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Das Bayerische Rote Kreuz will's wissen - online und offline

Um im Notfalleinsatz schnell und gezielt Wissen abzurufen und die richtigen Diagnosen zu stellen, verwendet das Rote Kreuz Erlangen-Höchstadt die Thieme eRef als mobiles, zeitunabhängiges Verzeichnis und Nachschlagewerk.

In wenigen Minuten ist volle Konzentration gefragt. Eine Mutter bangt um ihren Sohn, der sich beim Fußballspielen schwer verletzt hat. Sie hat den Rettungswagen alarmiert; in einer Viertelstunde wird er eintreffen.

Christoph Nehm, Notfallsanitäter und Praxisanleiter beim Roten Kreuz Erlangen-Höchstadt, befindet sich bereits jetzt mental im Einsatz – konzentriert geht er im Kopf verschiedene Knöchelverletzungen durch. Um sein Wissen zu überprüfen und zu vertiefen, nutzt er die eRef-App auf seinem Smartphone. Dort sucht er gezielt nach Varianten von Knöchelfrakturen und Möglichkeiten effektiver Behandlung – Texte, Abbildungen und Videos helfen ihm bei der Vorbereitung. Ihm bietet der Zugriff auf das jetzt benötigte Wissen das nötige Maß an zusätzlicher Sicherheit, denn Einsätze mit Kindern sind besonders anspruchsvoll. Zum einen forciert der hohe Lärmpegel – Kinder lassen ihren Emotionen oft freien Lauf – den Stress, zum anderen erfordern Beruhigung und Aufklärung der Familienangehörigen eine Menge Verständnis und Fingerspitzengefühl. „Die App ist überall und zu jeder Zeit verfügbar“, sagt Nehm. „Das ist ihr großer Vorteil gegenüber einem Fachbuch.“ Tatsächlich bündelt die eRef sehr viele Veröffentlichungen, in denen nach Schlagwörtern gesucht werden kann. Die relevanten medizinischen Fachbücher, Zeitschriften und Datenbanken von Thieme sind in Sekundenschnelle einsehbar; daneben stehen Bilder, Videos, Podcasts, Patientenaufklärungsbögen und weitere Services zur Verfügung. „Die Summe der fachlichen Informationen ist immens“, resümiert Nehm. Für jede Situation geht dem Anwender ein digitales Licht auf, ob im Sprechzimmer, bei der Fahrt zu einem Notfall oder zur Internetverbindung manchmal schlecht, beklagt er. Doch auch hier wurde mitgedacht: 

„Wirklich toll finde ich, dass man Inhalte herunterladen und offline anschauen kann. Vor allem wenn man sich für ein bestimmtes Thema interessiert, ist das ein riesiger Vorteil.“

Weiterhin finde er praktisch, dass die App mit umgangssprachlichen Abkürzungen und Synonymen umgehen kann und Tippfehler erkennt: „So kann ich auch auf sie zählen, wenn es schnell gehen muss.“

Cockpits & Co.

Die Inhalte der App sind thematisch nach Diagnosen und medizinischen Sachverhalten sortiert. In sogenannten Cockpits werden alle wichtigen Informationen zu einem Thema gebündelt. Wenige Klicks genügen, um tiefer einzusteigen und mehr Details zu finden. So kann der User etwa zum Thema „Meniskusverletzungen“ von der Anatomie und Diagnostik über konservative und operative Therapien bis hin zu Komplikationen und Arzneimitteln die für ihn wesentlichen Fakten schnell und unkompliziert abrufen. Nutzer erhalten mithilfe des Cockpit-Editors die Gelegenheit, eigene Inhalte direkt in die eRef einzustellen – zum Beispiel Checklisten, SOPs, Manuskripte oder Literaturverzeichnisse. Stichwort Weiterbildung: In Trainingscentern können angehende Notfallsanitäter oder Fachärzte ihr Wissen aufbauen und prüfen. Mithilfe der persönlichen, nach Themenfeldern aufgeschlüsselten Leistungsstatistik hat der Nutzer stets den Überblick über seine Lernerfolge. Hinterlegt sind Weiterbildungskataloge aus allen Bundesländern.

