen für Patientensicherheit und Entlastung des Pflegepersonals ab. Voraussetzung für den Weg in die Regelversorgung sind jedoch robuste Evidenz, klare Regularien und interdisziplinäre Digitalisierungskonzepte.

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