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Die präklinische Behandlung von Patienten mit Wirbelsäulentrauma

Die adäquate präklinische Versorgung von Patienten mit relevanten Wirbelsäulenverletzungen ist aufgrund der möglichen Auswirkungen dieser Verletzungen auf das weitere Leben des Patienten essenziell. Ziel ist es, keine weiteren Schäden zu verursachen und durch eine zügig eingeleitete Therapie die Rückbildungsfähigkeit, insbesondere bei Wirbelsäulenverletzungen mit neurologischem Defizit, zu verbessern.

Epidemiologie und Ätiologie der Wirbelsäulenverletzung

Annähernd 10 Millionen Unfallverletzte werden pro Jahr in Deutschland in der präklinischen Notfallmedizin behandelt. In den letzten 10 Jahren zeigt sich eine Inzidenz von relevanten Wirbelsäulenverletzungen von ca. 9%. Beim polytraumatisierten Patienten liegt die Inzidenz von schwerwiegenden Wirbelsäulenverletzungen bei 34%, wobei bis zu 7,5% der Verletzten eine Rückenmarkläsion erleiden. Es fällt auf, dass sowohl thorakale als auch abdominelle Verletzungen häufig mit Wirbelsäulenverletzungen assoziiert sind. Die Brust- und Lendenwirbelsäule stellt mit etwa 80% den größten Anteil an den Verletzungen der Wirbelsäule dar.

 

MERKE

Aufgrund der anatomischen Gegebenheiten ist der thorakolumbale Übergang, vor allem das Segment BWK12/LWK1, der am häufigsten von Frakturen betroffene Wirbelsäulenabschnitt.

In Europa zeigt sich das Hochrasanztrauma als eine der häufigsten Ursachen für eine Wirbelsäulenverletzung. Neben Verkehrsunfällen (37%) und Stürzen aus einer Höhe > 3 Meter (30%) lassen sich in den vergangenen Jahren zunehmend auch geriatrische Wirbelsäulenverletzungen aufgrund von Bagatelltraumata beobachten. Offene Wirbelsäulenverletzungen sind in Europa eine Rarität, werden jedoch häufig bei Explosions- oder Schussverletzungen in Krisengebieten, bei terroristischen Anschlägen und in Ländern mit liberaleren Waffengesetzen gesehen.

Entstehung und Einteilung von Wirbelsäulenverletzungen

Verletzungen an der Wirbelsäule sind häufig durch ein Trauma mit großer Krafteinwirkung verursacht. Die diskoligamentären Verletzungen werden von den knöchernen Läsionen der Wirbelkörper unterschieden. Aufgrund des Verletzungsmechanismus lassen sich 3 Schädigungsarten beschreiben:

  • Kompressionsverletzungen,
  • Flexions-/Extensionsverletzungen,
  • Translationsverletzungen.

Kompressionsverletzungen der Wirbelsäule

Typisches Verletzungsmuster für die Kompressionsverletzung an der Wirbelsäule ist die axiale Stauchung der Wirbelsäule. Die Landung auf dem Gesäß nach einem Sturz oder der Anprall des Kopfes gegen die Windschutzscheibe sind Beispiele für den typischen Unfallmechanismus. Auch Kopfsprung-Unfälle in seichtes Wasser sind mit einem hohen Risiko einer Wirbelsäulenverletzung, insbesondere an der Halswirbelsäule, verbunden.

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aus der Zeitschrift Notfallmedizin up2date 01/2020

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