Zurück nach Erlangen. „Nicht nur bei Kinder-Notfällen ist die eRef eine große Hilfe, auch bei der Prüfung von Arbeitsaufsätzen der Azubis. Wir sind zwar nicht für die Benotung verantwortlich – das machen die Berufsfachschulen –, trotzdem können wir mithilfe der App die fachliche Korrektheit der Ausarbeitung bestätigen oder Hinweise zur Verbesserung geben“, erläutert Nehm, der beim Roten Kreuz für die Aus- und Weiterbildung zuständig ist. Das Rote Kreuz sei aktuell dabei, das neue Berufsbild Notfallsanitäter modern und technisch versiert zu gestalten. Der traditionsreiche Verband setzt auf Digitalisierung und damit auf innovative technologische Möglichkeiten, die den beruflichen Alltag erleichtern. Die eRef sei ein wichtiger Baustein, die Rettung in ein vernetztes Zeitalter zu führen und damit als Arbeitgeber attraktiver zu werden, sagt Nehm. Das bestätigt auch sein Kollege Stefan Pechtl, stellvertretender Leiter des Rettungsdienstes beim Roten Kreuz Erlangen-Höchstadt: 

„In der heutigen Zeit reicht es nicht mehr aus, Fachzeitschriften auf der Wache auszulegen. Gerade die Auszubildenden erwarten, dass Lerninhalte auf dem Smartphone abgerufen werden können. Sie sind schließlich mit diesen technischen Optionen aufgewachsen.“ 

Lizenzpaket Rettungsdienst

Die eRef steht Gesundheitsorganisationen nach Bedarf vollumfänglich oder auf bestimmte Fachgebiete fokussiert zur Verfügung – am Computer, auf dem Tablet und auf dem Smartphone. Nach einer Testphase im vergangenen Jahr entschied sich Pechtl, das Lizenzpaket „Rettungsdienst“ zu erwerben und der Belegschaft ab Januar bereitzustellen. In den Wochen vor der Einführung hatte er seine Kollegen in Dienstbesprechungen an das neue Programm herangeführt; zudem wurde auf der Wache ein Infoflyer ausgelegt und in der Mitarbeiterzeitung ein Artikel veröffentlicht: „Das Feedback nach der Testphase war überwältigend. Mich persönlich hat besonders die Kopfsuche, bei der in kürzester Zeit Wissen aus allen möglichen Artikeln angefordert werden kann, überzeugt. Daher haben wir uns entschlossen, das Programm flächendeckend anzubieten – nicht nur den Auszubildenden, Fortbildungsteilnehmern und hauptamtlichen Kräften, sondern auch den ehrenamtlichen Helfern, egal ob sie einmal in der Woche oder einmal im Jahr für uns aktiv werden.“

Gerade bei den freiwilligen Mitarbeitern würde das Angebot geschätzt, da sie nicht ohne Weiteres an die Inhalte aus den Fortbildungen herankommen. „Die App wird rege genutzt, in der Summe sicherlich täglich. Außerdem haben sich viele unserer insgesamt knapp 350 Mitarbeiter einen Heimzugang eingerichtet“, sagt Pechtl. Typische Nutzungssituationen seien „die Recherche bei der Anfahrt zu einem Notfall, das Surfen im Arbeitsalltag, um einfach mal ein bisschen querzulesen, und die Vorbereitung von Hausarbeiten oder Prüfungen im Rahmen der Aus- und Fortbildung.“ Die Inhalte seien qualitativ hochwertig und stets verlässlich. „Für das Rote Kreuz Erlangen-Höchstadt ist das eRef ein absolutes Alleinstellungsmerkmal“, fasst er zusammen.

Quelle: Chefsache Patientenversorgung 01/2018

Erfahren Sie hier mehr über die eRef und testen Sie sie kostenlos.

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