• Gefäßzugang

     

Notfälle im Rettungsdienst und in der Klinik: Gefäßzugänge bei Kindern

Der i. v. Gefäßzugang muss v. a. im Notfall adäquat beherrscht werden. Gerade aber bei kleinen Kindern oder Säuglingen ist die Punktion peripherer Venen mitunter schwierig und in einer zeitkritischen Situation häufig auch sehr stressbelastet. Hier muss der Anwender Alternativen kennen und Hilfsmittel beherrschen können. Dieser Beitrag geht auf die verschiedenen Gefäßzugänge ein, diskutiert Alternativen und beschreibt gängige Techniken.

Der i. v. Gefäßzugang wird gelegt, um Medikamente und/oder Flüssigkeiten zuführen zu können. Bei den meisten erwachsenen Patienten kann man periphere Venen i. d. R. visuell identifizieren oder manuell tasten, besonders wenn sie sich mit der Anwendung eines Stauschlauchs adäquat füllen. Bei Neugeborenen, Säuglingen und kleinen Kindern ist dies oftmals nicht so einfach: Die sehr kleinen Gefäße sind häufig nicht gut zu sehen und zu tasten, auch weil das Oberhautfettgewebe diese überdeckt. Noch schwieriger wird es besonders in Notfallsituationen bei kritisch kranken Patienten mit reduziertem Kreislauf. Präklinische Notfallsituationen mit pädiatrischen Patienten können alle Teilnehmer des Rettungsdienstes treffen, auch wenn sie nicht speziell für Kindernotfälle ausgebildet sind. In diesem Zusammenhang müssen etablierte Techniken beherrscht werden, aber auch alternative Gefäßzugangsmöglichkeiten bekannt sein.

In außerklinischen Notfallsituationen kann die rasche Etablierung eines Gefäßzugangs lebensrettend sein. Nach aktuellen Empfehlungen werden in solchen Situationen wenn möglich die peripheren Verweilkanülen oder alternativ dazu die Anlage eines intraossären (i. o.) Gefäßzugangs empfohlen. Berichte bestätigen, dass i. o. Zugänge im Kreislaufstillstand oder unter Reanimation erfolgreicher und schneller als i. v. Zugänge etabliert werden können. Obwohl zahlreiche transportable Ultraschallgeräte entwickelt wurden, die auch im Rettungsdienst eingesetzt werden, sind diese zurzeit bei außerklinischen Notfallsituationen noch nicht flächendeckend verfügbar. Nach Stabilisierung der Vitalfunktionen und Transport ins Krankenhaus kann die Anlage eines periphervenösen (PVK) oder zentralvenösen Katheters (ZVK) erwogen werden, um einen bereits liegenden i. o. Zugang zu ersetzen.

Die Anwendung des Ultraschalls zu Gefäßpunktion nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Daher werden im Folgenden auch ultraschallbasierte Techniken vorgestellt. Die Sonografie kann die Anlage von peripheren Verweilkanülen und/oder zentralvenösen Kathetern beim pädiatrischen Patienten in innerklinischen Notfallsituationen oder bei schwierigen Venenverhältnissen erheblich erleichtern.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Notfälle im Rettungsdienst und in der Klinik: Gefäßzugänge bei Kindern

Aus der Zeitschrift AINS 01/2017

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