Angst- und Panikstörungen: Probleme und Chancen im Notfall

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    Angststörungen werden in der Primärversorgung oft nicht erkannt, da Patienten häufig auf die körperlichen Symptome fixiert sind und z.B. über Herzrasen oder Schwindel klagen.

     

Angststörungen sind die häufigsten psychiatrischen Erkrankungen – werden aber in der Primärversorgung oft nicht erkannt: Die Patienten rufen z. B. wegen Herzrasen oder Schwindel den Notarzt und sind auf die körperlichen Symptome fixiert. Erkennt der Arzt, dass der Patient vor allem unter seiner Angst leidet, kann er ihm schon mit einem ruhigen, aufklärenden Gespräch helfen. Bei unklaren und wechselnden somatischen Symptomen sollte der Arzt immer eine Angstanamnese erheben. Im Mittelpunkt der Versorgung und Nachsorge steht die Vermittlung einer störungsspezifischen Pharmako- und / oder Psychotherapie.

Angststörungen sind die häufigsten psychiatrischen Erkrankungen – werden aber in der Primärversorgung oft nicht erkannt: Die Patienten rufen z. B. wegen Herzrasen oder Schwindel den Notarzt und sind auf die körperlichen Symptome fixiert. Erkennt der Arzt, dass der Patient vor allem unter seiner Angst leidet, kann er ihm schon mit einem ruhigen, aufklärenden Gespräch helfen. Wenn die somatischen Beschwerden abgeklungen sind, sollte man eine ursächliche Therapie vorschlagen.

Epidemiologie

Angstsyndrome gehören mit einer Lebenszeitprävalenz von 13–25% in der Allgemeinbevölkerung zu den häufigsten psychischen Störungen. Behandlungsbedürftige Angstzustände kommen in jedem Lebensalter vor, Frauen sind 2-mal häufiger von Angststörungen betroffen als Männer.

Physiologische Auswirkungen

Auf der physiologischen Ebene sind Ängste regelhaft mit einer Hyperaktivität des sympatikotonen Nervensystems verbunden. Diese vegetative Auslenkung manifestiert sich in multiplen somatischen Symptomen, wobei Lokalisation und Intensität wechseln können. Deshalb nehmen viele Patienten an, dass sie unter einer vital bedrohenden Erkrankung leiden, und suchen einen Arzt auf.

Angst begleitet viele Erkrankungen

Jede psychische Störung kann mit mehr oder weniger Angst verbunden sein. Angstsyndrome kommen ferner als Leit- oder Begleitsymptome einer somatischen Erkrankung vor oder können substanzinduziert sein. Deutlich unterschätzt und oft nicht erkannt werden Ängste, die als unerwünschte Arzneimittelwirkung unter Medikamenten auftreten, die zur Behandlung körperlicher Leiden indiziert sind.

Notfälle

Die Inanspruchnahme von Notärzten, Notfallstationen und Rettungsdiensten ist bei Angsterkrankungen unverhältnismäßig hoch: Psychiatrische Notfälle sind die zweit- oder dritthäufigste Einsatzursache im Rettungsdienst. Trotzdem führen Angstsyndrome eher selten zu unmittelbaren Gefährdungen wie Aggressivität oder Suizidalität. Die Bedeutung der Notfallversorgung liegt hier in der präzisen Diagnostik und einer störungsspezifischen Therapie.

 

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