Lungenembolie auf der Intensivstation

Im Sommer 2014 hat die European Society of Cardiology (ESC) die überarbeitete Leitlinie zur Behandlung der akuten Lungenembolie herausgegeben. Dieser Artikel stellt wichtige Empfehlungen daraus zur Behandlung der häufig vital bedrohten Patienten vor.

Als Komplikation einer provozierten (z. B. nach orthopädischer Operation) oder unprovozierten (ohne erkennbaren Auslöser) tiefen Venenthrombose droht der Tod durch eine Lungenembolie. Eine Lungenembolie kann einerseits während der Behandlung kritisch kranker Patienten auf der Intensivstation entstehen, andererseits werden akut an einer Lungenembolie erkrankte Patienten häufig primär auf einer Intensivstation behandelt. Daher muss jeder auf einer Intensivstation tätige Arzt mit Pathogenese, Diagnostik und Therapie der Lungenembolie vertraut sein. Im Sommer 2014 hat die European Society of Cardiology (ESC) eine exzellent ausgearbeitete und im Klinikalltag sehr hilfreiche Leitlinie herausgegeben, deren wichtigste Punkte und insbesondere für die Akuttherapie relevante Empfehlungen im Folgenden zusammengefasst werden

Nomenklatur.

Die semantische Diskussion, ob eine Lungenembolie korrekterweise als „Lungenarterienembolie“ zu bezeichnen wäre, ist eher akademischer Natur und im angelsächsischen Raum weitgehend irrelevant. Der Begriff „Lungenembolie“ ist sowohl international klinisch gebräuchlich als auch korrekt, denn eine Abgrenzung zu einer „Lungenvenenembolie“ – die es nicht gibt – oder einer „Bronchialarterienembolie“ in den Vasa privata – die spontan nicht klinisch relevant auftritt, sondern lediglich iatrogen bei Lungenblutung als Bronchialarterienembolisation zur Blutstillung angewendet wird – ist nicht nötig. Eine  Lungenembolie betrifft immer die Pulmonalarterien und führt dort zur Verlegung der Strombahn.

Ätiologie.

Bei mehr als 20% der Patienten mit Lungenembolie war die tiefe Venenthrombose klinisch stumm geblieben oder lässt sich keine Emboliequelle mehr nachweisen, weil ein kompletter Venenthrombus embolisierte. In seltenen Fällen embolisiert ein rechtskardialer Thrombus, z. B. bei Vorhofflimmern oder bei rechtskardialen Klappenauflagerungen, der dann aber in der Regel zu kleinen, teils asymptomatischen Lungenembolien führt.

 

Lesen Sie den gesamten Beitrag: Lungenembolie auf der Intensivstation

Aus der Zeitschrift: Intensivmedizin up2date 11/2015

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