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Präklinische Versorgung akuter Blutungen nach schwerem Trauma

Nach wie vor stellt der Unfall die Haupttodesursache (57,1 % aller Todesursachen) bei Kindern und Jugendlichen bis zum 20. Lebensjahr dar. Zunehmend sind aber aufgrund des demografischen Wandels auch zunehmend ältere Personen Opfer tödlich endender Verkehrsunfälle. 1991 war noch jeder 6. Verkehrstote älter als 65 Jahre, im Jahr 2015 schon knapp jeder Dritte (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 12. Juli 2016).

Präklinische Blutung – prioritätengerechtes Arbeiten

Für den im Rettungsdienst tätigen Notarzt bzw. Notfallsanitäter (oder Rettungsassistenten) stellt die Therapie einer Blutung nach schwerem Trauma nach wie vor eine große Herausforderung dar. Nicht nur das Erkennen einer Blutung, insbesondere, wenn diese nach innen gerichtet ist (wie z. B. bei einer Milzruptur), sondern auch das zeitkritische präklinische Management muss von einem Notarzt immer mit in das Behandlungsregime integriert werden.

Aktuell wird gefordert, dass eine definitive klinische Therapie bei wesentlichen notfallmedizinischen Krankheitsbildern wie dem Schwerstverletzten innerhalb von 90 Minuten begonnen werden soll. Vom Absetzen des Notrufs bis zum Eintreffen des Patienten im Zielkrankenhaus soll demnach nicht mehr als eine Stunde vergehen.

Eine professionelle Behandlung des Schwerstverletzten unter oftmals schwierigsten Bedingungen soll dennoch bereits an der Unfallstelle durch einen strukturierten Rettungsdienst beginnen. Hierdurch soll der Patient in einen transportfähigen Zustand gebracht werden.

Entscheidend ist ein prioritätengerechtes und insbesondere zügiges Arbeiten an der Unfallstelle. Nach 60 Minuten sollte ein Patient zur definitiven Versorgung im Krankenhaus sein.

Die Kombination aus wenig Zeit und einer hohen Behandlungsintensität in der Schwerstverletztenbehandlung birgt ein hohes Stresspotenzial für alle Beteiligten. Um trotzdem auch wegen der geringen Fallzahl eine hohe Behandlungsqualität zu gewährleisten, ist es unabdingbar, dass das Rettungsteam strukturiert und prioritätenorientiert untersucht, diagnostiziert und behandelt. Kurskonzepte wie „Prehospital Trauma Life Support“ (PHTLS®), „Advanced Trauma Life Support“ (ATLS®) oder der „European Trauma Course“ (ETC®) mit dem ABCDE-Schema (s. [Infobox]) können hier entscheidende Hilfestellungen leisten und ein prozessuales Arbeiten herstellen.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Präklinische Versorgung akuter Blutungen nach schwerem Trauma

Aus der Zeitschrift: Notfallmedizin up2date 4/2016

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