• Gewalt gegen Rettungsdienstpersonal - Rettungsdienst - Thieme Verlag

     

Gewalt gegen Rettungsdienstpersonal

Immer wieder ist Rettungsdienstpersonal mit Konflikten und angespannten Situationen konfrontiert. Dann gilt es eine Eskalation zu verhindern. Dieser Beitrag schlägt Ihnen Lösungsansätze vor, wie Sie in solchen Situationen präventiv agieren können, und macht klar, welche Rolle Ihre persönliche Einstellung spielt.

Umgang mit spannungsgeladenen Situationen 

Familienstreit, psychische Dekompensation, Suizidandrohung, aggressive Grundstimmung gegenüber Einsatzkräften – die Szenarien, in denen es zu Gewalt gegen Rettungsdienstpersonal kommen kann, sind vielfältig.

Die Medien berichten häufig von Übergriffen gegenüber Rettungsdienstpersonal. Sehr viel häufiger ist das Rettungsdienstpersonal mit Situationen konfrontiert, die Strategien verlangen, um eine Eskalation frühzeitig zu verhindern und die Spannung aus der Situation zu nehmen. Derartige Einsätze kommen sowohl im städtischen als auch im ländlichen Einsatzgebiet vor.

Mit welcher Strategie begegnet man solchen Situationen und Szenarien? Wie erkennt man eine sich aufbauende aggressive Haltung gegenüber dem Rettungsdienstpersonal und kann diese in eine angemessene Einsatzatmosphäre wandeln?


Verbale Angriffe gegenüber medizinischem Personal

Laut Studien wurden 72 – 78 % der Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen bereits einmal verbal angegriffen, 28 % erleben in Deutschland mindestens einmal im Monat massive Gewalt durch Patienten oder Angehörige. Dabei ist es wichtig, dass nicht nur körperliche Auseinandersetzungen als Angriff zu werten sind, sondern bereits verbale Angriffe belastend sein können.

Einer Anfang 2016 vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) veröffentlichen Studie zufolge wurden im Jahr 2015 Rettungskräfte in 180 Fällen verbal oder körperlich angegangen. Bei 1,7 Mio. Rettungsdiensteinsätzen machen solche Einsatzsituationen also lediglich 0,01 % aus.


Merke: Nur bei sehr wenigen Einsätzen kommt es zu Gewalt gegenüber Rettungsdienstpersonal.

Diese Zahl scheint (bezogen auf die Menge der Einsätze) insgesamt zwar eher gering, dennoch ist eine Steigerung der Übergriffe gegen Rettungsdienstpersonal in Studien nachweisbar. Das bestätigt die Bedeutung präventiver Strategien und die zunehmende Bedeutung deeskalativer Ansätze im Rettungsdienstalltag.


Aggression und Rettungsdienst

Menschen reagieren auf manche Ereignisse, Erlebnisse und Situationen mit Aggression. In jedem menschlichen System (Partnerschaft, Familie, Verein, Dorf, Arbeitsplatz etc.) kann es zu aggressiven Verhaltensweisen kommen, insbesondere wenn Störungen in diesen Systemen auftreten.

Bei der Arbeit mit Patienten ist das Potenzial für angespannte Situationen aus verschiedenen Gründen deutlich erhöht. Wer weiß, wie Gewalt und Aggression entstehen und wie ihnen am besten begegnet werden kann, ist besser für solche Situationen gerüstet.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Gewalt gegen Rettungsdienstpersonal

Aus der Zeitschrift retten! 01/2017

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