Kinderreanimation: Kleiner Patient - große Herausforderung

  • Herausforderung Kinderreanimation

    Hypoxie und schwere Hypoperfusion sind bei Kindern die häufigsten Ursachen für einen Kreislaufstillstand

     

Reanimationen von Kindern gehören nicht zum Einsatzalltag. Nur 2 % aller Reanimationen betreffen Kinder. Gerade deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig mit der Säuglings- und Kinderreanimation auseinanderzusetzen, um für den nächsten Einsatz gut vorbereitet zu sein.

Kinder unterscheiden sich anatomisch und physiologisch von Erwachsenen. Deshalb führen sehr selten primär kardiale Ursachen, wie maligne Rhythmusstörungen oder strukturelle Herzerkrankungen, zum Kreislaufstillstand. Es sind v. a. Erkrankungen bzw. Verletzungen, die die Vitalfunktionen der ABC-Bereiche beeinträchtigen: Atemwege (Airway), Atmung (Breathing) und Kreislauf (Circulation) – es kommt daher zum sog. „Atem-Kreislaufstillstand“. Meist löst eine ausgeprägte Hypoxie den Kreislaufstillstand aus, daher spricht man auch von einem sekundären Kreislaufstillstand. Seltener ist ein dekompensiertes Kreislaufversagen die Ursache.

Die Überlebensrate von Kindern nach einem sekundären Kreislaufstillstand ist schlecht (ca. 5 %). Daher müssen eingeschränkte oder gefährdete Vitalfunktionen sofort erkannt und behandelt werden. Hier hat sich das ABCDE-Schema international etabliert und bewährt: A = Atemweg (Airway), B = Atmung (Breathing), C = Kreislauf (Circulation), D = Neurologie (Disability), E = Exponierung (Exposition). Die aktuellen Leitlinien zur Reanimation 2010 von ILCOR, ERC und GRC gehören heute zum Standard und sind Grundlage für den folgenden Artikel.

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