• Ambulante Anästhesie

     

Ambulante Anästhesie: Grenzen und Möglichkeiten

Ambulante Operationen werden künftig zunehmend nachgefragt werden – Ursachen sind u. a. die alternde Bevölkerung und die finanzielle Lage der Krankenkassen. Der Beitrag geht ausführlich auf Begleiterkrankungen ein, bei denen die Entscheidung ambulant oder stationär sorgfältig abgewogen werden muss. Darüber hinaus nimmt er die betriebs- und volkswirtschaftlichen Grenzen und Möglichkeiten des ambulanten Operierens unter die Lupe.

Seit der publikumswirksamen Einführung von Äther am 16. Oktober 1846 durch William Thomas Green Morton hat die Anästhesie eine erstaunliche Fortentwicklung durchschritten. Durch die Entwicklung moderner Anästhesietechniken, neuer Instrumente und Monitorverfahren, verbesserter Ausbildung, Patientenselektion und -evaluation wurden viele operative Prozeduren überhaupt erst möglich. Hinzu kommen eine verbesserte postoperative Überwachung und ein besseres postoperatives Schmerzmanagement. Ökonomische Gründe, Druck durch die Kostenträger und auch der Wunsch der Patienten, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden, werden zu einer immer größeren Nachfrage nach ambulanten Eingriffen führen. Schon 1918 schrieb Waters, ein Arzt, der sich auf dem Gebiet der ambulanten Anästhesie für Zahneingriffe in Sioux City, Iowa, einen Namen gemacht hatte, bezüglich ambulanter Anästhesien: „The future of such a venture, I believe, is bright“.

Hierfür ist es wichtig, die Möglichkeiten und Grenzen der ambulanten Anästhesie aufzuzeigen – dies jedoch ohne ein Dogma aufstellen zu wollen. Nicht jeder Anästhesist ist auf allen Feldern seines Tuns gleich ausgebildet und kompetent. Was für stationäre Einrichtungen gilt, gilt ebenso für das ambulante Anästhesieren:

Die Grenzen des persönlichen Könnens sollten bei der ambulanten Anästhesie ebenso wenig überschritten werden wie die Grenzen, die uns der Patient vorgibt. Es gilt also für Anästhesisten und Chirurgen gleichermaßen: Know your limits! 

Umfelder und Szenarien

Um über ambulante Anästhesie zu sprechen, lohnt es sich zunächst, das Umfeld zu beleuchten, in dem ambulante chirurgische Eingriffe durchgeführt werden:

  • Ambulantes Operieren am Krankenhaus: Hier gibt es ein breites Spektrum von Settings, die von ambulanten Operationszentren am Krankenhaus bis hin zu „tagesstationären“ Eingriffen reichen. Dabei wird der ambulante Patient morgens aufgenommen, im Laufe des Tages operiert und geht dann abends nach Hause.
  • Ambulante Operationszentren: Diese werden sehr häufig von Anästhesisten betrieben, die ihre Operationseinheiten an Operateure vermieten. Die Anästhesisten kümmern sich um die Vor- und Nachsorge der Patienten – soweit es nicht die eigentliche Operation betrifft.
  • Ambulante Anästhesien in den Praxen niedergelassener Ärzte, die eigene Operations- oder Eingriffsräume vorhalten: Hier finden sich ganz unterschiedliche strukturelle Voraussetzungen – angefangen von Operationsräumen der Raumluftklasse 1b mit dafür ausgelegten Aufwachräumen bis hin zu Eingriffsräumen, die für kleinere Eingriffe geeignet sind, größere Eingriffe aber nicht zulassen.
Details zu diesen Organisationsformen mag der Leser dem Artikel „Ambulante Anästhesie: Organisation in Praxis und Krankenhaus“ in dieser Ausgabe entnehmen.

Schon allein aus der Aufzählung dieser verschiedenen Settings wird deutlich, dass eine generelle Aussage zu den Grenzen und Möglichkeiten der ambulant durchgeführten Eingriffe nicht möglich ist. Trotzdem soll im Folgenden versucht werden, Aspekte zu beleuchten, welche die Grenzen des ambulanten Anästhesierens erkennen lassen.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Ambulante Anästhesie: Grenzen und Möglichkeiten

Aus der Zeitschrift AINS 10/2017

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